Turbulente Tage liegen hinter den Essenern. Nach der Freistellung von Daniel Haase zu Beginn der Woche, hatte Nachfolger Hövels nur wenige Tage Zeit seine neue Mannschaft kennenzulernen und auf das Duell gegen die Ostwestfalen vorzubereiten. Offenbar fand der 32-Jährige aber die richtigen Worte, denn sein Team zeigte von Anfang an eine starke kämpferische Leistung und auch spielerisch lief vieles in die richtige Richtung. Unter anderem durfte Felix Mart starten – und machte seine Sache in der Spielmacher-Position sehr gut. Immer wieder fand er seine gut postierten Mitspieler, wie zum Beispiel Valentin Willner oder Finn Wolfram am Kreis. Aber Mart war auch selbst erfolgreich mit einigen Treffern – aus dem Spiel heraus oder vom Siebenmeterstrich.
Zudem stellte der TUSEM eine recht kompakte Abwehr auf die Platte, die es dem Gegner durchaus schwer machte. Dominik Plaue erwischte ebenfalls einen guten Tag und konnte einige Abschlüsse der Gäste parieren. Jede gelungene Defensivaktion wurde von den Fans gefeiert, was der Mannschaft sichtlich Selbstvertrauen gab. Einige Ballgewinne in der Abwehr führten zu schnellen Toren von Felix Eißing oder Tim Mast. So erspielten sich die Gastgeber eine verdiente 17:14-Führung zur Halbzeit. Lediglich die Paraden von Leon Grabenstein verhinderten einen noch deutlicheren Zwischenstand. Die Führung machte jedenfalls Hoffnung für den zweiten Durchgang.
Auch hier startete der TUSEM mit viel Energie und Kampfgeist. Lübbecke tat sich weiterhin schwer, vor allem im Angriff. Plaues Paraden und einige weitere schnelle Gegenstöße sorgten dafür, dass der Vorsprung der Hausherren sogar auf sieben Treffer anwuchs. So stand es in der 43. Minute 23:16. Es schien so, als würde der TUSEM seinem dritten Saisonsieg immer näherkommen.
Allerdings verließen ihn mehr und mehr die Kräfte. Lübbecke stelle defensiv auf eine 5:1-Deckung um – und war damit erfolgreich. Im Angriff machten die Essener wieder einige Fehler und die eigene Abwehr bröckelte auch an der einen oder anderen Stelle. Die starken Abschlüsse von Sebastian Wesseling waren nicht mehr zu verhindern und auch Max Santos hatte gelegentlich zu viel Platz. So kam es, wie es kommen musste: erst trafen die Gäste zum Ausgleich, ehe Kasper Furu sogar die zwischenzeitliche Führung (30:31, 57.) erzielte. Nun stand die Partie auf des Messers Schneide und jede Kleinigkeit würde sie entscheiden.
Der TUSEM kämpfte weiter und behielt vor dem Tor die Nerven. Finley Werschkull machte wichtige Tore und sorgte dafür, dass seine Mannschaft nicht komplett leer ausgeht. Immerhin stand am Ende einer hochspannenden und dramatischen Schlussphase ein Punkt auf der Habenseite.
„Wir haben eine Sache verändert: das Tempospiel. Wir machen es 45 Minuten überragend, erzielen leichte Tore. Das war unser Hauptfokus. Aber in der zweiten Halbzeit hat uns die 5:1-Deckung des Gegners das Genick gebrochen, denn dafür war in der Vorbereitung ehrlicherweise kaum Zeit für uns. Wir hatten sehr viel Energie und die Jungs haben gezeigt, dass sie ein Zeichen setzen wollten. Die haben alle Bock und wissen selbst, dass es bis jetzt nicht nach ihren Vorstellungen gelaufen ist. Ich glaube schon, dass sich die Mannschaft auch selbst Vorwürfe gemacht hat und enttäuscht war. Aber wir haben inhaltlich einen guten Schritt gemacht und damit können die Jungs auch zufrieden sein. Das Ergebnis wird mich noch ein bisschen ärgern, aber am Sonntag werde ich das Spiel analysieren und mit den Jungs am Montag angucken und abhaken“, sagte Kenji Hövels nach seinem ersten Spiel als TUSEM-Trainer.
Torhüter Dominik Plaue ergänzt: „Wenn man den Spielverlauf sieht, ist es natürlich ärgerlich. Es war eine super intensive Woche, die Köpfe waren voll. Aber ich bin richtig stolz auf die Mannschaft wie sie es gemacht hat. Wir wissen, dass wir in der zweiten Halbzeit Fehler gemacht haben und ich hätte auch ein, zwei Bälle noch halten müssen. Aber wir nehmen einen Punkt mit und die Saison ist noch lang. Wenn wir auf den Punkt aufbauen, können wir noch sechs richtig geile Monate haben.“
Der TUSEM ist nun auswärts gefragt, der nächste Gegner heißt am 20. Dezember HSG Nordhorn-Lingen. Anwurf in der Emsland-Arena ist um 18 Uhr.
TUSEM Essen – TuS N-Lübbecke 33:33 (17:14). TUSEM: Knaack, Plaue; Becker, Mart (6/2), Göttler (5), Willner, Wolfram (4), Reimer (2), Eißing (7), Buschhaus, Wolf, Clarius, Neuhaus, Kostuj, Mast (3), Werschkull (6). Lübbecke: F.Genz, Grabenstein; J.Genz (2), Santos (6), Heiny, Hörr, Furu (6), Schulze (1), Lundahl (1), Dräger (2), Blaauw, Wesseling (6), Pabast, Blazicko (2), Wieling (7/1). Schiedsrichter: Engeln (Burscheid)/Schmitz (Leverkusen). Siebenmeter: 2/3 – 1/1. Strafminuten: 14 – 10. Zuschauer: 2266. Foto: Dennis Ewert
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