Nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart, sollten für den TUSEM nun im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Baden-Württemberg die ersten Punkte her. Erfreulich aus Essener Sicht: Alexander Schoss konnte nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder eingesetzt werden und war damit für Trainer Daniel Haase eine weitere Option im rechten Rückraum.
Und die Partie begann aus Essener Sicht sehr gut, vor allem war Torhüter Dominik Plaue sofort zur Stelle und konnte erste Paraden verzeichnen. Zwar stockte im Angriff noch etwas der Motor, aber im Laufe der Anfangsphase lief es dann immer mehr wie geschmiert. Die Gäste erlaubten sich einige leichte Fehler und Ballverluste, die der TUSEM für sich nutzen konnte. So war es zum Beispiel immer wieder Finley Werschkull, der mit schnellen Gegenstößen einfache Tore erzielte.
Schnell konnten sich die Hausherren etwas absetzen, aber der Aufsteiger gab sich natürlich noch nicht geschlagen. Die Tore von Nick Fröhlich und die Paraden von Dave Hörnig kurz vor der Halbzeitpause gaben noch einmal etwas Hoffnung. Bis dahin hatte Trainer Stephan Just aber schon zwei Auszeiten nehmen müssen. So richtig stoppen konnten die Gäste die Essener nicht. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr spielten sich die Hausherren in einen Rausch. Somit war der Halbzeitstand von 18:11 sehr verdient. Torhüter Plaue konnte zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Paraden bejubeln.
Dementsprechend startete der TUSEM mit mächtig Rückenwind in den zweiten Durchgang. Und auch da lief es über weite Strecken wie am Schnürchen. Eine starke Abwehr mit vielen Blocks brachte nicht nur den Gegner zum Verzweifeln, sondern waren der Ausgangspunkt vieler schneller Angriffe. Die Essener ließen nicht viele Chancen liegen und konnten somit auf elf Tore Vorsprung davonziehen (27:16, 43.).
Im Angriff war auch Neuzugang Valentin Willner sehr fleißig, konnte sich am Kreis einige Male stark durchsetzen und entweder selbst treffen oder Siebenmeter herausholen. Zudem wurde es noch einmal besonders laut in der Halle, als Rückkehrer Alex Schoss seine ersten beiden Tore nach der langen Verletzungspause erzielen konnte.
Zu keinem Zeitpunkt hatten die Zuschauer in der Sporthalle „Am Hallo“ das Gefühl, dass diese Partie noch kippen könnte. Und so war es auch: der TUSEM surfte auf der Erfolgswelle weiter und wurde nicht satt. Am Ende war es ein – auch in der Höhe – verdienter 36:20-Sieg, der zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr geriet.
„Die Reha ist super gelaufen, besser als gedacht. Ich bin super fröhlich, aber hätte auch mein Comeback verschoben, so lange wir den ersten Saisonsieg holen. Ein paar Fehlerchen habe ich gemacht, aber ich schiebe es dieses Mal einfach mal darauf, dass ich noch nicht so viel Spielpraxis habe“, sagt Rückkehrer Alex Schoss mit einem Lächeln im Gesicht.
Finley Werschkull war mit sieben Treffern der beste Essener Schütze und ebenfalls zufrieden: „Wir haben uns alle Vollgas reingehauen, haben die letzten beiden Spiele abgehakt und uns konzentriert. Zum Glück hat es geklappt. Wir haben uns viel Frust von der Seele geschossen. Der Start war etwas unglücklich, aber wir sind noch eine junge Truppe und haben uns jetzt ganz gut gefunden. Wir hatten echt eine gute Abwehr, vor allem im Innenblock standen wir gut. Und dann haben wir im Tempospiel gut abgeschlossen.“
Lob gab es auch von Trainer Daniel Haase: „Natürlich war es für uns ganz wichtig das Spiel zu gewinnen. Punkt. Wenn wir das nicht gewinnen, haben wir ein Problem. Teilweise wollten wir vielleicht etwas zu viel, aber jetzt das Haar in der Suppe zu suchen, macht keinen Sinn. Wir haben das erste Mal seit fünf Monaten gewonnen. Auch wenn eine Pause dazwischen war, sind die Erfolgserlebnisse wenig gewesen. Es ist wichtig durch Erfolgserlebnisse gegenseitig Vertrauen zu schaffen. Es war auch wichtig den Fans zu zeigen, dass die Jungs Talent haben.“
Für den TUSEM geht es jetzt mit einem Derby weiter. Am kommenden Samstag (20. September) geht es auswärts gegen den Aufsteiger HSG Krefeld. Anwurf in der Glockenspitzhalle ist um 19.30 Uhr.
TUSEM Essen – HC Oppenweiler/Backnang 36:20 (18:11). TUSEM: Knaack, Plaue; Mart (2/2), Göttler (5), Willner (6), Wolfram (1), Reimer (4/1), Eißing (1), Wolf, Szuharev, Neuhaus (2), Kostuj (2), Hejny (3), Mast, Werschkull (7), Schoss (2). HCOB: Hörnig, Boieck; Gislason (1), Mayer, Buck (1), Fröhlich (7/2), Abt (2), Diebel (1), Schmiedt (2), Forstbauer (3), Klingler (1), Krügele, Rauh (2). Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt. Strafminuten: 2 – 4. Siebenmeter: 3/3 – 1/2. Zuschauer: 1398. Foto: Dennis Ewert.
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