05.05.2019 | Spielbericht

TUSEM macht in Lübeck zu viele Fehler


Der TUSEM Essen hat sein Auswärtsspiel in der 2. Handball-Bundesliga verloren. Beim Tabellennachbarn VfL Lübeck-Schwartau unterlag die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 26:31 (14:17).

Eigentlich fuhren die Jungs von der Margarethenhöhe mit viel Selbstvertrauen zur Ostsee. Immerhin gab es zuletzt zwei Siege zu feiern und dementsprechend waren sie motiviert, diese kleine Serie auszubauen. Allerdings wartete mit dem VfL Lübeck-Schwartau nicht nur der Tabellennachbar, sondern ebenfalls ein formstarker Gegner.

Das machte sich auch gleich zu Beginn bemerkbar. Beide Mannschaften lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe, keine konnte sich in der Anfangsphase einen entscheidenden Vorteil erspielen. Allerdings sollte sich dies nach dem zwischenzeitlichen 8:8 (15.) ändern. Gleich dreimal in Folge war Lübecks Torwart Marino Mallwitz zur Stelle und parierte die Abschlüsse der Essener. Das war einer der Gründe, warum sich die Hausherren in den Folgeminuten etwas absetzen konnten.
Unter anderem wehrte sich TUSEM-Kapitän Jonas Ellwanger in dieser Phase, jedoch ließen die Nordlichter, vor allem in Person von Finn Kretschmer, nicht locker. Einige Zeitstrafen und Fehlversuche im Angriff raubten den Gästen die Chance bis zur Pause zum Ausgleich zu kommen. Daher ging der VfL mit einem 17:14 in die Kabine.

Trotz der Halbzeitpause wurde es für den TUSEM zunächst nicht besser. In der Essener Deckung fanden die Gastgeber immer wieder eine Lücke und auch die Torhüter konnten kaum die Versuche der Gegner entschärfen. Als Dennis Szczesny für die Ruhrpottschmiede dann doch wieder verkürzen konnte, schien es in der ausverkauften Hansehalle wieder spannend zu werden. Allerdings wurde daraus nichts, denn die Hausherren antworteten mit Wucht. Binnen weniger Minuten bauten sie den Vorsprung wieder aus, auch dank des erneut guten Antonio Metzner, dem Top-Torschützen in Reihen der Lübecker.

Der TUSEM, der ohne den verletzten Carsten Ridder (Handbruch) anreisen musste, investierte in der Schlussphase zwar viel, blieb jedoch in einigen Szenen glücklos. Mal blieben sie an der gegnerischen Abwehr hängen, mal am ebenfalls gut aufgelegten Torhüter Dennis Klockmann. Somit war es schwierig, dem VfL Lübeck-Schwartau noch einmal gefährlich zu werden. Am Ende leisteten sich die Essener den einen oder anderen Fehler zu viel und mussten sich somit geschlagen geben.

„Wir spielen bis zur 15. Minute eigentlich ganz gut, bekommen dann aber einen kleinen Bruch. Zur Halbzeit konnten wir uns zwar ein bisschen fangen, aber mit 17 Gegentoren lief es da schon nicht optimal. Wir waren sehr oft in der Unterzahl, was uns das Genick gebrochen hat. Denn dadurch haben wir freie Gegenstöße kassiert. Auch im zweiten Durchgang starten wir nicht gut. Wir hatten zwar die Chance noch einmal zu verkürzen, haben sie aber nicht genutzt. Am Ende muss man sagen, dass wir für ein Topspiel viel zu viele Fehler gemacht haben. Sowohl was die Effektivität, als auch die technischen Fehler betrifft. Und auch das Torhüterduell geht an Lübeck-Schwartau. Mit unserer Leistung hat es diesmal einfach nicht gereicht“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert abschließend.

Für die Essener steht nun wieder ein Heimauftritt auf dem Spielplan. Am kommenden Freitag (10. Mai) geht es gegen den TV Großwallstadt. Anwurf in der Sporthalle „Am Hallo“ ist um 19.30 Uhr.


VfL Lübeck-Schwartau – TUSEM Essen 31:26 (17:14)
Lübeck: Mallwitz, Klockmann; Glabisch (4), Ottsen (2), Hansen (3), Schult (2), Damm (3/2), Köhler (2), Schrader (1), Kretschmer (4), Claasen (2/2), Runarsson, Möller (3), Bruhn, Metzner (5).
TUSEM: Bliß, Borchert; Beyer (2/1), J.Ellwanger (5), Witzke (3), Akakpo (3), Szczesny (2), Müller (1), Firnhaber (6), Seidel, Klingler, Skroblien (2/1), Zechel (2).
Siebenmeter: 4/5 – 2/6.
Strafminuten: 8 – 8.
Schiedsrichter: M.Klinke/S.Klinke (Bordesholm).
Zuschauer: 2036.