TUSEM im Derby klar unterlegen

17.11.2021 | Spielbericht
TUSEM im Derby klar unterlegen
Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga eine weitere Heimniederlage kassiert. Gegen Mitabsteiger HSG Nordhorn-Lingen unterlag die Mannschaft von Trainer Jamal Naji mit 24:33 (10:15) und steht damit aktuell auf dem sechsten Tabellenrang.

Nach der knappen Niederlage gegen den VfL Eintracht Hagen, gab es nun in einem weiteren Derby die Möglichkeit für den TUSEM dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken. Doch die Aufgabe gegen den direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf war sicherlich nicht einfacher. Die HSG kam mit dem Selbstbewusstsein von drei Siegen in Serie nach Essen und wollte daran natürlich anknüpfen. Das sah man ihr auch an, denn sie stellte eine recht stabile Abwehr auf die Platte und war im Angriff sehr zielstrebig.

Die Essener hatten Schwierigkeiten zu Toren zu kommen und vergaben einige gute Möglichkeiten. Jedes Tor war recht aufwendig erarbeitet, während die Gäste an diesem Abend etwas eingespielter schienen und im Angriff zu einfachen Treffern kamen. Das führte dazu, dass TUSEM-Trainer Jamal Naji schon im ersten Durchgang zwei recht frühe Auszeiten nehmen musste, um den Rückstand nicht größer werden zu lassen. Denn die HSG war unter anderem durch Markus Stegefelt bereits sieben Tore vorn (5:12, 22.).

Die Hausherren fanden nicht so recht ins Spiel, hatten keinen echten Zugriff auf ihre Gegner und auch auf der Torhüter-Position gelang nicht viel. Ein Lichtblick war allerdings die Rückkehr von Tim Rozman, der nach seiner Einwechslung einige gute Akzente im Angriff setzen konnte, eine gute Körpersprache zeigte und immerhin noch ein paar Tore beisteuerte. Doch mehr als das 10:15 zur Pause war nicht drin.

Der Großteil der 1423 Fans in der Arena „Am Hallo“ hofften darauf, dass es in der zweiten Halbzeit deutlich besser laufen würde. Doch so einfach ging es nicht. Georg Pöhle hatte auf Seiten der Gäste zu viele Freiheiten und durfte aus dem Rückraum teils ungehindert zum Abschluss kommen. Der Ex-Essener sorgte dafür, dass der Vorsprung seiner Mannschaft nicht kleiner wurde und der TUSEM keine Aufholjagd starten konnte. Zumal die Torhüter der HSG recht gut eingestellt waren und einige gute Chancen vernichteten.

Die Gastgeber waren dazu gezwungen recht flache Angriffe zu spielen und fanden nicht allzu oft den Weg in die Tiefe. Nordhorn verteidigte geschickt und durchaus robust. Das versuchte das Team von der Margarethenhöhe auch, allerdings nicht immer sehr glücklich. So musste Markus Dangers nach einem Griff in den Wurfarm mit der Roten Karte vom Feld, weshalb ein weiterer Spieler am Kreis fehlte. Zumal Tom Bergner durch seinen Einsatz beim Bergischen HC den Essenern bereits nicht zur Verfügung stand. Aber auch auf der anderen Seite gab es eine Rote Karte: Luca de Boer hatte nach seiner dritten Zeitstrafe einen verfrühten Feierabend.

Die große Spannung blieb an diesem Abend aus, weil sich der TUSEM zu viele Fehlwürfe und ungenaue Pässe leistete, zudem die Torhüter kaum einen Ball parieren konnten. Nordhorn-Lingen wirkte abgezockter und in einigen Situationen cleverer, hatte zudem einige starke Einzelspieler, die für die Essener dieses Mal nicht zu stoppen waren. Daher ging das deutliche Endergebnis von 24:33 auch in Ordnung und die HSG scheint sich zu einer Art Angstgegner zu entwickeln.

„Wir können nicht mit unserer Torhüterleistung zufrieden sein. Mit vier Paraden kannst du kein Spiel gewinnen, das ist so. Jetzt müssen wir in der Nachbereitung schauen, inwiefern die Unterstützung der Abwehr gefehlt hat. Nordhorn hat viele Fernwürfe getroffen und am Ende des Tages hatten wir wieder immerhin 16 Fehlwürfe. Wir müssen schauen, warum wir uns so schwertun. Das haben wir jetzt aufzuarbeiten und dann wird es irgendwann von alleine kommen. Wir brauchen nur die Erfolgserlebnisse wieder. Dieses Mal war uns Nordhorn letztendlich in allen Belangen überlegen, alles in allem war es ein verdienter Sieg für sie“, sagte TUSEM-Trainer Jamal Naji nach der Niederlage.

TUSEM Essen – HSG Nordhorn-Lingen 24:33 (10:15) TUSEM: Bliß, Diedrich; Beyer (4/3), Glatthard, Rozman (7), Dangers (2), Homscheid, Becher (1), Ignatow (2), Szczesny (1), Müller (3), Firnhaber (2), Seidel, Morante (1), Klingler (1/1). Nordhorn: Ravensbergen, Maier; Torbrügge (3), Weber (7/3), Mickal (3), Miedema, Stegefelt (4), Fontaine, Terwolbeck (4), de Boer (1), Visser, Seidel (2), Possehl (2), Wasielewski, Pöhle (7), Kalafut. Siebenmeter: 3/3 – 3/3. Strafminuten: 6 (Disq. Dangers 45.) – 8 (Disq. De Boer 53.). Schiedsrichter: Köppl (Düsseldorf)/Regner (Nieder-Olm). Zuschauer: 1423.

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