20.05.2018 | Spielbericht

TUSEM feiert Sieg im letzten Auswärtsspiel

10 Tore von Dennis Szczesny


Der TUSEM Essen hat sein letztes Auswärtsspiel in dieser Saison gewonnen. In der 2. Handball-Bundesliga feierte die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert einen 33:29 (15:16)-Erfolg bei den Rimpar Wölfen.

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit machte sich der TUSEM-Tross auf den Weg zu einem Auswärtsspiel. In Würzburg warteten die Rimpar Wölfe, die natürlich nur ungerne vor heimischem Publikum die Punkte abgeben wollten. Dementsprechend begannen sie auch motiviert, konnten sich schnell eine Führung erspielen. Allen voran war es immer wieder Benjamin Herth, der die Essener Deckung beschäftigte. Letztendlich traf der Rückraumspieler insgesamt neun Mal. Aber die Gäste aus dem Ruhrgebiet blieben immer dran, ließen die Wölfe nicht davonziehen. Im Gegenteil: Felix Käsler, Dennis Szczesny und Jonas Ellwanger sorgten mit ihren Treffern dafür, dass sich das Ergebnis drehte. Plötzlich waren die Hausherren in der Rolle des Jägers und so war es im ersten Durchgang eine abwechslungsreiche und spannende Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Kurz vor der Pause legte Rimpar noch einen Gang zu und konnte sich selbst wieder einen Vorsprung erarbeiten. Nach dem 16:13 verkürzten Szczesny und Tom Skroblien noch auf 15:16 aus Sicht des TUSEM, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten die Essener zunächst ein paar Probleme, sodass sich die Wölfe wieder ein kleines Polster erarbeiteten. Nach dem 18:15 (31.) war der TUSEM aber schnell wieder wach und legte einen Gang zu. Mit einigen Torhüter-Paraden und erfolgreichen Abschlüssen schmolz der Vorsprung der Gastgeber und so war das Spiel zügig wieder ausgeglichen. In der Folge blieb es spannend, denn beiden Mannschaften war der Siegeswille anzusehen. Jonas Ellwanger besorgte Mitte der zweiten Hälfte die erneute Führung für den TUSEM, die allerdings wiederum nicht lange halten sollte. Beide Teams kämpften in einer spannenden Schlussphase um jeden Ball und jedes Tor. Zehn Minuten vor dem Ende kippte die Partie dann endgültig zugunsten der Gäste. Dank einiger Paraden von Torwart Julian Borchert und den Toren des Angriffs zog der TUSEM in den letzten Minuten davon. Besonders erfreulich: Nachwuchsmann Niklas Ingenpass kam zu seinem ersten Zweitliga-Tor und das war auch kein unwichtiges. Denn die Essener setzten sich weiter ab und erspielten sich einen komfortablen Vorsprung, den Rimpar nicht mehr aufholen konnte. Am Ende stand ein hart umkämpfter und nicht unverdienter 33:29-Sieg für den TUSEM zu Buche.

„Wir haben uns vorgenommen, auf jeden Fall mit Punkten aus der Auswärtssaison zu kommen. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, sowohl Abwehr als auch Angriff. In der ersten Halbzeit haben wir dann leider viele Gegentore kassiert, wobei wir allerdings auch hohes Tempo gegangen sind. In die zweite Halbzeit sind wir nicht gut gestartet, haben den Rückstand aber schnell wieder aufgeholt. In der Schlussphase haben wir sehr dominant gespielt. Wir konnten viel wechseln, haben vor allem im Block gewechselt. Die Jungs haben super die Verantwortung übernommen, sie hatten Lust und man hat gesehen, wie sie fighten wollten. Besonders gefreut hat mich, dass Dennis Szczesny die gute Leistung aus den letzten Wochen wieder gezeigt hat. Und auch, dass Niklas Ingenpass sein erstes Tor für uns gemacht hat. Wir hatten eine super Fan-Unterstützung und mit diesem Sieg war auch die Rückfahrt eine sehr schöne“, freute sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert.

Für den TUSEM stehen nun noch zwei Heimspiele an. Zunächst geht es am kommenden Samstag gegen die HSG Konstanz, Anwurf in der Arena „Am Hallo“ um 18.30 Uhr.

DJK Rimpar Wölfe – TUSEM Essen 29:33 (16:15)

Rimpar:
Wieser, Brustmann; Kraus (1), Schmitt (2), Schömig (1), Bohm (3), Mohr, Schmidt (4), Kaufmann (2), Meyer (2), Bauer (4), Herth (9/5), Sauer (1).

TUSEM:
Bliß, Borchert; J.Ellwanger (5), Witzke (1), Hegemann, Roosna (2), Wöss (1), Szczesny (10), Käsler (2), Müller (2), Seidel, Skroblien (6/1), Ingenpass (3), Zechel (1).

Siebenmeter:
6/5 – 2/1.

Zeitstrafen:
6 – 1.

Schiedsrichter:
Herrmann/Friedel.

Zuschauer:
1670.