03.09.2018 | Spielbericht

TUSEM kassiert bittere Auswärtsniederlage

Foto: Sven Firnhaber


Der TUSEM Essen hat sein erstes Auswärtsspiel in der neuen Saison der 2. Handball-Bundesliga verloren. Beim Dessau-Roßlauer HV unterlag die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 29:35 (19:16). Bereits im Vorfeld der Partie wusste man beim TUSEM, dass die Begegnung mit der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt keine einfache werden würde. Als „unangenehm“ betitelte Essens Trainer Jaron Siewert den Gegner – was letztendlich auch eintreffen sollte.

Doch die erste Halbzeit gehörte den Gästen aus dem Ruhrgebiet. Nach wenigen Minuten erspielte sich der TUSEM eine erste Führung und zeigte in Ansätzen die gute Form aus dem Auftaktspiel. Unter anderem kam Tim Zechel am Kreis immer wieder in eine gute Position und vollendete die meist schnellen Angriffe. Allerdings schlichen sich auch im ersten Durchgang schon hin und wieder Fehler im Spiel des TUSEM ein, zudem wirkte der Abwehrverbund diesmal nicht so sattelfest, wie beim Sieg gegen Rimpar. Das 19:16 für die Essener war dennoch verdient – und machte Hoffnungen für einen guten zweiten Durchgang.

Allerdings lief der alles andere als nach Plan aus Sicht der Mannschaft von der Margarethenhöhe. Dessau-Roßlau witterte die Chance und machte dem TUSEM viel Druck. Diesem hielt er nicht lange stand, stattdessen drehten die Gastgeber den Spieß um. Sie stellten nun eine stabile Deckung, zudem war Torhüter Philip Ambrosius in den wichtigen Phasen immer wieder zur Stelle. Auf Seiten des TUSEM lief zwischenzeitlich kaum etwas zusammen: Fehlpässe, schwache Würfe und eine löchrige Abwehr machten die Hausherren stark.

Vor allem Daniel Zele und Johannes Wasielewski wirbelten die Essener Abwehr durcheinander und konnten somit jeweils acht Treffer erzielen. Sie trieben ihre Mannschaft an und sorgten somit für die Wende. Die Gäste hingegen verloren den Faden und fanden diesen nicht mehr wieder. Dessau-Roßlau spielte sich vor den eigenen Fans in einen Rausch und ließ sich die Führung letztendlich nicht mehr nehmen. Der TUSEM kassierte zudem zu viele Zeitstrafen, was eine Aufholjagd schier unmöglich machte. Letztendlich musste sich das Siewert-Team mit 29:35 geschlagen geben.

„Vorgestellt haben wir uns das so natürlich nicht. Die erste Halbzeit war noch ganz gut, da hatten wir alles unter Kontrolle. Aber auch da hatten wir die eine oder andere Nachlässigkeit in der Abwehr schon drin. Die zweite Halbzeit war dann unterirdisch und viel zu wenig. Es waren zu viele, leichte Fehler dabei. Wir haben auf alles andere, aber nicht auf uns geguckt und so stieg das Stress-Level immer weiter an. Dessau-Roßlau hat den Spieß umgedreht, eine bessere Abwehr gestellt und viel Tempo gemacht. Wir haben gemerkt, dass wenn wir unser Potenzial nicht ausschöpfen, wir nicht gewinnen. 30 gute Minuten reichen einfach nicht“, sagte Trainer Jaron Siewert nach der Partie.

Der TUSEM hat schon bald wieder die Chance, die Niederlage vergessen zu machen. Am kommenden Freitag (7.9.) geht es im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden. Anwurf in der Innogy-Sporthalle ist um 19.30 Uhr.

Dessau-Roßlauer HV - TUSEM Essen 35:29 (16:19)

Dessau: Plaue, Ambrosius; Pavlicek (5/2), Hanisch, Vanco (4), Mlotek (5), Pfeiffer, Wasielewski (8), Schmidt, Honicke (1/1), Jungemann (1), Zimmermann (1), Hanner, Zele (8), Zahradnicek (2).

TUSEM: Bliß, Mangold; Beyer (3/2), J.Ellwanger (4), Witzke (3), Akakpo (3), Szczesny (3), Müller (1), Firnhaber, Seidel, Klingler (3), Skroblien (6/3), Ingenpass, Zechel (3).

Siebenmeter: 4/3 - 7/5.

Strafminuten: 6 – 14.

Schiedsrichter: Hannes (Aachen)/Hannes (Frankfurt).

Zuschauer: 1295.