08.06.2019 | Spielbericht

TUSEM feiert Platz sechs zum Saisonabschluss


Der TUSEM Essen hat die Saison in der 2. Handball-Bundesliga mit einem Heimsieg beendet. Gegen den HSV Hamburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 31:27 (13:16) durch und sicherte sich somit den sechsten Tabellenplatz.

Am Ende war der Jubel bei den über 2100 Fans in der Arena „Am Hallo“ groß. Der TUSEM hatte sein letztes Saisonspiel dank einer in der zweiten Halbzeit guten Leistung gewonnen und somit das letzte Ziel erreicht. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Trainer Jaron Siewert, „denn wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir Sechster werden, dann hätte ich das sofort unterschrieben.“

Dabei war es ein hartes Stück Arbeit gegen den Aufsteiger aus der Hansestadt. Die Gäste begannen nämlich mutig und erwischten die Essener auf dem falschen Fuß. In der ersten Halbzeit gelang dem TUSEM nur wenig, stattdessen wirbelten die Norddeutschen. Allen voran Leif Tissier und Philipp Bauer, die sich stark im Abschluss zeigten. Die Hausherren machten es ihnen aber auch sehr einfach, denn sie ließen eine gute Abwehrleistung vermissen. Die junge Hamburger Mannschaft war kaum zu stoppen, war zudem sehr präzise im Abschluss und hatten mit Marcel Kokoszka einen guten Torwart in den eigenen Reihen. Daher konnten sie sich zwischenzeitlich auf vier Tore absetzen (10:14, 25.).

Die Hereinnahmen von Torhüter Julian Borchert und Rückraumspieler Carsten Ridder taten dem TUSEM dann gut und er konnte den Negativlauf erst einmal stoppen. Besser noch: Im zweiten Durchgang lief es von Beginn an richtig gut für die Gastgeber. Einige Paraden von Borchert und Treffer von Ridder brachten den zwischenzeitlichen Ausgleich, weshalb die Partie nun wieder offener wurde. Dementsprechend gut war die Stimmung in der Arena, der TUSEM hatte nun die Vorteile auf seiner Seite.

Die Deckung arbeitete besser, hielt den HSV immer weiter vom Tor fern. Und wenn die Nordlichter mal zum Abschluss kamen, dann war dieser meist zu ungenau oder es stand mal wieder Julian Borchert im Weg. Insgesamt konnte der 19-Jährige 17 Gegentore verhindern und war damit ein Wegbereiter für den Sieg. Denn auch im Angriff lief es fast wie am Schnürchen. Egal ob Cyril Akakpo oder Luca Witzke: Jedes Tor wurde lautstark bejubelt. Vor allem für letzteren war es eine emotionale Angelegenheit, denn für Witzke war es das letzte Spiel im TUSEM-Dress. Nun geht es für den 20-Jährigen zum Erstligisten DHfK Leipzig. Bis zum Schluss gaben er und seine Mitspieler alles, um den Heimsieg feiern zu können und das sollte gelingen.

„Es ging für beide Mannschaften nicht mehr um so viel. In der ersten Halbzeit waren wir vom Kopf her gar nicht da, auch von der Körpersprache und Härte in der Abwehr her. In der zweiten Halbzeit kommen wir gut rein und Julian hält viele Bälle. Am Ende hat es auch die Kondition gemacht, wir konnten mehr wechseln. Und die letzten Minuten waren souverän von uns. Mit den Höhen und Tiefen, die wir in dieser Saison hatten, ist Platz sechs ein sehr gutes Ergebnis. Und dass wir das letzte Spiel gewonnen haben ist auch schön und gibt uns Rückenwind“, zeigte sich Trainer Jaron Siewert zufrieden.

Essens bester Schütze an diesem Abend, Carsten Ridder, war ebenfalls glücklich: „Wir sind überhaupt nicht reingekommen, hatten keine Tiefe im Angriffsspiel und haben die Gegentore zu einfach bekommen. Aber in der zweiten Halbzeit war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns absetzen. Das hat man irgendwie gespürt. Mit Blick auf die gesamte Saison wollten wir uns verbessern und das haben wir geschafft. Sechster ist auf jeden Fall gut und im Endeffekt können wir sehr zufrieden sein. Das war ein super Abschluss.“

Der TUSEM geht nun in die Sommerpause und bedankt sich bei allen Fans, Helfern und Sponsoren für die Unterstützung!

 

TUSEM Essen – HSV Hamburg 31:27 (13:16)
TUSEM: Bliß, Borchert; Beyer (3/1), Witzke (5), Akakpo (3), Szczesny (4), Ridder (6), Müller (3), Firnhaber (1), Kraus, Seidel, Klingler (1), Skroblien (3), Zechel (2).
Hamburg: Rundt, Kokoszka; Fick, Lackovic, Tissier (4), Weller (3), Axmann (3/3), Bauer (7), Forstbauer (2), Rix, Bergemann (2), Vogt (2), Herbst (4).
Siebenmeter: 1/1 – 3/4.
Strafminuten: 10 – 12.
Schiedsrichter: Cesnik/Konrad (Gummersbach).
Zuschauer: 2186.