26.09.2018 | Spielbericht

TUSEM lässt auch Nordhorn-Lingen keine Chance


Die Handballer des TUSEM Essen sind in der 2. Bundesliga weiter in der Erfolgsspur. Im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen feierte die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert einen klaren 36:27 (17:16)-Erfolg.

Damit hatten vor der Partie wohl nur die Wenigsten gerechnet: Der TUSEM gewinnt das Topspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen mit neun Toren Vorsprung. „Damit habe ich keineswegs gerechnet. Dass wir gegen Nordhorn so deutlich gewinnen, ist phänomenal“, freute sich Trainer Siewert im Anschluss.

Dabei sah es zu Beginn der Partie noch anders aus. Denn die Gäste aus dem Emsland legten gut los, stellten eine starke Abwehr und waren treffsicher im Angriff. Torhüter Björn Buhrmester stand den Gastgebern das eine oder andere Mal im Weg. Die Essener hingegen hatten noch erste Schwierigkeiten, steigerten sich aber von Minute zu Minute. Nachdem die HSG bereits mit 6:3 geführt hatte (10.) drehte der TUSEM, angeführt von Kapitän Jonas Ellwanger, auf und konnte den Zwischenstand zu seinen Gunsten drehen (8:7, 15.).  Mit viel Kraft und Tempo ging es in Richtung des gegnerischen Tores – und das brachte den Erfolg. Zudem stellte Trainer Siewert auf eine 5:1-Deckung um, was es Nordhorn nicht einfach machte. Bis zur Pause konnte sich der TUSEM zunächst sogar etwas absetzen, doch die HSG hielt dagegen. Sie kämpfte sich heran und verkürzte zur Halbzeit auf ein Tor. Dementsprechend ging es mit einem knappen 17:16 in die Kabinen.

Und dann waren es die Essener, die richtig aufdrehten. Sie überrollten ihre Gegner förmlich, kamen mit Hochgeschwindigkeit zu den nächsten Erfolgserlebnissen. Noah Beyer oder auch Tom Skroblien sorgten für die TUSEM-Treffer, zudem zeigte Torwart Sebastian Bliß einige wichtige Paraden. In der Abwehr brannte kaum etwas an, Nordhorn hatte sichtlich Probleme. Stattdessen legte die Mannschaft von der Margarethenhöhe nach und spielte sich in einen Rausch. Die Gäste sahen sich verwundert an und wirkten in der Folge recht ideenlos.

Das wussten die Hausherren für sich zu nutzen und schraubten das Ergebnis weiter hoch. Spätestens nach dem 29:21 (44.) war bereits recht früh eine Vorentscheidung gefallen. Zudem durfte kurz darauf HSG-Spielmacher Georg Pöhle nicht mehr mitwirken, da er nach seiner dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde. So waren die letzten Spielminuten weniger spannend, dafür umso stimmungsvoller in der Mülheimer Innogy Sporthalle. Die Fans feierten gemeinsam mit dem TUSEM den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel – und damit auch die Tabellenführung.

„Wir haben zwar nicht gut angefangen, aber was die Jungs da in der zweiten Halbzeit abgerissen haben, das war schon ein wirklich geiles Spiel. Nach der Pause haben wir nur elf Gegentore bekommen, was völlig in Ordnung ist. Und vorne fackeln wir ein Feuerwerk ab, was ich so natürlich nicht erwartet habe. In der ersten Halbzeit bin ich noch nicht so zufrieden gewesen, aber in der zweiten war es ein fast perfektes Spiel“, freute sich Trainer Jaron Siewert, der den Blick schon auf das nächste Spiel lenkt: „Die Jungs sind müde und angespannt, aber jetzt ist man am Rollen und es ist vielleicht besser schnellstmöglich wieder zu spielen und den Schwung mitzunehmen.“

Das Auswärtsspiel bei den HC Rhein Vikings steht schon am kommenden Freitag (28.9.) an, Anwurf im Düsseldorfer Castello ist um 20 Uhr.

TUSEM Essen – HSG Nordhorn-Lingen 36:27 (17:16)

TUSEM: Bliß, Borchert; Beyer (4/2), J.Ellwanger (5), Witzke (3), Akakpo (2), Szczesny (5), Müller (3), Firnhaber (2), Seidel, Klingler (2), Skroblien (9/6), Ingenpaß, Zechel (1).

Nordhorn: Ravensbergen, Buhrmester; Verjans (2), Heiny (5), Leenders (2), Mickal (1), Miedema (3), de Boer (2), Vorlicek (4), Smit, Seidel (4/2), Possehl (2), Pöhle (2).

Siebenmeter: 10/8 – 6/2.

Strafminuten: 10 – 14 (Disq. Pöhle, 49.)

Schiedsrichter: Briese / von der Beeck (Köln).

Zuschauer: 1407.