17.03.2018 | Spielbericht

TUSEM landet Befreiungsschlag dank starker Leistung


Der TUSEM Essen hat seinen Negativlauf in der 2. Handball-Bundesliga beendet und den ersten Sieg in diesem Kalenderjahr geholt. Gegen den Dessau-Roßlauer HV setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert verdient mit 28:24 (15:8) durch.

Nach sechs Niederlagen in Serie ging der TUSEM mit mächtig Wut im Bauch in die Partie. Dessau bekam das sofort zu spüren, denn die Gastgeber ließen ihnen keine Zeit zum atmen. Mit einer starken Deckung, die von Beginn an hellwach und bissig zu Werke ging, legten die Essener den Grundstein für eine furiose erste Halbzeit. Denn sie spielten mutig nach vorne, mit einem gewaltigen Zug zum Tor. Egal ob Christoph Reißky oder Justin Müller: Ihre Pläne gingen voll auf, die Abschlüsse saßen. Schnell erspielte sich der TUSEM eine Führung – und die sollte diesmal länger halten, als noch in den Wochen zuvor. Denn die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert legte nach und hielt die Gäste unter Kontrolle. Die Mannschaft von der Margarethenhöhe konnte ihre Stärken voll ausspielen: Starkes Zweikampfverhalten und schnelles Angriffsspiel. Der DRHV machte dagegen viel zu wenig aus seinen Chancen und kam somit letztendlich nur auf acht Tore in Durchgang eins. Was allerdings auch an einem starken Essener Torwart Sebastian Bliß lag. Zudem tat die Rückkehr von Tim Zechel gut, denn er brachte ebenfalls Stabilität in die Defensive.

Mit einer 15:8-Führung und viel Applaus von den 1885 Zuschauern in der Arena Am Hallo ging es in die Kabinen, aus denen die Gäste diesmal deutlich motivierter kamen, als noch in der ersten Hälfte. Allen voran war es Jonas Hönicke, der immer wieder für Dessau zur Stelle war und der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt Hoffnung machte. Aber der TUSEM hielt dagegen und setzte den DRHV unter Druck. Das zwang die Gäste zu Fehlern, die die Hausherren diesmal eiskalt bestraften. Auch wenn Dessau zwischenzeitlich mal verkürzen konnte, musste der TUSEM nicht mehr wirklich zittern. Auch schwächere Phasen wusste er zu überstehen, er zog sein Spiel durch. Nutznießer des Tempospiels war in erster Linie Noah Beyer, der mit acht Toren bester Essener Schütze war. Eine starke Partie spielte aber auch Justin Müller, der immer wieder Treffer einleitete und oft selbst zur Stelle war. Unter den Augen von DHB-Vizepräsident und Geschäftsführer der Füchse Berlin, Bob Hanning, zeigten die Essener eine engagierte Leistung, die am Ende mit dem verdienten 28:24-Sieg belohnt wurde.

„Ich glaube, dass man bei der ganzen Mannschaft gesehen hat, wie erlöst sie ist. Das Spiel haben wir durch die gute Abwehrleistung in der ersten Halbzeit gewonnen, außerdem hatten wir Tempospiel und leichte Tore. Diesmal hatten wir das Glück, dass der Start so super war und dann hat man ja gesehen, dass viele Dinge von alleine laufen. Wir haben weiter an uns geglaubt und die Jungs haben sich den Sieg nach den schweren Zeiten verdient“, freute sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach dem Sieg.

Auch Torwart Sebastian Bliß war erleichtert: „Es ist natürlich einfach fantastisch, dass wir jetzt endlich wieder zwei Punkte geholt haben. Aber ich muss sagen: Ich wusste, dass wir irgendwann wieder erfolgreich sein werden. Wir haben die letzten Wochen hart gearbeitet und es war nur eine Frage der Zeit, bis es wieder läuft. Bei mir persönlich lief es ja auch nicht so toll die letzten Wochen, muss man ehrlich sagen. Aber ich habe immer weiter an mich geglaubt, habe im Training immer schon gut gehalten und jetzt konnte ich es auch mit ins Spiel nehmen. Ich denke, dass wir jetzt wieder in der Spur sind und weiter punkten werden.“

Für den TUSEM steht das nächste Ligaspiel wieder auswärts an. Dann geht es gegen Eintracht Hildesheim, Anwurf ist am Sonntag (25.3.) um 17 Uhr in der Volksbank-Arena Hildesheim.

TUSEM Essen – Dessau-Roßlauer HV 28:24 (15:8)

TUSEM:
Bliß, Borchert; Beyer (8/3), J.Ellwanger (4), Witzke, Hegemann, L.Ellwanger, Roosna, Szczesny (3), Käsler (1), Ridder (1), Müller (6), Reißky (5), Skroblien, Zechel.

Dessau:
Döhler, Ambrosius; Vanco (3), Sohmann, Sliwka, Pfeifer (1), Hanisch, Wasielewski (1), Schmidt, Hönicke (11/6), Zimmermann (4), Stryc, Hanner, Zahradnicek (4).

Siebenmeter:
4/3 - 8/6.

Zeitstrafen:
4 - 3.

Schiedsrichter:
Klinke/Klinke (Bordesholm).

Zuschauer:
1885.