15.12.2018 | Spielbericht

TUSEM muss sich im Derby geschlagen geben

Tom Skroblien erzielte 11 Tore gegen Hamm.


Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga eine weitere Niederlage kassiert. Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres setzte es eine 31:33 (15:18)-Niederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen.

Vor den über 2100 Fans in der Arena „Am Hallo“ wollte der TUSEM nach zuletzt drei Niederlagen in Serie wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Aber der Gegner aus Hamm war ebenso scharf auf die zwei Punkte und das zeigte er von Beginn an. Angeführt von einem treffsicheren Stefan Lex im Rückraum erspielten sich die Gäste eine erste Führung. Die Essener wehrten sich zunächst vor allem durch Lucas Firnhaber und Tom Skroblien, die den Rückstand immer wieder verkürzen konnten.

Allerdings schlichen sich auch diesmal wieder einige Fehler ein. In der Abwehr verteidigte der TUSEM die gegnerischen Angriffe zwar lange gut, doch nicht bis zum Ende konsequent genug. Letztendlich fanden die Hammer doch immer wieder eine Lücke, die sie für sich nutzen konnten. In Halbzeit eins klappte das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter kaum.

Bis zur Pause kamen mehr und mehr Emotionen in die Partie und es entwickelte sich ein harter Kampf. Immerhin konnten die Essener den zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand noch etwas verkürzen.

Auch in der zweiten Halbzeit ging es zur Sache. Beide Mannschaften hatten den Sieg vor Augen, der ASV war jedoch immer einen Schritt näher dran. Dennoch versuchte der TUSEM weiter sein Glück und holte auf. Justin Müller trieb seine Mannschaft an und hatte immer wieder gute Ideen, Tom Skroblien zeigte sich zudem in Torlaune und war insgesamt elfmal erfolgreich. Tatsächlich kamen die Hausherren zum Ausgleich, doch in dieser Phase verpassten sie es nachzulegen. Es schlichen sich zu viele Fehler ein.

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend und der TUSEM schnupperte an den Punkten, letztendlich war Hamm aber doch zu abgezockt und holte somit den Sieg. Das Derby endete unschön, denn nach einem Foul von Justin Müller bekam dieser die rote und blaue Karte zu sehen, was eine Sperre mit sich bringen wird.

„Die Niederlage tut definitiv weh. Wir wollten eigentlich mit einem guten Gefühl ins neue Jahr gehen, vor allem zuhause. Das ist uns aber leider nicht gelungen. Wir hatten wieder die alten Probleme: Das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr hat nicht funktioniert und vorne haben wir zu viele Bälle verworfen. Und als wir die Chance hatten das Spiel zu drehen, haben wir wieder zu viele Fehler gemacht und dumme Gegentore kassiert“, ärgerte sich Top-Torschütze Tom Skroblien.

Sein Trainer Jaron Siewert sah das ähnlich: „Wir haben uns viel mehr vorgenommen. Wenn du 18 Tore in der ersten Halbzeit bekommst, dann ist das weit davon entfernt wie wir uns eine Abwehrarbeit vorstellen. Wir haben ärgerliche, dumme Fehler gemacht. Zwar haben die Jungs immer an die Chance geglaubt und viel investiert, aber auch im letzten Angriff wieder einen Fehler gemacht und so war die Chance auf einen Punkt dann weg.“

Für den TUSEM steht nun das nächste Highlight auf dem Spielplan. Am Sonntag (23.12.) geht es zum HSV Hamburg, wo eine gut gefüllte Halle wartet. Anwurf in der Barclaycard Arena ist um 15 Uhr.

TUSEM Essen – ASV Hamm-Westfalen 31:33 (15:18)

TUSEM:
Bliß, Mangold; Beyer, J.Ellwanger (1), Witzke (2), Akakpo, Szczesny (1), Ridder, Müller (3), Firnhaber (4), Seidel (1), Klingler (1), Skroblien (11/5), Zechel (6).

Hamm:
Storbeck, Krechel; Blohme (6), Huesmann (2), Milde, Brosch (1), Fuchs (1), Raguse (7), Sohmann (3/3), Schwabe, Lex (8), Südmeier (4), Papadopoulos (1).

Siebenmeter:
5/8 – 3/4.

Strafminuten:
4 (Rote und blaue Karte gegen Müller, 60.) – 10.

Schiedsrichter:
Otto/Piper.

Zuschauer:
2151.