12.05.2017 | WAZ

Tusem geht mit Hochspannung in den Endspurt


Nach der Länderspielpause stehen für den Tusem die letzten fünf Spiele an. Heute beim ebenfalls abstiegsbedrohten TuS Ferndorf.

Nach der Länderspielpause stehen für den Tusem die letzten fünf Spiele an. Heute beim ebenfalls abstiegsbedrohten TuS Ferndorf.

Das Ziel ist in Sicht, aber der Weg dorthin noch voller Hindernisse. Die Handballer vom Tusem Essen stehen vor den letzten fünf Saisonspielen in der 2. Bundesliga, vor fünf Endspielen im Kampf um den Klassenerhalt. Mit dem Auswärtsspiel beim ebenfalls abstiegsbedrohten TuS Ferndorf beginnt an diesem Freitag in der Sporthalle Stählerwiese der Endspurt für die Essener (Anwurf 19.30 Uhr).

Hochspannung ist an diesem Abend garantiert: Für die Siegerländer, denen derzeit sechs Zähler zu den Nichtabstiegsplätzen fehlen, ist es die letzte reelle Chance, die Hoffnung auf den Ligaverbleib zu wahren. Der Tusem dagegen hat noch alles in der eigenen Hand, muss dafür aber weiter punkten. Dazu gehört auch ein Sieg beim TuS Ferndorf, der auf Grund der aktuellen Tabellensituation eingefahren werden muss.

Letzte fünf Spiele als Chefcoach für Krebietke

Denn auch die kommenden Aufgaben haben es in sich: Es geht noch gegen vier direkte Konkurrenten, nur der VfL Bad Schwartau kommt als einziges Team aus der oberen Tabellenhälfte zum Kräftemessen.

„Grundsätzlich schauen wir weiterhin vor allem auf uns selbst. Damit sind wir in den vergangenen Monaten sehr gut gefahren“, meint Trainer Stephan Krebietke. In seinen letzten fünf Spielen als Cheftrainer der ersten Mannschaft will das Tusem-Urgestein die gute Form aus der Rückrunde beibehalten und sich in dem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Plätze oberhalb der gefürchteten Linie durchsetzen. Ein Sieg in Ferndorf und der Tusem bleibt im Rennen.

Justin Mürköster ist zurück

„Wir haben uns für Freitag einiges vorgenommen“, sagt der Trainer, der erstmals wieder Kreisläufer Justin Mürköster nach dessen Oberschenkelzerrung und Bänderdehnung im Sprunggelenk mit zum Auswärtsspiel nehmen kann. Dennoch wollen die Siegerländer den Tusem nicht davoneilen lassen, stattdessen lieber aufholen. „Die Situation von Ferndorf kann auch gefährlich für uns sein, da die Mannschaft noch einmal alles mobilisieren wird, um das Spiel zu gewinnen und sich somit Chancen für den Ligaverbleib offen halten will“, weiß der Essener Coach.

Welche Bedeutung dieses Duell für die Menschen in und um Ferndorf hat, zeigt die Tatsache, dass die kleine und enge Sporthalle Stählerwiese mit 1200 Zuschauern restlos ausverkauft sein wird. Dementsprechend dürfte auch die Stimmung ihren Teil zum Ausgang der Partie beitragen. „Wir stellen uns auf ein absolutes Kampfspiel ein, bei dem wir einen kühlen Kopf bewahren müssen“, blickt Krebietke voraus. Doch genau das schafften seine Jungs in der Rückrunde in den meisten Fällen sehr gut. Immer, wenn ein Spiel auf der Kippe stand, konnte der Tusem in den Schlussminuten noch ein paar Kräfte mobilisieren. Auch in Ferndorf sind die Essener der Favorit, müssen dennoch auf motivierte und kämpfende Gegner aufpassen.

Im Siegerland wartet also die erste Hürde auf dem restlichen Weg in Richtung Klassenerhalt. Auf der Zielgeraden der Saison könnte jeder Stolperer bestraft werden.