Saisonauftakt im DHB-Pokal: TuSEM empfängt Erstliga-Absteiger Leipzig

Saisonauftakt im DHB-Pokal: TuSEM empfängt Erstliga-Absteiger Leipzig
Vorbericht 20.08.2026
Es geht wieder los: Die Saison 2026/2027 steht in den Startlöchern. Für den TuSEM Essen wartet zu Beginn eine anspruchsvolle Aufgabe im DHB-Pokal, am Freitagabend (21. August) ist der Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig in der Arena „Am Hallo“ zu Gast. Anwurf ist um 19 Uhr.

Die Sommerpause ist passé, die Vorbereitung absolviert – nun wird es für die Zweitliga-Handballer des TuSEM Essen wieder ernst. 74 Tage nach dem letzten Saisonspiel 2025/2026 beim TuS Ferndorf (35:33) steht der Mannschaft von Cheftrainer Kenji Hövels der Pflichtspielauftakt bevor. Personell hat sich innerhalb des Teams einiges getan: Mit Dominik Plaue, Jan Reimer, Valentin Clarius, Luis Buschhaus und Alexander Becker haben fünf Spieler den Verein verlassen. Auf der Zugangsseite stehen mit Danilo Zunic (Rechtsaußen) und Luis Igel (Rückraum) zwei Eigengewächse, was einmal mehr verdeutlicht, über welche Qualität der vereinseigene Nachwuchs mittlerweile verfügt. Außerdem wechselten mit Lukas Diedrich (Torwart/Bergischer HC) und Nicolas Schley (Kreisläufer/VfL Potsdam) zwei gestandene Profis nach Essen, für Diedrich ist es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

Gut fünf Wochen lang absolvierte der TuSEM seine Sommervorbereitung, welche durch ein Trainingslager in Großwallstadt sowie zahlreiche Testspiele abgerundet wurde. Kenji Hövels, der Anfang Juli seinen 33. Geburtstag feierte, zeigt sich zufrieden mit den gewonnenen Erkenntnissen und sieht seine Mannschaft gewappnet für den Saisonstart: „Wir konnten auf den letzten sechs Monaten aufbauen und haben uns in vielen Bereichen verbessert. Ich denke, dass eine Vorbereitung dazu da ist, sich körperlich und inhaltlich eine bestmögliche Grundlage für die Saison zu bauen, das haben wir auf jeden Fall gemacht. Es wird sicherlich ein paar Pflichtspiele dauern, bis wir wirklich auf unserem Peak sind, aber das ist bei anderen Mannschaften zu Saisonbeginn nicht anders.“

„Leipzig spielt in einer Liga für sich“ – Hövels sieht Favoritenrolle im Pokal klar verteilt

Bevor die Liga wieder startet, steht zunächst die Erstrundenpartie im DHB-Pokal auf dem Programm. Seit dieser Spielzeit gelten seitens der Handball-Bundesliga neue Regularien, was die Teilnahmebedingungen angeht. So starten in Runde eins insgesamt 42 Mannschaften, darunter alle 18 Zweitligisten der Saison 2025/2026 sowie die zehn letztplatzierten Erstligisten der vergangenen Spielzeit. Um den Vereinen der ersten Runde möglichst kurze Anreisewege zu ermöglichen, wurden die 42 Mannschaft in regionale Töpfe eingeteilt. Bereits vor der Auslosung stand fest, dass der TuSEM ein Heimspiel haben würde. Die möglichen Gegner lauteten Leipzig, Potsdam, Hagen, Nordhorn, Lübeck, Lübbecke, Dessau-Roßlau, Hamburg, Hannover, Eisenach oder Minden. Die Auslosung am 24. Juni ergab schließlich, dass der TuSEM auf den Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig trifft. Der Traditionsverein aus Sachsen, der 1966 den Europapokal der Landesmeister und insgesamt sechsmal die DDR-Meisterschaft gewann, spielt zum ersten Mal seit 2015 wieder in der 2. Liga. Die letztjährige Bundesligasaison schloss Leipzig als Tabellenletzter ab, der Abstieg stand allerdings erst am 33. Spieltag fest (28:30-Niederlage in Lemgo). Das letzte Heimspiel der Saison gewann die Mannschaft von Cheftrainer Frank Carstens zwar mit 26:25 gegen Minden, am Absturz in die Zweitklassigkeit änderte dieser Erfolg jedoch nichts mehr. Der Sieg war für die sportliche Integrität innerhalb der Liga allerdings alles andere als unwichtig, da die HSG Wetzlar durch den Leipziger Sieg den Klassenerhalt feierte und Minden ebenfalls den Gang in Liga zwei antreten musste.

Was die Kaderqualität anbelangt, ist Leipzig innerhalb der 2. Liga wohl schwer zu toppen. Mit Franz Semper haben die Grün-Weißen einen aktuellen deutschen Nationalspieler in ihren Reihen, unter den Neuzugängen befinden sich mit Fritz-Leon Haake (Dessau-Roßlau) oder Finn Schroven (TSV Bayer Dormagen) zwei große Talente, die der zweiten Liga bereits ihren Stempel aufgedrückt haben. Mit Dean Bombač, Tomáš Mrkva oder auch Moritz Preuss verfügen die Leipziger dabei auch über äußerst erfahrene Spieler, die dem Verein trotz Abstieg treu geblieben sind. TUSEM-Trainer Kenji Hövels sieht die Favoritenrolle demnach klar verteilt: „Ich schätze Leipzig sehr stark ein. Sie haben eine beeindruckende Vorbereitung gespielt. Sie werden in ihrer eigenen Liga spielen. Trotzdem werden wir bestmöglich dagegenhalten und versuchen, den Fokus auf unser Spiel zu legen.“ Der TuSEM freut sich über jeden Fan, der sich am Freitagabend in die Halle begibt, um die Jungs lautstark zu unterstützen. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. DYN überträgt die Partie live ab 18:40 und on demand.

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