21.08.2018 | Meldung

Jaron Siewert:„Mannschaft, die maximale Erfolge möchte"


Der Countdown läuft - am kommenden Freitag geht die Saison 2018/19 in der 2. Handball-Bundesliga los. Trainer Jaron Siewert lässt zusammen mit uns die letzten Wochen der Vorbereitung Revue passieren und gibt einen Ausblick auf die neue Saison.

Hallo Jaron, endlich geht´s wieder los in der 2. Handball-Bundesliga! Du gehst in deine zweite Saison als TUSEM-Trainer. Wie fällt dein Fazit zur ersten Spielzeit als Chef an der Seitenlinie beim Handballclub von der Margarethenhöhe aus?

Nach der Saison können wir alle zufrieden sein und stolz auf das Geleistete. Wer hätte den 9. Platz nach den ersten zehn Spieltagen noch für möglich gehalten? Wir sind als eingeschworene Mannschaft aufgetreten, die nie den Glauben an die eigene Stärke verloren hat. Dieser Glaube hat uns durch schwere Zeiten geleitet und in guten Zeiten beflügelt. Nicht zu vergessen ist auch der Rückhalt bei den eigenen Fans, welche immer hinter uns standen.

Welche neuen Erfahrungen konntest du in deiner Premierensaison als Zweitligatrainer sammeln?

Jede Woche hält neue Herausforderungen und Erfahrungen bereit, sodass ich das ganze Jahr als sehr wertvolle Erfahrung für mich auffasse. Wie die Mannschaft einen Entwicklungsprozess durchlaufen hat, so habe ich diesen sicherlich auch durchlaufen.

Wie siehst du den TUSEM inkl. der Neuzugänge Lucas Firnhaber, Felix Klingler und Cyrill Akakpo für die Saison 2018/19 aufgestellt?

Wir konnten fast die komplette Mannschaft zusammenhalten. Das hilft uns natürlich enorm für die kommenden Schritte, da wir auf einem guten Fundament aufbauen können. Auch in dieser Saison stellen wir eine junge, dynamische und hungrige Mannschaft, welche den maximalen Erfolg mit dem TUSEM holen möchte. Die Neuzugänge haben sich schon sehr gut eingefügt und werden ihren Anteil an den kommenden Leistungen haben.

Sechs Wochen Vorbereitungsphase sind vorbei, wie fällt dein Fazit aus?

Wir haben im athletischen Bereich eine gute Grundlage gelegt, welche wir in den nächsten Monaten noch weiter ausbauen werden. Spielerisch haben wir schon gute Akzente setzen können, jedoch fehlt noch etwas die maximale Entschlossenheit und die Kontinuität auf ganz hohem Niveau. Die Neuzugänge sind in der Mannschaft angekommen und finden sich immer besser in unserem System zurecht.

Der TUSEM trägt aufgrund der Bauarbeiten in der Sporthalle „am Hallo“ seine ersten Saisonspiele in der innogy Sporthalle in Mülheim an der Ruhr aus. Wird sich die Austragung der Heimspiele in ungewohnter Umgebung möglicherweise auf die Leistungen der Mannschaft auswirken? 

Ich konnte mir schon selber ein Bild von der Halle machen und bin überzeugt davon, dass wir diese zusammen mit den Fans zu einem ähnlichen emotionalen Hochofen machen können, wie die Arena „am Hallo“. Wir werden keine Ausreden zählen lassen und auch in neuer Umgebung unsere bestmögliche Leistung abrufen.

Mit welchen Erwartungen gehen du und das TUSEM-Team in die neue Saison?

Jeder einzelne Spieler möchte sich weiterentwickeln, um den nächsten Schritt in seiner Karriere und mit dem TUSEM zu machen. Ich möchte natürlich jedem Spieler auf diesem Weg maximal helfen und das vorhandene Potenzial herauskitzeln. Am Ende wollen wir wieder in der oberen Tabellenhälfte stehen, jedoch heißt es auch erst einmal sich von den fünf Abstiegsplätzen zu distanzieren.

Beim DHB-Pokal Final4 - 1.Runde unterlag der TUSEM dem THW Kiel mit 23:39. Welche positiven Ansätze können trotz der hohen Niederlage mit in die Saison genommen werden?

Wir haben in der Abwehr dem THW recht lange die Stirn geboten, jedoch am Ende hat Kiel mit ihrer individuellen Klasse noch eine Lösung gefunden. Im Angriff haben wir einige gute Chancen herausgespielt und phasenweise schon unser typisches Spiel gezeigt. 


Seit einem Jahr wohnst du jetzt im Ruhrgebiet. Wie hast du dich eingelebt und ist Essen vielleicht schon zu deiner zweiten Heimat geworden?

Ich fühle mich in Essen und im gesamten Ruhrgebiet sehr wohl und habe es schon schätzen und lieben gelernt. Ich war vorher noch nie aus Berlin weg, also ist Essen somit schon zu einer zweiten Heimat geworden.

Welche Orte bzw. Lokalitäten besuchst du in Essen und Umgebung während der handballfreien Zeit am liebsten? 

Ich gehe gern in die verschiedensten Restaurants auf der Rüttenscheider Straße oder verbringe mal einen sonnigen Tag an der Ruhr. Die direkte Umgebung von Essen hält viele schöne Orte bereit, um aktiv zu sein und auch einfach mal entspannen zu können.