Nach dem Auswärtssieg in Dessau-Roßlau (36:28) wollte der TUSEM nun beim Heimspiel gegen den TV Emsdetten nachlegen und den ersten Heimsieg seit Ende Oktober einfahren. Allerdings musste er dabei erneut auf Linksaußen Noah Beyer (krank) verzichten, konnte dafür aber auf Tom Bergner zurückgreifen. Der Kreisläufer war zuletzt durch sein Zweitspielrecht für den Bergischen HC im Einsatz.
Motiviert begannen die Gastgeber, die im Angriff immer wieder Markus Dangers fanden. Der Kreisläufer blieb vor dem Tor cool und verwandelte seine Abschlüsse, zudem standen die Essener auch in der Abwehr sehr ordentlich. Immer wieder zwangen sie ihre Gäste zu Fehlern im Passspiel oder zu ungenauen Abschlüssen. Zudem war TUSEM-Torwart Sebastian Bliß einige Male zur Stelle und konnte die Versuche der Gegner erfolgreich abwehren. In der guten Phase rund um die 20. Minute konnte sich das Team von der Margarethenhöhe in einen kleinen Lauf spielen und die Herausforderung für den TVE immer größer machen.
Es lief zwar noch nicht alles nach Plan im ersten Durchgang, doch die Hausherren hatten immer eine Idee im Angriff und erspielten sich gute Möglichkeiten. Nicht jede endete erfolgreich, dennoch konnten sich die Essener bis zur Pause einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung erspielen (15:10) und damit eine gute Grundlage für die zweite Halbzeit legen.
Zu Beginn dieser waren es in erster Linie die Gäste, die treffen konnten. Über Yannick Terhaer auf Rechtsaußen oder über Frederic Stüber am Kreis kämpften sie sich heran und verkürzten in der 39. Minute sogar auf einen Treffer (16:15). Nun ging es in eine entscheidende Phase, in der es für den TUSEM darum ging, die Führung nicht aus der Hand zu geben. Die Abwehr stabilisierte sich und hatte mit Bliß einen starken Rückhalt, der in dieser Phase gleich mehrfach zur Stelle war und Gegentore verhinderte.
Aber auch die Abwehr selbst fing einige Bälle ab und startete immer wieder schnelle Gegenstöße. Hin und wieder hatten die Gastgeber Pech und zielten zu ungenau, sonst hätte die Führung recht schnell sehr deutlich werden können. Aber TVE-Torwart Oliver Krechel verhinderte eben diese Tore zunächst. Doch der TUSEM hielt den Druck hoch und bot den Gästen einen harten Kampf. Letztendlich gelang es tatsächlich den Vorsprung weiter auszubauen, weil unter anderem Lukas Becher und Dimitri Ignatow die Angriffe vollendeten.
In der Schlussphase verteidigten die Essener souverän und ließen nicht mehr viel anbrennen. Damit war der erste Heimsieg seit Ende Oktober in trockenen Tüchern, weshalb Mannschaft und Fans in der Arena „Am Hallo“ gemeinsam feierten konnten. „Für uns ist es super wichtig, dass wir zwei Spiele am Stück gewonnen haben. Es war schlecht, dass wir so viele Heimspiele verloren haben, das müssen wir erstmal auswärts wieder aufholen. Wir hatten zwischendurch das Momentum auf unserer Seite. Wir haben es dann geschafft, uns entscheidend abzusetzen und Emsdetten nicht mehr herankommen lassen. Für uns ist in dieser Saison noch alles drin. Die letzten Wochen haben gezeigt, wie verrückt und ausgeglichen diese Liga ist“, sagte TUSEM-Torwart Sebastian Bliß nach dem Sieg.
Auch Trainer Jamal Naji gab sich zufrieden: „Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war das erwartet harte Stück Arbeit und wir mussten viel kämpfen. Aber als Emsdetten auf ein Tor herangekommen sind, sind wir cool geblieben und hatten einen klaren Kopf. Das war unglaublich wichtig für den Fortlauf des Spiels. Sonst wäre es schwer geworden. Ich ärgere mich trotzdem darüber, dass wir wieder einige Chancen haben liegenlassen. Aber gut, wir haben sehr gut verteidigt und das Ding ganz verdient gewonnen.“
Für den TUSEM geht es am kommenden Freitag (10. Dezember) mit einem Auswärtsspiel weiter, dann steht das Derby beim TSV Bayer Dormagen an. Anwurf im Bayer Sportcenter ist um 19.30 Uhr.
TUSEM Essen – TV Emsdetten 28:24 (15:10) TUSEM: Bliß, Diedrich; Ellwanger, Glatthard (1), Rozman (2), Dangers (4), Homscheid, Becher (7), Ignatow (3), Szczesny (3), Bergner, Müller (3), Firnhaber, Seidel, Morante (3), Klingler (2/1). Emsdetten: Paske, Krechel; Terhaer (8/2), Dimietrievski (1), Schwabe (1), Kolk (1), Schliedermann, Thomas, Holzner (2), Jansen (3), Stüber (5), Mihaljevic, Runarsson (1), Nowatzki (3). Siebenmeter: 1/3 – 2/2. Strafminuten: 4 – 10. Schiedsrichter: J.Lier (Korntal)/M.Lier (St. Gallen). Zuschauer: 1002.
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