TUSEM lässt im Trainingslager nichts anbrennen

TUSEM lässt im Trainingslager nichts anbrennen
Meldung 01.08.2019
Die Handballer des TUSEM Essen haben im Trainingslager nichts anbrennen lassen. Sowohl auf der „Platte“, als auch auf der Kochplatte

Neben sportlich erfolgreichen Testspielen wurde auch das Miteinander gestärkt, unter anderem durch ein gemeinsames Kochen.

„Ich habe überragend das Wasser gekocht, da ist nichts angebrannt“, schmunzelt Trainer Jaron Siewert. Er und seine Jungs haben zum Abendessen Couscous-Salat mit Hähnchen zubereitet, dazu zählt allerhand Schnibbelarbeit. „Es war schon sehr unterhaltsam“, berichtet Siewert, „bei so manchem hat man noch ein paar Schwächen entdeckt.“ Das Endergebnis war wohl essbar. Das Kochen war während des Trainingslagers im baden-württembergischen Abstatt aber die wohl entspannteste Einheit. Denn es ging teilweise ordentlich zur Sache, denn die Männer von der Margarethenhöhe schuften für die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga. „Es war ein sehr gelungenes Trainingslager, aber es hat auch seine Spuren hinterlassen“, sagt der Trainer. Verletzt hat sich niemand, schwere Beine aber wohl jeder.

Fünf Tage lang ging es um Athletik, Taktik und den Mannschaftsgedanken, mit mehreren Einheiten pro Tag. Unter anderem gab es am letzten Tag, kurz vor der Rückreise, noch einen Lauf über acht Mal 800 Meter für jeden. Entspannt wurde es lediglich auf dem Hotelzimmer oder beim Besuch eines Schwimmbades in der Nähe.

Zudem standen an dem verlängerten Wochenende bei sommerlichen Temperaturen auch Tests an. Zunächst ging es um den Riva-Handball-Cup, bei dem der TUSEM als Titelverteidiger an den Start ging. Und auch in diesem Jahr setzte sich der Favorit souverän durch, konnte das erste Spiel mit 20:11 gegen den Drittligisten VfL Pfullingen gewinnen, die zweite Begegnung mit 17:15 gegen den Ligakonkurrenten HSG Konstanz und die letzte mit 21:10 gegen den Gastgeber HC Oppenweiler/Backnang (3. Liga). Als bester Torschütze wurde Linksaußen Noah Beyer ausgezeichnet, der im Anschluss stolz mit seiner Siegprämie posierte – einem Fünf-Liter-Fass Bier.

Weiter ging es mit einem Testspiel gegen die SG Schozach-Bottwartal aus der Verbandsliga. Trotz eines nicht mehr ganz gefüllten Akkus gelang dem TUSEM ein souveräner 45:26-Sieg. „Das sah alles schon ganz gut aus, die Jungs haben ihren guten Eindruck der ersten Trainingswochen noch einmal bestätigt“, freute sich Jaron Siewert.

Im Trainingslager wurden noch einmal die Sinne für die Abwehrarbeit geschärft, mit vielen Trainingseinheiten in Kleingruppen. „Es war schon recht anstrengend, vor allem bei den Temperaturen. Aber alle haben sehr gut mitgezogen“, berichtet der TUSEM-Trainer, der seiner Mannschaft trotz der hohen Belastung den Spaß am Handball und am Miteinander ansah.

Nach einem freien Tag, an dem die Handballer einmal durchschnaufen konnten, geht es mit gleich zwei Testspielen weiter. Zunächst steht am Freitag das Duell mit dem Verbandsligisten TV Kapellen an (18 Uhr, Henri-Guidet-Zentrum Moers), ehe am Samstag das Testspiel beim Erstliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen (18 Uhr, Große Sporthalle Spelle). Spätestens dann dürfte die Abwehr der Essener vor ihrer ersten echten Prüfung stehen.

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