21.04.2019 | Spielbericht

TUSEM muss sich in Hüttenberg mit Punkt begnügen


Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga ein Unentschieden geholt. Beim TV Hüttenberg gab es für die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert ein 31:31 (16:15).

Nach der Länderspielpause war der TUSEM fest entschlossen, den Negativlauf von zuvor vier Niederlagen in Serie endlich zu beenden. Beim Erstliga-Absteiger TV Hüttenberg sollte die Trendwende eingeläutet werden und dementsprechend motiviert fuhr die Mannschaft von der Margarethenhöhe nach Hessen.

Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts. Fast jeder Wurf auf das jeweils gegnerische Tor war erfolgreich, was für die 1214 Zuschauer im Sportzentrum Hüttenberg durchaus unterhaltsam war. Aber im Laufe der ersten Halbzeit war es dann der TUSEM, der sich etwas von den Hausherren absetzen konnte. Immer wieder ging es schnell in Richtung TVH-Tor, wo nur wenige Chancen auf der Strecke blieben. Vor allem in den Eins-gegen-Eins-Situationen zeigten sich die Essener zielstrebig und konsequent. So konnte unter anderem Carsten Ridder für Treffer sorgen und seine Mannschaft in Führung bringen. Allerdings sollte sich das Zwischenergebnis bis zur Pause noch einmal ändern. Denn die Gastgeber legten einen Gang zu und bestraften die kleinen Fehler, die sich der TUSEM erlaubte. Dank des Treffers von Christian Rompf führte der TV Hüttenberg zur Halbzeit knapp mit 16:15.

In der zweiten Halbzeit war somit klar, dass es noch einmal spannend werden dürfte. Lange behielten die Gäste aus dem Ruhrgebiet Ruhe und Nerven. Sinnbildlich: Noah Beyer. Der Linksaußen zeigte sich vom Siebenmeterpunkt hochkonzentriert und versenkte alle seine neun Abschlüsse. Wie schon im ersten Durchgang setzte sich der TUSEM in der Offensive gut durch, zeigte sich zudem in der Abwehr sichtlich stabiler als in den Vorwochen. Auch, weil Torhüter Sebastian Bliß einige Paraden verzeichnen konnte. Daher war die zwischenzeitliche Führung durchaus verdient.

Doch der TV Hüttenberg gab sich nicht auf und versuchte alles. In der Schlussphase trieb der starke Markus Stegefelt seine Jungs an und das sollte belohnt werden. So gelangen einige sehenswerte Treffer, zum Beispiel von Björn Zintel. Der TUSEM hatte allerdings oft die richtige Antwort parat und wusste eine kurze Schwächephase der Hausherren zu nutzen. Beim Stand von 29:27 schien die Partie zugunsten der Gäste zu laufen, doch es blieb spannend. Die Schlussphase hatte es in sich, TVH-Trainer Emir Kutargic ging erhöhtes Risiko. Er spielte die letzten Minuten eine offensive Manndeckung, woraus sich der TUSEM aber mehrfach befreien konnte. Als die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert 90 Sekunden vor Schluss mit drei Toren führte, schien das Spiel nun endgültig entschieden zu sein. Doch zweimal scheiterten seine Jungs am gegnerischen Tor und somit kam Hüttenberg doch noch zum späten und umjubelten Ausgleich.

„Es war ein verschenkter Punkt. Die Enttäuschung ist natürlich groß, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit insgesamt gut gespielt haben. Die Jungs haben sicherlich einige Dinge besser umgesetzt, als in den letzten Wochen, aber 31 Gegentore sind zu viel. Zudem hat uns die letzte Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Ob die Negativserie jetzt erstmal gerissen ist oder nicht, ist zweitrangig für uns. Wir hätten uns mit zwei Punkten belohnen müssen, aber okay. So etwas gehört nun mal dazu und aus solchen Situationen, wie zum Schluss, müssen wir lernen“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach dem Unentschieden.

Für den TUSEM geht es nun mit einem Heimspiel weiter. Am kommenden Freitag (26.04.) kommt der VfL Eintracht Hagen zum Derby in die Arena „Am Hallo“. Anwurf ist wie gewohnt um 19.30 Uhr.

TV Hüttenberg – TUSEM Essen 31:31 (16:15)

Hüttenberg:
Lorenz, Bohne, Weber; Prieto, Sklenak (2), Belter, Lambrecht (4), Wernig, Rompf (2), Johannsson (4), Stegefelt (9/5), Chalepo, Mubenzem (2), Hahn, Zintel (4), Klein (4).

TUSEM: Bliß, Borchert, Beyer (9/9), J.Ellwanger (2), Witzke (1), Akakpo (2), Szczesny (5), Ridder (2), Müller (1), Firnhaber (3), Seidel, Klingler (1), Skroblien (4), Ingenpass, Zechel (1).

Siebenmeter: 5/5 – 9/9.

Strafminuten: 6 – 6.

Schiedsrichter:
R. Thiyagarajah/S. Thiyagarajah (Gummersbach).

Zuschauer: 1214.