Bei der klaren Niederlage in Dresden (24:41) mussten die Essener noch auf ihren Kapitän Max Neuhaus krankheitsbedingt verzichten, doch gegen Lübeck-Schwartau stand der Rückraumspieler wieder zur Verfügung. Die Marschroute war klar: ein Heimsieg sollte her. Auch, um sich im Kampf um den Klassenerhalt etwas Luft zu verschaffen.
Und von Beginn an bot der TUSEM seinen Gästen die Stirn, kämpfte sich schnell hinein in die Partie. Die Abwehr stand recht kompakt und Torhüter Dominik Plaue konnte erste Paraden verzeichnen. Jede gelungene Abwehraktion wurde gefeiert und gab etwas Selbstvertrauen. Im Angriff kam auch mehr und mehr Schwung rein, so konnte zum Beispiel Felix Göttler mit seinen wuchtigen Abschlüssen einige Treffer beisteuern. Lübeck ließ allerdings ebenfalls nicht locker und antwortete auf die Tore der Essener. So wechselte die Führung in der ersten Halbzeit immer wieder mal. So ging es beispielsweise von einem 2:3 (6.) zu einem 5:3 (10.), ehe es 6:7 (15.) und dann wieder 8:7 (16.) stand. Jedoch schaffte es keines der Teams sich etwas abzusetzen und mal die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Das 14:14 zur Pause ging somit in Ordnung.
Im zweiten Durchgang blieb es eine spannende Angelegenheit. Immer wieder bekamen die Zuschauer lange Angriffe zu sehen, oft provozierten die Mannschaften ein Zeitspiel beim Gegner. Der TUSEM tat sich teilweise schwer Tempo in der Offensive zu generieren und musste es mit der Präzision von Jan Reimer am Siebenmeterstrich oder mit Durchbrüchen über Max Neuhaus (Foto) oder Oskar Kostuj versuchen zu lösen. Das gelang immer wieder mal, allerdings erlaubten sich die Hausherren auch den einen oder anderen Fehler.
Das wussten die Norddeutschen zu nutzen und konnten sich somit wieder eine Führung erspielen (19:21, 46.). Torhüter Nils Conrad stellte sich einige Male in den Weg und verhinderte somit, dass der TUSEM das Spiel drehen konnte. Zudem war Lübecks Janik Schrader mit seinen Abschlüssen sehr gefährlich und erfolgreich – ihn bekamen die Essener nicht so recht zu packen.
Der TUSEM blieb bis in die Schlussphase kämpferisch und gab auch nach dem 23:27 (54.) nicht auf. Stattdessen stellte Trainer Daniel Haase auf offene Manndeckung um, was durchaus zu ein paar Ballgewinnen führte. Das heizte die Stimmung in der Sporthalle „Am Hallo“ noch einmal an. Allerdings konnte sein Team die gewonnen Bälle nicht immer im gegnerischen Tor unterbringen – auch weil seine Spieler an Conrad scheiterten. Lübeck war dagegen einigermaßen abgezockt in den entscheidenden Momenten und konnte somit die Führung über die Zeit bringen. Ein Ergebnis, das auch zugunsten der Essener hätte ausgehen können.
„Am Ende sind es zwei Tore Unterschied, also zwei Aktionen, die bei uns nicht klappen und den Ausschlag geben in Richtung Schwartau. Wir haben viele Dinge gut gemacht, zum Beispiel stand unsere Abwehr in vielen Phasen nicht schlecht. In zwei, drei Aktionen müssen wir konsequenter sein, dann gewinnen wir das Spiel. Aber es ist in unserer Phase eben schwierig solche engen Spiele zu gewinnen. Wir müssen jetzt ein bisschen mehr die positiven Dinge herauspicken. Es ist nicht immer alles Mist, aber wenn die Phase schwierig ist, dann neigt man schnell dazu alles schlecht zu reden. Es ist aber nicht immer alles schlecht, sondern oft sind es Kleinigkeiten, die solche Spiele entscheiden. Wir haben noch genügend Spiele vor uns, um Punkte zu sammeln“, sagte TUSEM-Kapitän Max Neuhaus nach der Niederlage.
Sein Trainer Daniel Haase ergänzte: „Wir wollten die Abwehr kompakt halten. Immer, wenn wir das nicht geschafft haben, haben wir Gegentore kassiert. Wenn wir in der ersten Halbzeit in zwei, drei Situationen die Tore machen, dann kippt das Momentum auf unsere Seite. Es ist ja offensichtlich, dass die Mannschaft gerade Selbstvertrauen und Stabilität braucht. Wir sprechen viele Dinge schonungslos an, aber es ist bei einer jungen Mannschaft auch ein schmaler Grat zwischen schonungslos ansprechen und aufbauen. Wir müssen uns ein bisschen lösen vom Tabellenplatz, Stück für Stück nach vorne schauen und alle zusammen aus dieser Situation herauskommen.“
Die nächste Chance auf Punkte hat der TUSEM nächste Woche Sonntag (7. Dezember) beim HSC 2000 Coburg. Anwurf in der Huk-Coburg-Arena ist um 17 Uhr.
TUSEM Essen – VfL Lübeck-Schwartau 28:30 (14:14). TUSEM: Knaack, Plaue; Becker (1), Mart, Göttler (8), Willner (2), Neher, Wolfram, Reimer (7/4) Eißing, Buschhaus, Wolf, Neuhaus (4), Kostuj (4), Mast, Schoss (2). Lübeck: Conrad, Ferjan; Holzhacker (1), Houmoller (2), Hagedorn (1), Staack, Schramm, Benitez, Holpert (3), Schrader (9), Hartwig (4), Refsgaard, Heinemann (3), Nickelsen (4), Emdorf (2), Cohen (1) Schiedsrichter: Köppen/Preibsch (Berlin). Siebenmeter: 4/4 – 0/2. Strafminuten: 4 – 6. Zuschauer: 1834. Foto: Dennis Ewert.
„Unsere Dinge sauber umsetzen“: TuSEM empfängt den TuS N-Lübbecke
26.09.2026
Kampf um das Achtelfinale: TuSEM empfängt den VfL Potsdam im DHB-Pokal
22.09.2026
Der erste Saisonsieg soll her: TuSEM trifft im Derby auf Dormagen
17.09.2026
Das nächste Spitzenteam kommt: TuSEM empfängt den HC Elbflorenz
10.09.2026
Schwere Auswärtsaufgabe in Minden: TuSEM trifft auf Erstliga-Absteiger
05.09.2026
TUSEM Essen bindet Nils Homscheid für weitere zwei Jahre: Rückraumspieler verlängert bis 2029
25.09.2026
Siebenmorgen GmbH verstärkt Sponsorenpool des TUSEM
21.09.2026
TUSEM Essen und SUPYOU Consulting GmbH starten Kooperation
18.09.2026
TUSEM Essen und Zimmerei Schrinner gehen Partnerschaft ein
16.09.2026
TUSEM Essen und die PLAZA Hotelgroup gehen gemeinsame Wege
15.09.2026
Niederlage im Kellerduell – TuSEM verliert gegen Nettelstedt-Lübbecke
28.09.2026
TUSEM fliegt aus dem DHB-Pokal: Niederlage gegen Potsdam
23.09.2026
TUSEM muss Derbyniederlage in Dormagen einstecken
18.09.2026
TUSEM kassiert derbe Heimpleite gegen HC Elbflorenz
11.09.2026
TUSEM ringt Erstliga-Absteiger Minden einen Punkt ab
06.09.2026