02.03.2019 | Spielbericht

TUSEM kämpft sich zum vierten Sieg in Serie


Die Handballer des TUSEM Essen haben ihren positiven Lauf in der 2. Bundesliga fortgesetzt. Beim EHV Aue gewann die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 33:32 (14:13) und feierte somit den vierten Sieg in Serie.

In dieser Liga ist kein Spiel einfach – das musste der TUSEM auch beim EHV Aue feststellen. Schon im Hinspiel bissen sich die Essener fast die Zähne aus, konnten aber ebenso mit 33:32 gewinnen, wie im Rückspiel. Aber der Erfolg der Ruhrpott Schmiede stand lange auf des Messers Schneide.

Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet reiste mit viel Rückenwind ins Erzgebirge. Die drei Siege in Folge hatten Selbstvertrauen gegeben, vor allem die Abwehrleistung stimmte sie für die Aufgabe positiv. Aber Aue machte es dem TUSEM von Beginn an schwer. Die heimstarke Offensive um Eric Meinhardt und Benas Petreikas stellten ihre Gäste immer wieder vor Herausforderungen und nicht immer hielten sie dieser Stand. Doch im Laufe der ersten Halbzeit gewann die Essener Deckung an Stabilität hinzu und konnte den Rückstand drehen. Vor allem Cyrill Akakpo und der an diesem Abend starke Tim Zechel sorgten dafür, dass ihr Team mit einer Führung in die Halbzeitpause gehen konnte. Der Kreisläufer wurde von seinen Mitspielern gut bedient und vollendete mit viel Präzision. Die Abwehr schaffte es zudem immer besser, den Gegnern das Tempo im Angriff zu nehmen, doch zur Halbzeit war die Partie noch längst nicht entschieden.

Auch nicht, als der TUSEM gut in den zweiten Durchgang startete. Zwar konnte er sich etwas absetzen, doch einige kleine Fehler und ungenaue Abschlüsse hielten die Hausherren im Spiel. Diese lauerten auf ihre Chancen und kamen mit den eigenen Fans im Rücken wieder heran. Vor allem im Eins-gegen-Eins war der EHV sehr gut und sehr flink. So gelang den Auern immer wieder der schnelle Weg zum Essener Tor und da blieben sie in vielen Situationen abschlusssicher. Auch Torhüter Sebastian Bliß musste ein ums andere Mal hinter sich greifen.

Doch der TUSEM wehrte sich gegen die aufkommenden Gastgeber, auch dank der vier wichtigen Treffer von Luca Witzke. Dennoch blieb es eng. Beim Stand von 30:30 kurz vor dem Ende war klar: Jetzt darf sich keine der beiden Mannschaften einen Fehler erlauben. Und das gelang der Ruhrpott Schmiede recht ordentlich, immerhin konnte sie sich wieder leicht absetzen. Allerdings erhöhte Aue noch einmal den Druck und zwang den TUSEM dazu, kurz vor dem Ende den Ball ins Aus zu werfen. Noch ein letztes Mal hatte der EHV den Ball, konnte den letzten Freiwurf aber nicht mehr im Tor der Gäste unterbringen. Ende.

„Es hat mich sehr an das Hinspiel erinnert. Da haben wir auch phasenweise gut gespielt, aber nie den Sack zumachen können. So war es diesmal auch, wir mussten bis zum Schluss richtig fighten. Wir hatten in der ersten Halbzeit keine gute Chancenverwertung und haben uns insgesamt immer wieder ärgerliche technische Fehler erlaubt. Aue hat außerdem sehr viel Druck gemacht und wir haben zu schnell die Gegentore kassiert. Wichtig war, am Ende den ruhigen Kopf zu bewahren, vor allem bei dieser Hexenkessel-Stimmung. Wir sind jetzt überglücklich, denn die zwei Puntke stehen über allem. Auch wenn die Leistung nicht so gut wie in letzten drei Wochen war. Manchmal muss man vielleicht auch dreckig gewinnen“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert im Anschluss an die Partie.

Nun steht für die Essener wieder ein Heimspiel an. Am kommenden Freitag (8. März) geht es in der Arena „Am Hallo“ gegen den Tabellenletzten HC Rhein Vikings, Anwurf ist wie gewohnt um 19.30 Uhr.

EHV Aue – TUSEM Essen 32:33 (13:14)

Aue:
Musil, Rasimas; Meinhardt (11/6), Naumann, Roch (5), Ebert, Bornhorn, Petreikis (8), Dumcius (4), Brykner (2), Faith (1), Neuteboom, Slachta (1), Schauer.

TUSEM:
Bliß, Mangold; Beyer (4/2), J.Ellwanger (1), Witzke (4), Akakpo (4), Szczesny (2), Ridder (1), Müller (1), Firnhaber (4), Seidel, Klingler (3), Skroblien (2), Ingenpaß, Zechel (7).

Siebenmeter:
6/6 – 2/4.

Strafminuten:
8 – 4.

Schiedsrichter:
Wienrich / Fedtke (Berlin).

Zuschauer:
1550.