Bei einem alten Bekannten trat der TUSEM an diesem zweiten Adventssonntag an - allerdings ohne den angeschlagenen Alexander Schoss im Rückraum. Essen und Coburg kennen sich seit Jahren sehr gut, spielen seit 2017 immer gemeinsam in der ersten oder zweiten Liga. Und die Bilanz seitdem ist ausgeglichen: sieben Siege HSC, sieben Siege TUSEM, ein Unentschieden. Dementsprechend stellten sich die 2121 Zuschauer in der Huk Coburg Arena auf ein spannendes Duell ein, das sie vor allem in der ersten Halbzeit auch bekommen sollten.
Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, konnten sich keine echten Vorteile erspielen. Auf Essener Seite bekam Finn Knaack im Tor den Vorzug vor Dominik Plaue und konnte auch einige Paraden verzeichnen. Insgesamt arbeitete die Gäste-Abwehr sehr ordentlich und machte es den Coburgern schwer. Diese fanden kaum in ihren Rhythmus und erlaubten sich einige Fehler. Der TUSEM musste sich seine Chancen zwar hart erarbeiten, war damit aber einige Male recht erfolgreich. Oskar Kostuj oder Max Neuhaus (Foto) waren mit ihren Abschlüssen treffsicher, weshalb sich ihre Mannschaft zur Pause eine 15:14-Führung erspielen konnte. Allerdings wäre da schon mehr drin gewesen, denn auch die Essener leisteten sich den einen oder anderen Fehler, vor allem im Passspiel. Einige Bälle fanden nicht den Weg zum Mitspieler, sondern ins Seitenaus oder in die Hände des Gegners.
Dennoch war an diesem Abend alles möglich und so versuchte der TUSEM in der zweiten Hälfte an die ordentliche Leistung anzuknüpfen. Dies gelang zunächst auch recht ordentlich, denn er hatte auf die Treffer der Hausherren weiterhin die richtigen Antworten parat. Aber mit zunehmender Spieldauer härtete der Kit in der Coburger Abwehr mehr und mehr aus, zudem steigerte sich Torhüter Petros Boukovinas von Parade zu Parade. Nach dem 18:18 (37.) riss beim TUSEM der Faden, von da an ging in der Offensive nicht mehr viel. Coburg mauerte und auf der anderen Seite fand der HSC immer wieder Lücken. Über Mikael Helmersson, Jannes Krone und Co. setzte er sich auf 23:18 ab (45.).
Dies war eine Art Vorentscheidung, obwohl sich der TUSEM nicht aufgab. Der eingewechselte Dominik Plaue konnte ebenfalls ein paar Paraden verzeichnen und der Abwehr gelangen einige Ballgewinne. Aber im Angriff blieben zu viele Chancen auf der Strecke, weshalb es letztendlich nicht mehr richtig spannend wurde. Coburg ließ sich nicht mehr stoppen und brachte den Heimsieg über die Zeit.
„In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, dass die Dinger noch reingegangen sind. In der zweiten hatten wir es nicht mehr. Die Coburger haben sich gut auf uns eingestellt und uns fehlten dann Alternativen, Ideen und Überraschungen im Angriff. Die braucht man aber, um dranzubleiben. Wir sind eine junge Truppe, die Zeit braucht. Aber wir müssen auch ehrlich sagen, dass wir nicht mehr so viel Zeit haben und zusehen müssen Punkte zu holen. Wir bleiben zuversichtlich, auch wenn so ein Spiel erstmal weh tut“, sagte TUSEM-Kapitän Max Neuhaus nach der Niederlage bei „Dyn“.
Trainer Daniel Haase sagte zum Spiel: „Isoliert betrachtet war es eines unserer besseren oder besten Auswärtsspiele bisher. In der Gesamtbetrachtung ist es natürlich ein bisschen negativ. Wir haben gut und geduldig gespielt. Ohne Linkshänder war das sehr Eins-gegen-Eins lastig, aber wir haben Geduld gehabt und gute Akzente gesetzt. Und hinten haben wir auch Paraden und Erfolgserlebnisse gehabt. Das war positiv bis zum Anfang der zweiten Halbzeit. Am Ende gab es einige Durchbrüche, die der gegnerische Torhüter gehalten hat und ein paar unglückliche Entscheidungen und kein Spielglück. Trotzdem habe ich der Mannschaft gesagt, dass es zu 60 bis 70 Prozent ein gutes Spiel war. Klar, nach fünf Niederlagen in Serie ist das erstmal eine Ernüchterung. Aber ich denke auch, dass es bei heimstarken Coburgern ein vernünftiger Auswärtsauftritt von uns war.“
Für den TUSEM geht es schon am kommenden Freitag (12. Dezember) wieder um Punkte, dann zuhause gegen den TuS N-Lübbecke. Anwurf in der Sporthalle „Am Hallo“ ist um 19 Uhr.
HSC 2000 Coburg – TUSEM Essen 32:25 (14:15). Coburg: Boukovinas, Apfel; Dettenthaler (6), Bis, Planinsek (4), Ossowski (2), Kontrec, Lisac (5), Krone (5), Helmersson (4), Knauer (2), L.Valkovkis, Röller (3), Blahodir, Schmidt (1/1). TUSEM: Knaack, Plaue; Becker, Mart (1), Göttler (2), Willner (1), Wolfram, Reimer (6/3), Eißing (2), Buschhaus (3), Wolf (1), Neuhaus (3), Kostuj (5), Mast (1), Werschkull. Schiedsrichter: Henker (Dresden)/Schirmann (Markranstädt). Siebenmeter: 1/1 – 3/4. Strafminuten: 12 - 6. Zuschauer: 2121. Foto: Dennis Ewert.
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