06.04.2019 | Spielbericht

HSC Coburg für TUSEM zu abgezockt

Tim Zechel traf 5 Mal gegen Coburg


Die Handballer vom TUSEM Essen haben ihr Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten HSC 2000 Coburg verloren. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 26:32 (13:14) geschlagen geben.

Der TUSEM kann sich weiterhin nicht von seinem Negativlauf befreien. Die Niederlage gegen die Franken war bereits die vierte in Folge, wobei in dieser Partie durchaus mehr drin gewesen wäre. Zwar gehörten die Anfangsminuten dem Favoriten, doch die Hausherren kämpften sich im Laufe der ersten Halbzeit in die Partie hinein. Zu Beginn stellten die Gäste eine starke Defensive auf die Platte und hielten den TUSEM somit recht weit vom Tor weg. Somit konnten sie sich zwischenzeitlich eine scheinbar komfortable 6:2-Führung erspielen (10.).

Aber die Essener stabilisierten sich, unter anderem konnte Torhüter Sebastian Bliß ein paar Versuche des Gegners entschärfen und im Angriff agierten seine Mitspieler nun wuchtiger und mutiger. Die Hereinnahme von Justin Müller erwies sich als gute Idee, denn der Rückraumspieler fand immer einen Weg in Richtung Coburger Tor, auch als Vorbereiter. Auf Seiten der Gäste schien Trainer Jan Gorr phasenweise unzufrieden zu sein, denn auch seine Mannschaft erwischte eine kurze Schwächephase und ließ die eine oder andere Möglichkeit auf der Strecke. Somit kam der TUSEM bis zur Pause immerhin auf einen Treffer heran.

Im zweiten Durchgang starteten die Gastgeber mutig und trauten sich etwas zu. So gelang zum Beispiel Müller ein feines Zuspiel durch die Beine des Gegners zu Tim Zechel, der am Kreis per Dreher vollendete. Bei den meisten der 1905 Fans in der Arena „Am Hallo“ keimte Hoffnung auf etwas Zählbares auf, doch der HSC Coburg hatte immer die Nase etwas vorn. Vor allem dank eines wurfgewaltigen und treffsicheren Anton Prakapenia hielt die Führung bestand, sie konnte sogar wieder ausgebaut werden. Nicht nur, weil der Rückraumspieler häufig recht unbedrängt zum Abschluss kommen durfte, sondern auch weil der TUSEM zu häufig am gegnerischen Torhüter scheiterte. Jan Kulhanek, zwischen 2008 und 2013 selbst im Trikot der Essener aktiv, entschärfte insgesamt 18 Abschlüsse des Kontrahenten.
Somit konnten die Coburger Mitte der zweiten Halbzeit bereits für die Vorentscheidung sorgen, weshalb die große Spannung in der Schlussphase diesmal ausblieb. Am Ende mussten sich die Essener mit 26:32 (13:14) geschlagen geben.

„Wir fangen nicht gut an und spielen ein bisschen ängstlich. Zwar kämpfen wir uns wirklich gut zurück und spielen in der zweiten Halbzeit auch nicht verkehrt, aber dann ist Coburg etwas davongezogen und das war der Punkt, der uns das Genick gebrochen hat. Wie so häufig in den letzten Spielen, haben wir dann nicht die Konstanz an den Tag gelegt und uns wieder die Butter vom Brot nehmen lassen. Wir haben eigentlich sehr gut im Angriff gespielt und gute Bewegungen nach vorne gehabt, aber hinten raus war leider die Abwehr nicht mehr so aktiv wie vorher und wir verlieren das Torhüterduell. Das macht bei so einem Spiel dann schon viel aus“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach der Niederlage.

Kreisläufer Tim Zechel ergänzte: „Wir spielen 45 Minuten super mit und haben die Chance das Blatt für uns zu wenden. Dann hatten wir vielleicht auch nicht das Quäntchen Glück das Spiel zu drehen und lassen zu viele klare Chancen liegen. Letztendlich ist Coburg auch eine Mannschaft, die dann abgezockt ist. Wir ärgern uns schon sehr, denn wir haben schon das Ziel oben mitzuspielen und sind auch der Meinung, dass wir jeden Gegner schlagen können. Diesmal war eigentlich mehr drin und wir hätten Coburg eigentlich gerne geärgert.“

Für den TUSEM steht nun erst einmal eine kurze Pause an, ehe es am 20. April mit einem Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg weitergeht. Anwurf im Sportzentrum Hüttenberg ist um 19.30 Uhr.

TUSEM Essen – HSC Coburg 26:32 (13:14)

TUSEM: Bliß, Borchert; Beyer (6/4), J.Ellwanger (3), Witzke (2), Akakpo (2), Szczesny (3), Ridder (2), Müller (2), Firnhaber (1), Seidel, Klingler, Skroblien, Zechel (5).

Coburg: Kulhanek, Poltrum; Hagelin, Jäger (4), Wucherpfennig (1), Spross (1), S.Weber (5), Prakapenia (6), Billek (6/4), Timm, Knauer (3), Zetterman (4), Varvne (1), P.Weber (1).

Siebenmeter: 4/6 – 4/4.

Strafminuten: 2 – 8.

Schiedsrichterinnen: Merz (Oberteuringen)/Schilha (Meckenbeuren).

Zuschauer: 1905.