29.04.2019 | Spielbericht

TUSEM krönt Doppelspieltag mit Sieg in Emsdetten


Der TUSEM Essen hat auch sein zweites Spiel am Doppelspieltag der 2. Handball-Bundesliga gewonnen. Beim TV Emsdetten feierte die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert einen 29:24-Erfolg.

Der 38:34-Derbysieg gegen den VfL Eintracht Hagen bedeutete für die Ruhrpott Schmiede nach zuvor fünf sieglosen Spielen nicht nur große Erleichterung, sondern er sollte auch Rückenwind für das zweite Duell an diesem Doppelspieltag geben. TUSEM-Trainer Jaron Siewert ahnte allerdings schon im Vorfeld, dass die Partie beim TV Emsdetten hart umkämpft werden würden. Nicht nur, weil die Emsdettener noch nicht ganz frei von Abstiegssorgen sind, sondern auch weil das zweite Spiel innerhalb von zwei Tagen auch an der Physis nagt.

Und es sollte tatsächlich ein anstrengendes Spiel werden, denn beide Mannschaften schenkten sich nichts. Viele Zweikämpfe, viele Fouls und viele Siebenmeter prägten die 60 Minuten in der fast ausverkauften Emshalle. Dadurch, dass die Teams insgesamt recht kompakt verteidigten, kam kaum ein richtiges Tempospiel auf. Viel ging über Geduld und Durchschlagskraft, was auf Seiten der Hausherren vor allem Merten Krings immer wieder zeigte. Auf Seiten der Gäste konnte sich bereits in der ersten Halbzeit Rechtsaußen Felix Klingler mehrfach in die Torschützenliste eintragen, ebenso wie Linksaußen Noah Beyer.

Dieser war es auch, der in der zweiten Hälfte ordentlich aufdrehte. Nach dem knappen 12:13-Rückstand aus Sicht der Essener sollte sich das Ergebnis zu ihren Gunsten drehen. In der Abwehr brannte nicht mehr viel an und im Tor zeigte Sebastian Bliß einige Paraden. Das Zusammenspiel klappte über weite Strecken gut, was den TVE phasenweise aus der Ruhe brachte. Die Hausherren erlaubten sich den einen oder anderen Fehler zu viel, wovon der TUSEM profitierte. Und wenn mal nicht über das Tempospiel ging, dann holten die Jungs von der Margarethenhöhe Siebenmeter heraus, die Beyer größtenteils eiskalt verwandelte. Insgesamt kam der 21-Jährige an diesem Abend auf zwölf Treffer, davon sieben vom Punkt. „Leider kam Noah nicht an die hundert Prozent von Freitag heran, aber es war dennoch eine starke Leistung von ihm“, lobte Trainer Jaron Siewert im Anschluss an die Partie.

Seine Mannschaft spielte in den entscheidenden Phasen cleverer und holte sich somit eine recht komfortable Drei-Tore-Führung. Allerdings hieß das noch nichts, denn beim Unentschieden in Hüttenberg vor einer Woche hielt diese nicht bis zum Ende. Doch diesmal wollte es der TUSEM besser machen – und es sollte gelingen. In der Schlussphase kam kaum noch Spannung auf, weil Emsdetten zu viele Fehler machte und die Essener kaum Chancen auf der Strecke ließen. Somit ging der 29:24-Sieg für das Team von Trainer Jaron Siewert in Ordnung.

„Zum Glück ist der Plan mit den vier Punkten am Doppelspieltag aufgegangen. Es war ein sehr körperbetontes Spiel und Emsdetten blieb immer an uns dran. Bis Mitte der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf des Messers Schneide, aber dann konnten wir es an uns reißen. Es war eine gute Abwehrleistung inklusive Torhüter. Die Jungs haben mit Kopf gespielt und ihre Chancen genutzt. Die Angriffsleistung von Freitag und die Abgeklärtheit vom Sieg in Emsdetten sind gut und eine Kombination aus beiden wäre für uns das Beste“, sagte Siewert.

Für den TUSEM gibt es nun ein paar Tage Zeit zur Regeneration, ehe es am kommenden Samstag (4. Mai) zum VfL Lübeck-Schwartau geht. Anwurf in der Hansehalle ist dann um 19 Uhr.

TV Emsdetten – TUSEM Essen 24:29 (13:12)

TVE: Ferjan, Madert; Weischer, Krings (7), Franke, Terhaer (1), Hübner, Toom (1), Kolk, Dräger (3), Holzner (5/3), Smits, Wesseling (5), Kropp (2), Bozovic.

TUSEM:
Bliß, Borchert; Beyer (12/7), J.Ellwanger (3), Witzke, Akakpo, Szczesny (1), Ridder (2), Müller (1), Firnhaber (1), Seidel (1), Klingler (5), Skroblien (1/1), Zechel (2).

Siebenmeter: 3/4 - 8/10.

Strafminuten: 12 (Disq. Toom, 22. und Dräger, 45.) – 10.

Schiedsrichter: Friedel (Aue)/Hermann (Zschorlau).

Zuschauer: 1973.