Das Saisonende ist nicht mehr allzu weit entfernt, doch für den TUSEM stehen noch einige harte Prüfungen an – so wie das Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten TV Emsdetten. Den Gästen war klar, dass dieses Duell alles andere als einfach werden würde. Doch nach der ärgerlichen Niederlage gegen den Dessau-Roßlauer HV wollten sie es diesmal wieder besser machen.
Der Start verlief für das Team von der Margarethenhöhe allerdings etwas holprig, im Angriff blieben einige Chancen aus und auf der anderen Seite zeigte sich der TVE recht treffsicher. So stand es schon nach acht Minuten 5:1 für die Gastgeber, weil der gefährliche Dirk Holzner nur schwer zu stoppen war. Aber der TUSEM kämpfte sich in die Partie und auch Torhüter Sebastian Bliß verzeichnete nun erste Paraden. Viele Zweikämpfe und lange Angriffe sorgten dafür, dass sich ein intensives Duell entwickelte. Emsdetten spielte nicht ganz fehlerfrei und das nutzten die Essener, um den Rückstand weiter zu verkürzen. Noah Beyer zeigte sich unter anderem per Siebenmeter recht treffsicher und erzielte auf diesem Wege auch den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 10:10 (25.). Dennis Szczesny war es dann, der noch vor der Halbzeitpause für die Führung sorgte und dank einer weiteren Parade von Bliß ging es dann auch mit einem knappen Vorsprung für den TUSEM in die Kabine.
Die zweite Hälfte sollte nicht weniger spannend und umkämpft werden. Emsdetten brauchte zwingend die zwei Punkte, um sich im Kampf um den Klassenerhalt etwas Luft zu verschaffen und gab sich dementsprechend zu keinem Zeitpunkt der Partie auf. Jede kleine Lücke in der Essener Deckung bestraften die Hausherren sofort und blieben dadurch dran. Immer wieder wechselte die Führung und keiner konnte sich entscheidend absetzen. Beide Mannschaften erlaubten sich einige Fehler, bewiesen aber Kampfgeist.
In der spannenden Schlussphase war klar, dass jeder Fehler am Ende schmerzhaft werden könnte. Tatsächlich hatte es der TUSEM schwer einen Weg in Richtung Emsdettener Tor zu finden, weil die Abwehr rund um Jakob Schwabe gut arbeitete. Aber dann gab es doch immer wieder eine Möglichkeit zum Abschluss zu kommen, die zum Beispiel Justin Müller zu nutzen wusste. Und auch die schnellen Gegenstöße nach ungenauen Zuspielen des TVE brachten den Essenern wichtige Treffer.
Nachdem Noah Beyer den Treffer zum 30:29 erzielt hatte, bekamen die Hausherren noch einmal die Chance zumindest zum Ausgleich zu kommen. Doch erneut war es ein Abspielfehler, der in den Händen des TUSEM landete und damit die letzte Möglichkeit auf etwas Zählbares zunichtemachte. Somit blieb es beim 30:29 für die „Ruhrpottschmiede“, die damit den Anschluss zu den Spitzenplätzen hält. Währenddessen wird die Lage für Emsdetten im Abstiegskampf nicht einfacher.
„Es war ein unglaubliches intensives Spiel mit einem Publikum, das wahnsinnig laut mitgefiebert hat. Das war sehr schwer zu bespielen. Wir haben heute einfach eine großartige Mentalität bewiesen und da will ich von keinem mehr hören, dass wir nicht mehr alles investieren. Wir sind in der Schlussphase trotz eines 0:3-Laufes noch einmal herangekommen und das, obwohl wir eine sehr kleine Rotation im Innenblock hatten. Dennis Szczesny und Malte Seidel mussten 55 Minuten lang in der Abwehr rödeln und da mussten wir wieder viel frickeln. Aber wir haben uns belohnt und der Sieg fühlt sich richtig gut an“, freute TUSEM-Trainer Jamal Naji nach dem Auswärtssieg.
TV Emsdetten – TUSEM Essen 29:30 (13:14) Emsdetten: Paske, Holtz; Ostenberg, Terhaer (1), Dimietrievski (3), Schwabe (2), Schramm (4), Kolk, Schliedermann (4), Thomas (1), Holzner (12/4), Buinenko, Stüber (1), Mihaljevic, Runarsson, Nowatzki (1). TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (14/9), Ellwanger (1), Glatthard, Rozman (2), Dangers (2), Becher, Ignatow (1), Szczesny (3), Müller (3), Firnhaber (2), Seidel, Morante (2), Klingler. Siebenmeter: 4/4 – 9/10. Strafminuten: 6 – 4. Schiedsrichter: Arndt (Gommern)/Westphal (Berlin). Zuschauer: 1246.
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