24.12.2018 | Spielbericht

Keine Punkte für TUSEM im Rekordspiel

Foto: Wolfgang Stummbillig


Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga eine weitere Niederlage eingesteckt. Beim HSV Hamburg unterlag die Mannschaft von der Margarethenhöhe knapp mit 32:33 (16:19).

Was für eine tolle Kulisse: Rund 9700 Fans kamen einen Tag vor Heiligabend in die Barclaycard Arena, um das Spiel zwischen dem heimischen HSV Hamburg und dem TUSEM Essen zu verfolgen. So viele Zuschauer gab es noch nie bei einer Partie der 2. Handball-Bundesliga! Auch aus dem Ruhrgebiet fuhren einige Fans mit, um den TUSEM lautstark zu unterstützen.

Und zunächst lief es für das Team von der Margarethenhöhe sehr ordentlich, es konnte sich zumindest eine erste Führung erspielen. Der Angriff arbeitete gut, die Hamburger waren unter Kontrolle. Unter anderem sorgte Rückraumspieler Dennis Szczesny für einige Treffer, mit viel Kraft.

Doch allzu lange dauerte es nicht, bis die Hausherren ins Spiel fanden. Plötzlich drehte sich das Ergebnis und die Hamburger bekamen Rückenwind. Die Stimmung in der Halle wurde immer besser und somit auch das Spiel des HSV. Noch vor der Pause zogen die Hanseaten etwas davon, konnten sich zwischenzeitlich sogar einen Vier-Tore-Vorsprung holen.

Im zweiten Durchgang musste der TUSEM also eine Schippe drauflegen, um die Chance auf den Auswärtssieg am Leben zu halten. Und das tat er. Die Essener holten Stück für Stück auf, unter anderem durch die Tore von Linksaußen Tom Skroblien, aber in den entscheidenden Phasen schlichen sich zu viele Fehler ein. Das wussten die Gastgeber zu nutzen, in erster Linie waren Lukas Ossenkopp und Jan Forstbauer kaum zu stoppen. Die wohl beste Möglichkeit, um das Spiel noch drehen zu können, hatte Skroblien. Doch er scheiterte an Aron Edvardsson im HSV-Tor und verpasste es somit den Anschluss zum 29:28 herzustellen. Stattdessen drehten die Hamburger noch einmal auf und zogen etwas davon. Die letzte Aufholjagd des TUSEM kam dann zu spät.

„Wir sind natürlich riesig enttäuscht, denn wir hatten uns mega viel vorgenommen. Wir haben die Woche wirklich unendlich viel geackert, gemacht, getan. Und jetzt stehen wir wieder da und haben mit einem Tor verloren. Das ist natürlich sehr bitter für uns. Kämpferisch war das wieder stark von uns. Aber leider ging es schon früh mit den Undiszipliniertheiten bei uns los, da haben wir und nicht so clever angestellt. Und dann waren wir insgesamt ein Drittel des Spiels in Unterzahl und das hat Hamburg gut ausgenutzt“, ärgerte sich TUSEM-Torwart Sebastian Bliß.

HSV Hamburg – TUSEM Essen 33:32 (19:16)

Hamburg:
Kokoszka, Edvardsson; Schröder, Lackovic, Tissier (2), Weller (5), Ossenkopp (9/3), Axmann, Fuchs, Forstbauer (6), Rix (2), Wullenweber, Bergemann (5), Kleineidam (2), Herbst (2).

TUSEM:
Bliß, Mangold; Beyer (3/2), Ellwanger (5), Witzke (1), Akakpo (5), Szczesny (2), Firnhaber (2), Ridder (4), Seidel (1), Klingler, Skroblien (5/2), Ingenpaß, Zechel (5).

Siebenmeter:
2/2 – 3/4.

Strafminuten:
14 – 18 (Disq. Szczesny, 45.).

Schiedsrichter:
Fedtke/Wienrich (Berlin).

Zuschauer:
9.702 in der Barclaycard Arena.