21.04.2018 | WAZ

Torwart Sebastian Bliß hält den Tusem-Sieg fest


Essener schlagen den TV Emsdetten mit 26:24 (14:9). Lizenz für die neue Saison ist gesichert. Notarzteinsatz sorgt für Unterbrechung

Der verschwitzte Sebastian Bliß nahm nach der Partie ein Bad in der Menge. Sauber wurde er davon nicht, doch das war ihm in diesem Moment auch nicht wichtig. Die Tusem-Fans feierten ihren Torwart, der mit satten 21 Paraden entscheidenden Anteil am letztendlich zwar verdienten, aber knappen 26:24-Sieg der Essener im Zweitliga-Duell mit dem TV Emsdetten hatte.

Trainer lobt seinen Torwart

„Er hat sehr stark gehalten“, lobte Trainer Jaron Siewert seinen Schlussmann nach der Partie. Immer wieder verzweifelten die Gäste am Tusem-Torwart, der fast immer entweder Hand oder Fuß an die Bälle bekam. Aber nicht nur Bliß war ein Faktor für den Sieg. Die Abwehrleistung insgesamt konnte sich sehen lassen, vor allem in der ersten Halbzeit.

Der Tusem, ganz in Rot gekleidet, legte los wie die Feuerwehr und machte mächtig Alarm. Allen voran Felix Käsler, der sich im Laufe der Saison positiv entwickelt hat und mutig von Rechtsaußen die Bälle verwandelte. Aber Emsdetten wurde dann doch noch wach und kämpfte sich in die Partie. Plötzlich nahmen die Essener etwas an Fahrt raus und erlaubten sich den einen oder anderen Fehler. Trainer Jaron Siewert stellte seine Abwehr um, verteidigte nun etwas offensiver. Das funktionierte gut und so konnte sich seine Mannschaft bis zur Pause noch einmal absetzen.

Notarzteinsatz überschattet die Partie

Der zweite Durchgang begann dramatisch. Die Partie musste für rund zehn Minuten unterbrochen werden, weil ein Zuschauer wegen starker Kreislaufprobleme von Notärzten behandelt wurde. Für ihn ging es schließlich ins Krankenhaus.

Trotz des Schocks fanden beide Mannschaften schnell zurück ins Spiel, wobei der Tusem auch dann wieder eine Verschnaufspause einlegte. Oft zu leichtfertig vergaben die Hausherren ihre Chancen, leisteten sich immer wieder Ungenauigkeiten im Angriffsspiel. Die Folge: Emsdetten durfte wieder hoffen und kämpfte sich heran. Die Schlussphase blieb somit spannend und nun galt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Das gelang den Essenern in den vergangenen Partien immer wieder und auch diesmal bewiesen sie Nervenstärke. Sei es Torwart Sebastian Bliß oder aber die Offensivkräfte Tom Skroblien und Justin Müller. Auch wenn es am Ende eine knappe Angelegenheit war, ging der Sieg für den Tusem in Ordnung.

Tusem erhält die Lizenz

Eine gute Nachricht gab es schon vor dem Spiel für den Traditionsklub von der Margarethenhöhe: Die Lizenz für die kommende Saison in der 2. Handball-Bundesliga ist gesichert. Nun gilt es die noch nötigen restlichen Punkte zu holen und da soll schon an diesem Sonntag das Konto weiter gefüllt werden. Dann wartet die HSG Nordhorn-Lingen, die den besten Zuschauerschnitt der Liga aufweist. „Das wird ein geiles Erlebnis“, freut sich Trainer Siewert schon.