14.05.2018 | Sonstige Presse

Tusem Essen stoppt die Erfolgsserie des ASV Hamm-Westfalen


www.wa.de - Nach zuletzt vier Siegen in Folge hat es den ASV Hamm-Westfalen in der 2. Handball-Bundesliga wieder erwischt. Mit 33:37 (16:17) unterlag das Team von Trainer Kay Rothenpieler bei Tusem Essen deutlich.

Der ASV-Coach musste aufgrund personeller Probleme improvisieren, weil sich im Vorfeld der Partie neben dem Langzeitverletzten Fabian Huesmann (Nasenbeinbruch) auch Vyron Papadopoulos, Kapitän Jakob Schwabe und Abwehrspezialist Markus Fuchs (alle krank) abgemeldet hatten. Dadurch fehlten dem ASV neben den beiden Linksaußen auch zwei Abwehrspezialisten.

Entsprechend kündigte der Trainer schon vor der Partie an, „unser Abwehrsystem zu variieren. Wir werden sicherlich öfter mal auf eine 5:1-Deckung umstellen, wenn Jan Brosch oder Stanko Sabljic im Innenblock eine Pause brauchen“, sagte Rothenpieler, der für die Linksaußenposition David Wiencek aus dem Oberliga-Kader mit in den Kader genommen hatte. Der feierte bei seiner Saisonpremiere in der 2. Liga einen perfekten Einstieg, stand in der Startformation und erzielte den ersten Treffer der Partie.

Schon nach sechs Minuten musste Rothenpieler allerdings seine Ankündigung, in der Deckung auch auf die offensivere Variante zurückzugreifen, in die Tat umsetzen. Kreisläufer Brosch verließ beim Stand von 3:2 für die Gäste angeschlagen das Feld, signalisierte aber nach wenigen Minuten Entwarnung. Dennoch hatten sich die Hausherren in dieser Phase in die Partie gespielt. Zwar erzielte Christoph Neuhold noch das 2:4, danach gelangen Tusem aber vier Treffer in Folge. Hamm lag nun mit zwei Toren zurück (4:6/12.). Ein Rückstand, dem das Team lange hinterherlief. Nach 17 Minuten stand es gar 7:10, weil sich der ASV zwar ebenfalls seine Chancen erspielte, dann aber im Abschluss in dieser Phase einfach zu unkonzentriert agierte. Zudem erwischte Tusem-Keeper Sebastian Bliss wie beim Unentschieden im Hinspiel einen guten Tag und entschärfte unter anderem drei Tempogegenstöße und einen Siebenmeter der Gäste.

Die kamen erst fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit – Rothenpieler hatte mittlerweile munter durchgewechselt – wieder besser in die Begegnung und schafften nach 27 Minuten durch Fannar Thor Fridgeirsson erstmals wieder den Ausgleich (14:14). Zur Pause lag Essen dennoch mit einem Treffer vorn (17:16). Zwar gelang Wiencek nach dem Wechsel erneut der Ausgleich (33./17:17), doch zeigte sein Team weiter Schwächen im Abschluss, die Tusem nutzte, um sich auf drei Tore abzusetzen (22:19/39.). Rothenpieler nahm seine zweite Auszeit. Besser wurde es nicht. Vorne vergab Possehl aussichtsreich, im Gegenzug erhöhte Luca Witzke gar auf 24:19.

Der emotionale Tiefpunkt war erreicht, als zunächst ein Wurfversuch von Neuhold zwischen dem Fuß von Bliss und dem Pfosten eingeklemmt gestoppt wurde und der Essener Keeper im Gegenzug zum 27:21 ins leere Hammer Tor traf. Rothenpieler ruderte mit den Armen, forderte seine Spieler auf, sich nicht kampflos zu ergeben. Was sie taten. In der Deckung nun wieder offensiver und vorne mit dem siebten Feldspieler gelang ein 4:1-Lauf zum 28:25. Mehr Spannung ließen die Gastgeber allerdings nicht zu.