TUSEM mit klarer Niederlage in Göppingen

13.05.2021 | Spielbericht
TUSEM mit klarer Niederlage in Göppingen
Der TUSEM Essen hat sein Auswärtsspiel in der Liqui Moly Handball-Bundesliga klar verloren. Bei Frisch Auf Göppingen unterlag die Mannschaft von Traner Jamal Naji verdientermaßen mit 27:35 (13:17).

Nach den zuletzt unglücklichen Niederlagen gegen den Bergischen HC und DHfK Leipzig wollte der TUSEM nun in Göppingen wieder für eine gute Leistung belohnt werden. Dementsprechend starteten die Gäste aus dem Ruhrgebiet motiviert und teilweise spektakulär in die Begegnung. Ein Kempa-Tor von Justin Müller oder ein Heber von Dimitri Ignatow waren nur zwei von mehreren Höhepunkten in der Anfangsphase, in der sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten. Denn auch die Hausherren waren sofort im Spiel, waren vor allem durch Sebastian Heymann oder Marcel Schiller immer wieder gefährlich.

Allerdings ließ nach der schwungvollen ersten Viertelstunde der Druck der Essener nach. Plötzlich schlichen sich wieder Fehler in das Passspiel ein und auch die Abschlüsse waren nicht mehr genau genug. Teilweise war auch Pech dabei, als die Bälle an Latte oder Pfosten prallten. Jeder dieser Fehler wurde sofort bestraft, der Favorit aus Baden-Württemberg ließ sich diese Möglichkeiten nicht entgehen. Meist war es Schiller nach schnellen Gegenstößen, der dafür sorgte, dass Frisch Auf schnell mit vier Toren Vorsprung in Führung lag.

Phasenweise stand die Abwehr des TUSEM ganz ordentlich und zwang Göppingen dazu Ideen zu finden, doch letztendlich konnte sie nicht vollends standhalten. Und im Angriff war der Traditionsklub von der Margarethenhöhe teilweise nicht clever und geduldig genug, weshalb der 13:17-Rückstand zur Pause in Ordnung ging.

Nach dem Seitenwechsel wollte der TUSEM zwar noch einmal herankommen, doch dieses Vorhaben blieb erfolglos. Die Essener Torhüter bekamen kaum einen Ball an die Hand, während auf der anderen Seite immer wieder Daniel Rebmann zur Stelle war und insgesamt zehn Paraden verzeichnen konnte. Das trieb die Gäste teilweise zur Verzweiflung, zwischenzeitlich schienen sie auch etwas Frust zu schieben.

Göppingen spielte wie aus einem Guss, während sich der TUSEM jeden Treffer hart erkämpfen musste. Der Vorsprung des Favoriten wuchs immer weiter an, weshalb keine Spannung mehr aufkam. Dennoch machte eine kräftige letzte Auszeit von Trainer Jamal Naji klar, dass sich seine Jungs in der Schlussphase noch einmal auf das Wesentliche konzentrieren sollen, um das Ergebnis in Grenzen zu halten. Immerhin konnte sein Team noch etwas aufholen, war letztendlich dennoch verdient unterlegen.

„Es waren ein paar Minuten in der ersten Halbzeit, die uns diese Halbzeit kaputt gemacht haben. Wir hatten leider ein sehr schwaches Überzahlspiel und in der zweiten Hälfte sind wir dann von einem Konter in den nächsten gelaufen. Leider ging das Torhüter-Duell auch klar an Göppingen. Die Jungs haben die Angriffe lange immer sehr gut verteidigt, aber am Ende doch noch das Gegentor kassiert. Es ist nur menschlich, dass man sich darüber sehr ärgert. Trotzdem darf uns das nicht passieren, dass wir dann resignieren. Dieses Gefühl hatte ich in der zweiten Halbzeit, deswegen wollte ich die Jungs nochmal wachrütteln. Aber das Ergebnis war dann auch verdient“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach der Niederlage.

Die Essener haben nun ein paar Tage Pause, ehe sie am 20. Mai in der Arena „Am Hallo“ auf den TBV Lemgo Lippe treffen. Anwurf ist dann um 19 Uhr.

Frisch Auf Göppingen – TUSEM Essen 35:27 (17:13) Göppingen: Rebmann, Kastelic; Neudeck, Theilinger, Kneule (2), Heymann (2), Bagersted, Ellebaek (1), Jonsson (2), Schiller (13/5), Rentschler, Goller (1), Bozic-Pavletic (4), Hermann (2), Zelenovic (4), Kozina (4). TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (6/4), Rozman (2), Durmaz (1), Homscheid (1), Becher (2), Ignatow (5), Szczesny (1), Müller (3), Firnhaber (3), Seidel, Morante, Klingler (2), Kluth, Zechel (2). Siebenmeter: 5/5 – 5/6. Strafminuten: 6 – 8. Schiedsrichterinnen: Kuttler (Meckenbeuren)/Merz (Oberteuringen).

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