13.10.2018 | Spielbericht

TUSEM kassiert erste Heimniederlage der Saison


Der Handball-Zweitligist TUSEM Essen musste seine erste Heimniederlage in dieser Saison einstecken. In der Sporthalle „Am Hallo“ unterlag die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert dem Wilhelmshavener HV knapp mit 28:29 (15:15).

Nun hat es den TUSEM doch erwischt. Nach zuletzt sechs Siegen in Serie kassierte er die erste Niederlage auf heimischem Boden, was diesmal wörtlich zu nehmen ist. Nach dem Gast-Heimspiel in der Mülheimer Innogy-Sporthalle konnten die Essener zum ersten Mal in dieser Saison in der heimischen Halle „Am Hallo“ antreten. Am Ende raubten zu viele Fehler die Chance auf den nächsten Erfolg.

Doch von vorn. Die Hausherren begannen mit Schwung und zunächst lief es nahezu perfekt. Der TUSEM setzte sich mit 4:0 leicht ab, erst nach fast neun Minuten musste er den ersten Gegentreffer hinnehmen. Bis dato gab es kein Durchkommen für die sonst so starke Offensive um die beiden Rückraumspieler René Drechsler und Tobias Schwolow.

Aber Wilhelmshaven wurde mutiger und fand besser ins Spiel. Auf Seiten der Essener schlichen sich dagegen erste Fehler ein und einige Chancen blieben auf der Strecke. Torwart Sebastian Bliß vereitelte in der ersten Halbzeit immerhin neun Gegentreffer, dennoch konnten die Gäste den Zwischenstand zu ihren Gunsten drehen. Das lag nicht nur an einem starken Dennis Doden im WHV-Tor, sondern auch an einem treffsicheren Kuno Schauer.

Mit einem 15:15 ging es in die Kabinen, aus der der TUSEM zunächst besser herauskam. Doch das reichte nicht, um sich entscheidend abzusetzen. Weiter fehlte es an Präzision im Abschluss und zu oft verloren die Essener den Ball zu einfach. Die Torhüter auf beiden Seiten wuchsen über sich hinaus, die Offensivkräfte scheiterten immer wieder. Die Mannschaft von der Margarethenhöhe agierte teilweise zu hektisch und überhastet, konnte sich dennoch noch einmal auf zwei Tore absetzen (27:25, 52.). Allerdings bestrafte Wilhelmshaven die Fehler des TUSEM gnadenlos und drehten die Begegnung in den Schlussmomenten. Allen voran war es René Drechsler, der sich mit insgesamt neun Treffern als ein wichtiger Faktor für die Nordlichter erwies. Als Luca Witzke in der letzten Sekunde nur das Lattenkreuz des WHV-Tores traf, war endgültig nichts mehr zu holen für die Gastgeber. Die erste Heimniederlage der Saison war besiegelt.

„Wir haben zu viele Fehler gemacht. Technische Fehler haben wir in den knappen Situationen gemacht, Fehlwürfe während des gesamten Spiels. Wir hatten oft keine gute Wurfauswahl und vielleicht auch etwas Pech gehabt. Letztendlich haben wir viel zu viel liegengelassen und dann kommst du halt nicht ins Laufen. Kurz vor Schluss kippt das Spiel wieder komplett, weil wir da nicht abgezockt genug waren und ärgerliche Fehler gemacht haben. Wir hatten nicht unseren besten Tag und Wilhelmshaven hat unsere Fehler ausgenutzt. Wir konnten nicht das Spiel umsetzen, was wir sonst gezeigt haben“, ärgerte sich Trainer Jaron Siewert nach der Niederlage.

Sein Kreisläufer Tim Zechel war ebenfalls unzufrieden: „Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Wir hatten in der ersten Halbzeit eigentlich alles im Griff, aber nach und nach kam Wilhelmshaven immer besser ins Spiel. Durch unsere Fehler sind die Gegner wieder stark geworden. Man kann nicht immer mit Glück gewinnen. Wir hatten viele gute Spiele und ich denke, dass nach dem achten, neunten Spiel man auch mal einen Hänger haben kann. Die Saison ist lang, man kann nicht jedes Mal 120 Prozent geben und alles von alleine laufen. Wir sind halt auch nur Menschen.“

Das nächste Spiel für den TUSEM ist am Samstag, den 20. Oktober. Dann geht es zum Spitzenspiel beim HSC Coburg. Anwurf in der HUK-COBURG Arena ist um 19.30 Uhr.

TUSEM Essen – Wilhelmshavener HV 28:29 (15:15)

TUSEM:
Bliß (17 Paraden), Mangold; Beyer (2/1), J.Ellwanger (3), Witzke (2), Akakpo (2), Szczesny (5), Müller (1), Firnhaber (1), Seidel (1), Klingler, Skroblien (8/2), Zechel (3).

WHV:
Doden (16 Paraden), Lüpke; Ten Velde (3/1), Maas, Lehmann, Postel (3), Schauer (6), Köhler, Kozul, Schwolow (5), Andrejew (3), Drechsler (9), Pust.

Siebenmeter:
6/3 – 3/1.

Strafminuten:
2 - 2.

Schiedsrichter:
Krüger (Schafflund)/Schmidt (Flensburg).

Zuschauer:
1904.