18.03.2019 | Spielbericht

TUSEM muss klare Niederlage im Top-Spiel einstecken


Der TUSEM Essen hat das Auswärtsspiel in der 2. Handball-Bundesliga bei der HSG Nordhorn-Lingen klar verloren. Am Ende unterlag die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert dem Tabellendritten im Top-Spiel mit 25:36 (13:14).

Das hatte sich der TUSEM ganz anders vorgestellt. Eigentlich ging es nach fünf Siegen in Serie mit viel Rückenwind in Richtung EmslandArena, doch dort erwischten die Essener einen schwachen Tag. Vor allem in der zweiten Halbzeit konnten sie nicht an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen und mussten somit eine verdiente Niederlage einstecken.

Doch von vorn. In den ersten Minuten sah man den Gästen das Selbstvertrauen an, immerhin konnten sie sich erst einmal eine 2:0-Führung erspielen. Doch nach fünf Minuten kamen die Hausherren besser ins Spiel und drehten das Ergebnis. Der TUSEM hatte in der Abwehr viel zu tun und fand im Angriff nur schwer ein Durchkommen. Zudem leistete er sich zu viele kleine Fehler, über die sich die Gastgeber freuten. Allen voran war es Georg Pöhle, der Ex-Essener, der immer wieder für Gefahr sorgen konnte. Aus dem Rückraum dirigierte er das Spielgeschehen seiner Mannschaft und machte es dem TUSEM mit seinen cleveren Anspielen und kräftigen Abschlüssen schwer. 

Am Ende einer kampfbetonten ersten Halbzeit schafften die Gäste aus dem Ruhrgebiet noch den zwischenzeitlichen Ausgleich (12:12), ehe sich die Emsländer doch wieder leicht absetzen konnten. Doch der Halbzeitstand von 14:13 bedeutete noch längst nicht die Entscheidung.

Allerdings arbeiteten die Hausherren im zweiten Durchgang intensiv daran, die Partie schnellstmöglich zu seinen Gunsten zu entscheiden. Und dies sollte tatsächlich gelingen. Der TUSEM erwischte eine schwache Phase, die die HSG für sich nutzte. Mit einem 6:0-Lauf zogen die Gastgeber davon und brachten somit ihre Gegner klar ins Hintertreffen. Davon konnten sich die Essener nur schwer erholen, in der Folge sah man ihnen die Verunsicherung sichtlich an. Unter anderem scheiterten Noah Beyer und Tom Skroblien per Siebenmeter, zudem blieben einige Chancen ungenutzt. Auf der anderen Seite fand Nordhorn-Lingen immer wieder ein Durchkommen und somit schraubte die HSG das Ergebnis nach oben.

Neben Georg Pöhle war auch Rechtsaußen Alec Smit immer wieder erfolgreich und somit ein wichtiger Faktor für den Sieg seiner Mannschaft. Schon Mitte der zweiten Halbzeit war der Rückstand für den TUSEM kaum noch einholbar, weshalb es in der Schlussphase auch nicht mehr spannend wurde.

„Die Leistung in der zweiten Halbzeit war definitiv nicht die, die wir uns vorgestellt hatten. Wir haben zu schnell, zu viele Gegentore kassiert, was uns sichtlich wehgetan und uns letztendlich das Genick gebrochen hat. In der zweiten Halbzeit stand unsere Abwehr nicht gut und für unsere Verhältnisse haben wir nur wenige Tore geworfen. In der Schlussphase sind wir dann leider auseinandergefallen und haben den Kampf nicht mehr angenommen. Die Enttäuschung ist groß, jetzt müssen wir aber wieder aufstehen und daraus lernen“, ärgerte sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert.

Für seine Mannschaft geht es am kommenden Freitag (22.3.) mit einem Derby weiter. Dann steht das Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen an. Anwurf in der Arena „Am Hallo“ ist um 19.30 Uhr.

HSG Nordhorn-Lingen – TUSEM Essen 36:25 (14:13)

HSG: Ravensbergen, Buhrmester; Wilmsen, Heiny, Leenders, Mickal, Miedema (3), Terwolbeck (3), De Boer (3), Zare, Wiese, Smit (7), Seidel (4), Possehl (4), Pöhle (12/5).

TUSEM: Bliß, Mangold; Beyer, J.Ellwanger (2), Witzke (1), Akakpo (5), Szczesny (4), Ridder (2), Müller, Firnhaber (3), Seidel (1), Klingler (1), Skroblien (5/2), Ingenpaß, Zechel (1).

Siebenmeter: 5/6 – 2/4.

Strafminuten: 8 – 10.

Schiedsrichter: Hannes (Aachen)/Hannes (Frankfurt).

Zuschauer: 3302.