22 Spieltage sind in der zweiten Handball-Bundesliga bereits absolviert. Vor der Saison hätten die Verantwortlichen des TUSEM die jetzige Punkteausbeute von 20:24-Punkten sicherlich unterschrieben. Paradox ist allerdings der dazugehörige Tabellenplatz: Momentan liegen die Essener mit ihrer jungen Mannschaft auf Rang 14, drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Die Teams liegen in dieser Saison so dermaßen eng beieinander, dass sich jeden Spieltag neue Konstellationen ergeben. So gesehen am letzten Spieltag: Hagen gewinnt in Dresden, während Dessau-Roßlau und Großwallstadt überraschende Heimsiege gegen Balingen bzw. Nordhorn-Lingen einfuhren. Umso wichtiger war der Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten aus Dormagen, den der TUSEM vor der Länderspielpause holte. Der 34:27-Erfolg war ein weiterer Beleg dafür, wie wohl sich die Essener in eigener Halle fühlen. Die 34 geworfenen Tore waren darüber hinaus beinahe ein neuer Saisonbestwert, nur beim 36:33-Sieg gegen Dresden war der TUSEM noch treffsicherer. Bis auf Felix Göttler, der mit der deutschen U21-Nationalmannschaft in Ägypten weilte, konnten alle Akteure etwas durchschnaufen. TUSEM-Trainer Daniel Haase kam die Pause nicht ungelegen: „Wir konnten neue Kraft tanken und einige neue Sachen einstudieren. Den Schwung aus dem Dormagen-Sieg haben wir in diese beiden Trainingswochen mitgenommen.“ Momentan hat Haase den Luxus, auf einen vollen Kader zurückgreifen zu können. Dadurch kommt es allerdings derzeit zu unliebsamen Entscheidungen, da nicht jeder Spieler einen Platz im Spieltagskader finden kann. Dieser Fluch und Segen zugleich ist laut Haase allerdings in erster Linie positiv einzuordnen: „Das ist sicherlich ein Indiz für unsere gute Arbeit, dass derzeit alle Jungs fit sind. Wir müssen im Moment einfach gegnerabhängig schauen, wen wir letztendlich mitnehmen. Klar muss ich dann unangenehme Entscheidungen treffen, aber das gehört dazu.“
Minden kommt als Tabellenzweiter nach Essen – Haase fordert eine „gute Abwehr“
Die bisherige Heimbilanz von 20:2-Punkten soll nun weiter ausgebaut werden. Bisher entführte nur der Tabellenführer BHC Punkte aus Essen. Alle anderen zehn Spiele „Am Hallo“ konnte der TUSEM für sich entscheiden. Am Freitag wird die Aufgabe allerdings richtig schwierig: GWD Minden steht derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz und befindet sich somit mittendrin im Aufstiegsrennen. Zuletzt gab es eine knappe Niederlage gegen den Bergischen HC, alle anderen Spiele in diesem Jahr konnte das Team von Trainer Aaron Ziercke allerdings für sich entscheiden. Nach dem Abstieg im Jahr 2023 erlebten die Ostwestfalen in der letzten Spielzeit eine echte Horrorsaison und mussten zwischenzeitlich gar den Doppelabstieg fürchten. In dieser Saison sieht es für die Grün-Weißen wieder deutlich besser aus. Minden steht auch in der Auswärtstabelle auf Platz zwei und ist eines von nur zwei Teams, die in fremden Hallen ein positives Punktekonto aufweisen können. Daniel Haase geht mit seiner Mannschaft angesichts der beeindruckenden Heimspiel-Statistik entspannt in das Spiel, weiß naturgemäß aber auch um die Qualität von GWD: „Minden hat richtig viel Erfahrung und richtig Qualität. Ich sehe aber durchaus Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Wir wollen zuhause unserer Strategie treu bleiben und eine gute Abwehr auf die Platte bringen.“ Der TUSEM freut sich über jeden Fan, der sich am Freitag zur gewohnten Uhrzeit in die Halle begibt, um die Jungs lautstark zu unterstützen. Tickets gibt es unter tusemessen.de/tickets und an den Abendkassen. Für alle Daheimgebliebenen besteht die Chance, die Partie bei DYN zu verfolgen. Ole Linder wird das Spiel kommentieren, Ex-TUSEM-Spieler Carsten Ridder fungiert als Experte.
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