TUSEM atmet durch: Gegen Emsdetten gelingt erster Saisonsieg

TUSEM atmet durch: Gegen Emsdetten gelingt erster Saisonsieg
Spielbericht 20.10.2026
Der TUSEM Essen hat den ersten Saisonsieg in der 2. Handball-Bundesliga eingefahren. Am 8. Spieltag gelang ein 32:25 (14:10)-Heimsieg gegen den TV Emsdetten, doch die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels bleibt zunächst auf dem 18. Tabellenplatz.

Zum Jubiläumsspiel kamen über 2100 Fans in die Sporthalle „Am Hallo“. Nicht nur, um sich das Sondertrikot zum 100. Geburtstag des Traditionsklubs von der Margarethenhöhe zu kaufen, sondern auch, um alles für den ersten Sieg der Saison zu geben. Nicht mit dabei waren allerdings die beiden Rückraumspieler Alexander Schoss (verletzt) und Felix Göttler (krank).

Die ersten Minuten gehörten den Gästen, die sich sehr treffsicher zeigten und zunächst keine Chancen ausließen. So konnten sie sich schnell eine Führung erspielen (1:4, 5.). Der TUSEM hatte noch ein paar Wackler im Spiel und scheiterte in der Anfangsphase auch an Torwart Oliver Krechel. Noch einen weiteren Gegentreffer durch Kreisläufer Marcel Timm mussten die Essener fressen, doch von nun an drehte sich das Spiel.

Der TUSEM schaffte es mit seiner Abwehrarbeit und den ersten Paraden von Torhüter Lukas Diedrich, dass die Offensivwelle der Gäste abflachte. Das brachte den TVE sichtlich aus dem Tritt, zumal die Gastgeber nun selbst im Angriff immer besser wurden. Starke Bewegungen von Valentin Willner am Kreis und präzise Abschlüsse von Linksaußen Finley Werschkull sorgten dafür, dass der TUSEM plötzlich in Führung lag (6:5, 14.). Mit den eigenen Fans im Rücken lief es nun richtig gut. Kapitän Max Neuhaus ging offensiv dahin, wo es wehtut und die Defensive feierte sich für jede gelungene Aktion. So blieben die Essener in Führung und konnten diese sogar ausbauen. Zur Pause stand es 14:10.

Nach dem Seitenwechsel hieß es für die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels: weitermachen. Und das klappte. Der TUSEM zog durch, stellte rund um Tom Wolf und Nicholas Schley eine starke Abwehr und gewann immer wieder den Ball. Dann ging es entweder schnell über Werschkull oder mit etwas mehr Geduld über Nils Homscheid oder mit der Wucht von Max Hejny in Richtung Emsdettener Tor.

Emsdetten gab sich nicht auf, versuchte zurückzukommen. Der lang gewachsene André Meuser war mit seinen Abschlüssen aus der Distanz durchaus erfolgreich, aber das sollte nicht reichen, um dem TUSEM noch einmal gefährlich werden zu können. Mit viel Kampf, zwölf Paraden von Diedrich und einer guten Abschlussquote von insgesamt 74 Prozent schafften es die Essener ihre Führung nicht nur über die Zeit zu bringen, sondern sogar noch auszubauen. Somit ging der 7-Tore-Vorsprung am Ende auch völlig in Ordnung. Der erste Ligasieg ist eingefahren und wurde mit einer gemeinsamen „Humba“ zwischen Fans und Spielern gefeiert.

„Es hat voll Bock gemacht. Die Halle war voll da und endlich ist der Knoten geplatzt. Ich bin jetzt ein bisschen leer, aber es war einfach eine große Erleichterung. Wir waren von Anfang an richtig da, auch emotional, und hatten eine gute Aggressivität in der Abwehr. Dann haben wir uns in einen Flow gespielt. Der Sieg hilft uns auf jeden Fall“, freute sich Essens Tom Wolf.

Sein Trainer Kenji Hövels war ebenfalls glücklich: „Die Erleichterung ist sehr groß für uns alle. Es war eine gute Leistung von uns und wir haben verdient gewonnen. Taktisch sind wir es sehr defensiv angegangen, weil wir über eine starke Abwehr kommen wollten. Auch, um dem Angriff die Sicherheit zu geben, dass wir uns auch mal einen Fehler erlauben können. Das war dieses Mal ganz viel wert. Das müssen wir in die nächsten Wochen mitnehmen.“

Für den TUSEM geht es nun mit einem Auswärtsspiel weiter. Am kommenden Samstag (24. Oktober) wartet der TV Hüttenberg, Anwurf im Sportzentrum ist um 19.30 Uhr.

TUSEM Essen – TV Emsdetten 32:25 (14:10). TUSEM: Knaack, Diedrich; Mart (3/3), Willner (4), Zunic, Faljic (1), Igel, Homscheid (5), Eißing (2), Schley (1), Wolf, Neuhaus (6), Kostuj (1), Hejny (3), Mast, Werschkull (6). Emsdetten: Bolte, Krechel; Meuser (4), Heitkamp, Terhaer (4/3), Budelmann, Träger (2), Beekmann (1), Gorpishin, Dörtelmann, Hasenkamp (1), Jansen (2), Tobeler (1), Zintel (4), Timm (4), Kluwe (2). Schiedsrichter: Förster (Bergeneustadt)/Mayer (Pfullingen). Siebenmeter: 2/3 – 3/5. Strafminuten: 4 – 2. Zuschauer: 2132. Foto: Dennis Ewert.

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