15.05.2017 | WAZ

Tusem überzeugt in Ferndorf


„Wir steigen niemals ab, ole, ole!“, schallte es durch die Sporthalle Stählerwiese kurz nach der Schlusssirene. Die rund 100 mitgereisten Fans feierten ihren Tusem und die gute Leistung der Mannschaft beim TuS Ferndorf. In der 2. Handball-Bundesliga haben die Essener zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren, was vor allem an einer starken zweiten Halbzeit lag. Die Mannschaft von Coach Stephan Krebietke zeigte eine überzeugende Leistung.

„Wir steigen niemals ab, ole, ole!“, schallte es durch die Sporthalle Stählerwiese kurz nach der Schlusssirene. Die rund 100 mitgereisten Fans feierten ihren Tusem und die gute Leistung der Mannschaft beim TuS Ferndorf. In der 2. Handball-Bundesliga haben die Essener zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren, was vor allem an einer starken zweiten Halbzeit lag. Die Mannschaft von Coach Stephan Krebietke zeigte eine überzeugende Leistung.

„Das war einfach nur peinlich von uns“, ärgerte sich Ferndorfs Trainer Michael Lerscht nach der Partie. Seine Jungs hatten soliden Essenern im zweiten Durchgang nichts entgegenzusetzen, konnten den Gästen kaum noch gefährlich werden. Während die Siegerländer durch diese Niederlage dem Abstieg wieder ein ganzes Stück nähergekommen sind, hat sich der Tusem erst einmal wieder befreit. „Ich bin mit den Jungs und dem Geleisteten hochzufrieden“, sagte Trainer Stephan Krebietke nach dem klaren Sieg mit einem Grinsen. Dabei kam seine Mannschaft nur schwer ins Spiel.

Die ersten Minuten gehörten klar den Gastgebern. Jonas Ellwanger und Dennis Szczesny fanden in der Tusem-Abwehr noch nicht recht zusammen, ließen Kreisläufer Andreas Heyme immer wieder Platz. „Wir haben uns unglaublich schwergetan. Den Jungs habe ich angemerkt, dass sie ein bisschen Schiss hatten“, hielt Krebietke fest. Das Team von der Margarethenhöhe rollte dann aber an und kämpfte sich in die Begegnung. Erst war die Ferndorfer Führung dahin, ehe sich das Ergebnis noch vor der Pause komplett zu Gunsten der Gäste aus dem Ruhrgebiet drehte.

Vor allem nach dem Wechsel wusste der Tusem zu überzeugen, stand nun wesentlich stabiler in der Abwehr und spielte nach vorne hin seinen Tempohandball aus. „Wir haben die Ruhe bewahrt und dran geglaubt. In der zweiten Halbzeit konnten wir dann unsere Qualität ausspielen“, analysierte der Tusem-Trainer.

Ferndorf konnte in der Schlussphase nicht mehr mithalten, sah den Essenern beim Handballspielen zu. Vor allem Torwart Sebastian Bliß war an diesem Abend nur schwer zu bezwingen, er hielt fast alles, was zu halten war. Das sorgte bei den Gastgebern für Frust und Enttäuschung. Während die Angriffe der Gäste in der ersten Halbzeit oft noch zu langsam und mit Fehlern behaftet im Sande verliefen, flog der Ball dann schneller durch die Reihen.

Der Rhythmus war nun da, alles lief offenbar von allein. Ob Christoph Reißky, Rückkehrer Justin Mürköster oder Michael Hegemann: Alle zeigten sich zielstrebig und mit der nötigen Präzision im Abschluss. Fast jeder Wurf landete im Tor der Hausherren. Und je näher das Spiel dem Ende entgegenkam, desto ruhiger wurde es in der sonst so stimmungsvollen ausverkauften Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal.

Während Ferndorfs Trainer in den letzten Minuten nur noch mit den Schultern zucken konnte und mit den Schiedsrichtern haderte, spielte der Tusem mit Spaß zu Ende. Und so waren es letztendlich die Essener Fans, die den Lärmpegel in der Halle doch noch einmal anhoben.