TUSEM fliegt aus dem DHB-Pokal: Niederlage gegen Potsdam

TUSEM fliegt aus dem DHB-Pokal: Niederlage gegen Potsdam
Spielbericht 23.09.2026
Der TUSEM Essen ist in der 2. Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Gegen den 1. VfL Potsdam unterlag die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels mit 25:32 (14:15) und verpasst damit das Achtelfinale.

Mit guten Erinnerungen an das Erstrundenspiel gegen den SC DHfK Leipzig (36:33) wollte der TUSEM motiviert in den nächsten Pokalabend starten. Auch, um die zuletzt schwachen Ergebnisse in der Liga ein Stück weit vergessen zu machen. Und tatsächlich legte der TUSEM, der ohne den angeschlagenen Valentin Willner (Platzwunde) auskommen musste, einen guten Start hin. Für Willner durfte dieses Mal Neuzugang Adin Faljic von Beginn an ran und erledigte seinen Job in der Abwehr direkt sehr ordentlich. Er packte beherzt zu, ebenso wie seine Teamkollegen. So hatte es der Favorit aus Potsdam nicht leicht zum Torerfolg zu kommen.

Auf der anderen Seite versuchten es die Essener immer wieder schnell zu machen. Nicht lange nachdenken im Angriff, stattdessen handeln. Das lief gut, zum Beispiel über Felix Göttler (Foto) oder Rechtsaußen Felix Eißing. Der TUSEM fand gute Lösungen und erspielte sich beim Stand von 5:2 (8.) schnell ein kleines Polster.

Die Stimmung bei den 1127 Zuschauern in der Sporthalle „Am Hallo“ war dementsprechend gut und die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Die Gäste kämpften sich nun aber mehr in die Partie und fanden in der Essener Abwehr ein paar kleine Lücken. Tim Schröder am Kreis oder Markus Mahr im Rückraum nutzten diese aus und brachten ihr Team heran. Spätestens als Max Günther den 8:8-Ausgleich erzielte (15.) war die Begegnung zum ersten Mal richtig offen.

Der TUSEM leistete sich erste kleine Fehler, vor allem im Passspiel. Das wusste Potsdam zu nutzen und ging prompt durch Florian Budde in Führung (10:11, 21.). Den Essenern war der Wille aber anzusehen und sie wollten diesen Rückstand nicht größer werden lassen. Treffer unter anderem von Finley Werschkull sorgten dafür, dass es eng blieb und der Abstand nicht größer wurde. Zur Pause stand ein 14:15 auf der Anzeigetafel.

Eigentlich ein vielversprechender Zwischenstand aus Sicht der Gastgeber. Allerdings verlief der Start in den zweiten Durchgang nicht wie erhofft. Potsdam war nun gut im Spiel und machte wenig Fehler. In der Abwehr stellte der VfL etwas um und machte es dem TUSEM nun noch schwerer. Dieser agierte teilweise unsicher und ließ sich zu Unkonzentriertheiten oder überhasteten Abschlüssen hinreißen, was ihn sichtlich aus dem Rhythmus brachte. Zudem stellte sich VfL-Torhüter Frederik Höler einige Male in den Weg.

Die Potsdamer kamen dagegen immer besser in einen Fluss und hatten nun eine hohe Effektivität im Angriff. Auch wenn der TUSEM versuchte dagegenzuhalten, zeigten die Gäste, warum sie in dieser Saison so stark sind. In der Offensive fanden sie – auch unter Druck – gute Abschlussmöglichkeiten und ließen kaum Chancen liegen. Die Essener Torhüter bekamen kaum Hand und Fuß an die Bälle.

Zwar kämpfte der TUSEM und gewann in der Schlussphase noch einige Bälle, verpasste es aber zu verkürzen, denn die Fehler wurden nicht weniger. Potsdam war nicht mehr aufzuhalten und brachte den Sieg über die Zeit – und damit auch den Einzug in das Achtelfinale.

„Wir spielen eine gute erste Halbzeit, kommen dann aber schlecht aus der Pause heraus. Wir tun uns im Angriff schwerer, auch weil Potsdam etwas umgestellt und offensiver verteidigt hat. Damit haben wir fast die ganze zweite Halbzeit zu kämpfen und dann sind sie vorne auch unglaublich effektiv. Das kriegen wir dann nicht mehr ganz so gut verteidigt. Und dann verdient man zurecht. In der zweiten Halbzeit hätten wir uns mit Selbstvertrauen belohnen können, aber das haben wir nicht, was sehr schade ist. Wenn wir auf dem Level, wie in der ersten Halbzeit, über 60 Minuten spielen, dann sind wir unangenehm zu bespielen und das müssen wir auf die Platte kriegen“, sagte TUSEM-Trainer Kenji Hövels nach der Niederlage.

Am kommenden Sonntag (27. September) geht es schon weiter, dann mit einem Heimspiel in der Liga gegen den TuS N-Lübbecke. Anwurf in der Sporthalle „Am Hallo“ ist um 17 Uhr.

TUSEM Essen – 1.VfL Potsdam 25:32 (14:15). TUSEM: Knaack, Diedrich; Mart (4/4), Göttler (3), Zunic, Faljic, Homscheid (3), Eißing (4), Schley, Wolf, Neuhaus (1), Kostuj, Hejny (1), Mast, Werschkull (6), Schoss (3). Potsdam: Höler, Grundmann; Budde (4), Siemer (7/3), Reichardt (1), Mahr (4), Paulnsteiner (2), Bulzamini, Savini (2), Günther (4), Bernkop-Schnürch, Hildenbrand, Grüner, Schröder (5), Romei (3). Siebenmeter: 4/4 – 3/5. Strafminuten: 6 – 4. Schiedsrichter: Blümel (Berlin)/Linker (Recklinghausen). Zuschauer: 1127. Foto: Dennis Ewert.

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