03.06.2018 | Spielbericht

TUSEM krönt gute Saison mit Heimsieg zum Abschluss


Der TUSEM Essen hat sein letztes Saisonspiel in der 2. Handball-Bundesliga gewonnen. Gegen den Wilhelmshavener HV feierte die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert einen 34:31 (17:18)-Erfolg.

Nach dem Heimsieg gegen Wilhelmshaven knallten beim TUSEM die Korken. Zum ersten Mal gewann der Traditionsklub von der Margarethenhöhe gegen die Norddeutschen, vor allem aber jubelten die Fans gemeinsam mit der Mannschaft über den positiven Abschluss einer gelungenen Saison.

Doch der Reihe nach. Der TUSEM wollte im letzten Saisonspiel einen Sieg einfahren, um Platz neun in der Tabelle zu sichern. Die erste Halbzeit gehörte allerdings den Gästen, die von Beginn an Druck machten. Die Essener hatten noch nicht den ganz großen Schwung im Angriffsspiel und offenbarten in der Deckung immer wieder Lücken. Vor allem machten die Rückraumspieler Kay Smits und Tobias Schwolow Probleme, sie brachten den WHV mit ihren Toren in Front. TUSEM-Trainer Siewert nahm ein paar taktische Änderungen vor und gegen Ende der ersten Halbzeit lief es dann auch besser. Nachdem die Hausherren bereits mit 12:17 zurückgelegen hatten (26.), kämpften sie sich zurück. Und so schmolz der Rückstand mehr und mehr, letztendlich ging es mit einem knappen 17:18 in die Kabine.

Aus dieser kam der TUSEM wesentlich besser heraus, als sein Konkurrent. Die Essener marschierten und stellten nun eine wesentlich stabilere und aggressivere Abwehr auf die Platte. Damit hatte Wilhelmshaven zu kämpfen, zudem kam nun auch eine bessere Torwart-Leistung hinzu. Keeper Sebastian Bliß parierte einige Bälle und seine Mitspieler zeigten in der Offensive mehr Zug zum Tor. Schnell war das Ergebnis gedreht und dann baute der TUSEM die Führung aus. 25:21 stand es bereits nach 40 Minuten. Immer wieder mal gab es kleine Nickeligkeiten mit dem Gegner, obwohl beide Mannschaften nicht mehr zwingend Punkte brauchten. Doch gewinnen wollten sie beide. Wilhelmshaven biss sich zurück ins Spiel, aber der TUSEM legte nach. Dennis Szczesny und Justin Müller bewiesen ein starkes Durchsetzungsvermögen und machten schließlich die Entscheidung klar. In den letzten Minuten brannte daher nichts mehr an, nach der Schlusssirene gingen die Essener als verdienter Sieger von der Platte. Dann durfte gefeiert werden.

„Wir wollten eine gute Abwehr stellen, das hat leider erst nicht so gut funktioniert. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir mit unserem Spiel angefangen. Dann haben wir super hereingefunden und uns den Sieg verdient. Wir sind jetzt überglücklich, dass wir den neunten Platz erreicht haben. Das ist phänomenal, wie wir nach den ersten zehn Spielen jetzt noch 40 Punkte geholt haben – mit dieser jungen Truppe. Wir haben vielen Leuten gezeigt, dass es wir es nach dem schwachen Start doch besser können. Großen Respekt vor den Jungs und vielen Dank an alle, die in dieser Saison geholfen haben“, freute sich Trainer Jaron Siewert.

Das letzte Heimspiel stand auch im Zeichen der Abschiede. Mit Richard Wöss, Felix Käsler, Karl Roosna, Michael Kintrup, Simon Keller, Dean Christmann und Florian Hinkelmann wurden gleich sieben Spieler verabschiedet. Auch Daniel Haase, der zwölf Jahre lang im Verein aktiv war, sowie Physiotherapeut Lennard Götte bekamen ihren Abschied. Für Richard Wöss war das letzte Spiel im TUSEM-Trikot ein ganz besonderes: „Es war ganz emotional. Ich habe mich die ganze Woche schon auf das Spiel gefreut und bin froh, dass es so einen positiven Abschluss gefunden hat. Es hat wirklich Spaß gemacht mit der Mannschaft und den Fans. Es war eine echte Freude. Wir haben unsere Saisonziele erreicht, eigentlich sogar übertroffen. Die Mannschaft hat eine super Entwicklung gemacht. Also der Abschied war für mich rundum positiv.“

Der TUSEM schließt die Saison 2017/18 also auf dem neunten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga ab. Das beste Ergebnis seit dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2012.

TUSEM Essen – Wilhelmshavener HV 34:31 (17:18)

TUSEM:
Bliß, Borchert, Mangold; J.Ellwanger (4), Witzke (3), Hegemann, Roosna, Wöss (2), Kintrup, Szczesny (9), Käsler (3), Müller (4), Seidel, Skroblien (8/4), Ingenpaß, Zechel (1).

WHV:
Doden, Lüpke; Ten Velde (4), Maas, Lehmann (1), Kalafut, Smits (9/3), Postel (3), Vorontsov (1), Köhler (1), Kozul, Wolterink (1), Schwolow (10), Andrejew, Drechsler (1).

Siebenmeter:
5/4 – 3/3.

Zeitstrafen:
3 – 5.

Schiedsrichter:
Thöne/Zupanovic.

Zuschauer:
2085.