Nach der Niederlage gegen Nordhorn wollte der TUSEM nun in Ludwigshafen unbedingt die letzten zwei Punkte sammeln, um hinter das Thema „Abstiegskampf“ einen Haken zu machen. Und die ersten Minuten liefen aus Sicht der Gäste ordentlich, zumindest konnten sie sich eine 10:9-Führung nach 18 Minuten erspielen. Richtig absetzen konnten sie sich allerdings nicht, da die Eulen kämpferisch agierten und dranblieben. Allen voran war Sebastian Trost an diesem Abend nur schwer zu bremsen und mit seinen Würfen immer wieder erfolgreich. So konnten die Gastgeber das Spiel wieder drehen und sich vor der Pause sogar etwas absetzen (14:12, 26.).
Der TUSEM leistete sich insgesamt zu viele Fehler im Angriffsspiel und verpasste somit die Chance zu verkürzen. Stattdessen legten die Eulen noch einmal nach und bauten die Führung zur Pause auf 16:12 aus. Dabei sahen die über 2300 Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle zwei kämpferische Teams, die sich nichts schenkten und in vielen harten Zweikämpfen einiges abverlangten.
Der Rückstand machte die Aufgabe für die zweite Halbzeit natürlich nicht einfacher für das Team von der Margarethenhöhe. Doch auch die Gastgeber zeigten zwischendurch mal kurze Schwächephasen, in denen sich also für die Gäste ein kleines Fenster öffnete. Immerhin blieben sie dran, auch dank der wuchtigen Treffer von Felix Göttler und den verwandelten Siebenmetern von Nils Homscheid.
Die Paraden von Torhüter Dominik Plaue brachten den Essenern durchaus etwas Rückenwind, weshalb sie nach dem zwischenzeitlichen 19:14 (37.) immerhin auf 21:19 (46.) verkürzen konnten. Nun gab es noch einmal die Chance das Spiel zu drehen, zumal Ludwigshafens Mihailo Ilic nach zu hartem Einsteigen mit der roten Karte vom Feld geschickt wurde. In der Schlussphase leisteten sich beide Mannschaften einige Fehlwürfe, die Eulen aber etwas weniger. Und so konnten sie sich entscheidend absetzen und mit den eigenen Fans im Rücken selbstbewusst die letzten Minuten gestalten. Trost war weiterhin nicht zu stoppen und einige Paraden von Ziga Urbic sorgten dafür, dass der TUSEM nicht mehr auf etwas Zählbares hoffen durfte. Letztendlich geht das Ergebnis von 29:24 in Ordnung.
„Wir haben erst ein gutes Spiel gemacht, dann aber einen 2:8-Lauf kassiert. Nils Homscheid musste kurz aus gesundheitlichen Gründen raus, was uns ein paar Probleme bereitet hat. Wir hatten keinen Zugriff auf Sebastian Trost, der mit seinen Toren der überragende Spieler war. Wir haben in der zweiten Halbzeit nochmal alles versucht, aber am Ende war es ein verdienter Sieg für die Eulen. Wir hatten viel zu gewinnen, haben die Chance aber auch am nächsten Sonntag wieder“, sagte TUSEM-Trainer Daniel Haase nach der Niederlage.
Sein Rückraumspieler Max Neuhaus analysierte bei „Dyn“: „Wir kommen ganz gut rein, haben dann aber eine Phase, in der wir extrem viele Fehler machen. Das hat den Eulen Aufwind gegeben. Sie sind konsequent aufs Tor gegangen, voller Überzeugung. Das war für uns schwierig zu verteidigen und deswegen ist das Ergebnis gerecht. Wir haben dumme Fehler gemacht und waren insgesamt nicht reif und cool genug.“
Für den TUSEM geht es damit also im kommenden Heimspiel um weitere wichtige Punkte. Am Sonntag kommt der direkte Konkurrent VfL Lübeck-Schwartau in die Sporthalle „Am Hallo“, Anwurf ist um 17 Uhr.
Eulen Ludwigshafen – TUSEM Essen 29:24 (16:12). Eulen: Knudse, Gruppe, Urbic; Stüber (1), Waldvogel (1), Schaller (1), Ilic, Eisel (4), Haider (2), Falk (2), Schwarzer (2), James, Straub (1), Trost (11), Leun (4), Schwarz. TUSEM: Wipf, Plaue; Wilhelm (1), Göttler (4), Hermeling, Wolfram (1), Homscheid (7/6), Reimer, Eißing (3), Szczesny (1), Buschhaus (2), Clarius (1), Neuhaus, Kostuj (1), Mast (3), Werschkull. Schiedsrichterinnen: Heinz (Esslingen)/Lenhardt (Stuttgart). Siebenmeter: 0 – 6/6. Strafminuten: 2 – 6. Zuschauer: 2350. Foto: Dennis Ewert.
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