12.05.2018 | WAZ

Tusem hat sich noch einiges vorgenommen für den Endspurt


Der Klassenerhalt ist geschafft, die Essener beweisen dennoch Ehrgeiz. Keine Geschenke auf der Platte beim Derby gegen ASV Hamm-Westfalen.

Die Handballer von Tusem Essen nehmen sich vor, beim Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen Geschenke zu verteilen. Zum Glück, aus Sicht von Trainer Jaron Siewert, nicht auf dem Spielfeld, sondern im Anschluss an das Zweitliga-Derby an diesem Sonntag (17 Uhr, Am Hallo). Zum Muttertag werden die Essener Handballer Blumen an zufällig ausgewählte Zuschauerinnen verteilen. Während des Spiels sollte es die Mannschaft von der Margarethenhöhe jedoch tunlichst vermeiden, zu großzügig zu sein, denn Hamm würde das wohl gnadenlos ausnutzen.

Sonntag kommt ein sehr starker Gegner nach Essen

„Mit Hamm erwartet uns am Sonntag ein sehr starker Gegner“, weiß Siewert und deshalb steht sein Plan für dieses Spiel schon fest: „Wir müssen in der Abwehr, insbesondere im Zusammenspiel mit den Torhütern, wieder aggressiver agieren und kompromissloser sein als zuletzt gegen Eisenach.“ Da hatte der Tusem mit 26:32 verloren, die Serie von sieben ungeschlagenen Spielen war gerissen. Glücklicherweise haben Punkte für die Essener keine Bedeutung mehr, denn der Klassenerhalt ist bereits eingetütet.

In den verbleibenden vier Ligapartien, davon drei Heimspiele, geht es aber um Ehre, Spaß und gute Leistungen. Platz zehn soll verteidigt werden, der Trainer fordert daher noch drei Siege.

Gleich sechs Spieler fallen beim Gastgeber verletzt aus

Allerdings sieht es personell derzeit eher weniger gut aus, denn weiterhin fehlen mit Lukas Ellwanger Noah Beyer, Moritz Mangold, Carsten Ridder, Christoph Reißky und Michael Kintrup gleich sechs Spieler. Immerhin tauscht Michael Hegemann wieder die Rollen: Vom Trainer hin zum Spieler. Zuletzt vertrat er den erkrankten Chefcoach.

Hamm, derzeit Tabellenfünfter, spielt eine starke Saison. Das bekam bereits der Meister und Aufsteiger Bergischer HC zu spüren, denn der ASV gewann dort mit 27:25. Lange durfte der ein oder andere Fan der Westfalen sogar von Höherem träumen, doch der Aufstieg ist nun nicht mehr zu erreichen.

Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften Unentschieden, bis zur letzten Sekunde war es spannend. Dementsprechend dürfen sich die Zuschauer wohl auf ein erneut aufregendes und umkämpftes Derby freuen.