Nach der deutlichen Niederlage gegen den TBV Lemgo Lippe hatten sich die Männer der Ruhrpottschmiede im Heimspiel gegen den HC Erlangen Einiges vorgenommen. Die Anfangsphase des Spiels gehörte aber zunächst den Gästen und der TUSEM geriet nach fünf gespielten Minuten bereits mit 1:4 in Rückstand. TUSEM-Coach Jamal Naji sah sich zur Auszeit gezwungen und rüttelte seine Mannschaft noch einmal wach.
Nach dem Timeout kamen die Essener vor allem defensiv besser zurecht und arbeiteten sich in die Partie. Der HC Erlangen konnte den Drei-Tore-Vorsprung allerdings besonders durch die starke Abwehrarbeit weiterhin halten. Zu selten landeten die Abschlüsse des TUSEM aus dem Rückraum im Tor der Gäste. Kurz vor der Pause wurde es dann aber nochmal eng. Noah Beyer konnte mit einem frechen Heber von der Siebenmeterlinie zum 11:13 verkürzen und kurz darauf lag sogar der Anschluss in der Luft. In die Pause ging es dann allerdings mit einem 11:14 aus Essener Sicht.
Im zweiten Durchgang kam die Mannschaft von Trainer Jamal Naji gut zurück und war mit den Gästen lange Zeit auf Augenhöhe. Besonders die Paraden von Sebastian Bliß und zwei gehaltene Siebenmeter von Lukas Diedrich sorgten für Hoffnung beim Aufsteiger. Außerdem hielt Noah Beyer seine Mannschaft mit insgesamt elf Treffern immer wieder im Spiel.
Trotz einiger guter Offensivaktionen blieb die Chancenverwertung aber zu schwach, um den Erlangern noch einmal gefährlich zu werden. Auch die starke Leistung von Klemen Ferlin im Tor des HCE verhinderte die Aufholjagd. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff traf Sebastian Firnhaber für die Gäste zum 24:18 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Am Ende stand eine deutliche 20:26-Niederlage auf der Anzeigetafel in der Sporthalle "Am Hallo".
TUSEM-Trainer Jamal Naji sah in der Kurzanalyse nach dem Spiel gute Ansätze bei seinem Team, kritisierte aber die Offensivarbeit: „Wir haben gut verteidigt und eine gute Mischung in der 6:0-Abwehr gefunden. Wir wollten die Kombination mit dem Kreisläufer verhindern und das haben wir gut gemacht. Defensiv bin ich mit der Leistung zufrieden. Vorne haben wir allerdings insgesamt 22 Bälle verworfen und da waren teilweise klare Situationen dabei. Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wäre Erlangen vielleicht nochmal ins schwimmen gekommen. So hat uns die Chancenverwertung zu viel gekostet."
Top-Torschütze Noah Beyer ordnete die Niederlage im Interview ebenfalls klar ein: „Ich denke die Niederlage ist insgesamt nicht so schlimm. Wir sind eine junge Truppe und reifen mit jedem Spiel. Wir verwerfen zu viel und bekommen zu viele. Wenn wir das abstellen, dann kann das hier auch enger ausgehen."
Für die Männer der Ruhrpottschmiede geht es am Donnerstag den 12. November gegen den SC DHfK Leipzig weiter. Das Spiel in Leipzig wird dann um 19:00 Uhr angepfiffen
TUSEM Essen - HC Erlangen 20:26 (11:14) Essen: Bliß, Diedrich; Beyer (11/7), Szczesny (2), Ignatow (2), Zechel (2), Müller (1), Klingler (1), Rozman (1), Firnhaber, Durmaz, Becher, Seidel, Morante Maldonado. Erlangen: Ziemer, Ferlin; Jeppson (7), Firnhaber (4), Ivic (4/2), Bissel (2), von Gruchalla (2), Metzner (2), Olsson (1), Büdel (1), Kellner (1), Jäger (1), Sellin (1), Link, Mosindi, Schäffer. Siebenmeter: 7/7 - 3/6. Strafminuten: 3 - 2. Schiedsrichter: Otto, Piper. Zuschauer: 0
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