02.05.2017 | WAZ

Tusem feiert Schützenfest gegen Konstanz


Wichtiger 38:34-Heimerfolg gegen den direkten Konkurrenten HSG Konstanz. Starker Angriff bügelt schwächelnde Abwehr aus.

Wichtiger 38:34-Heimerfolg gegen den direkten Konkurrenten HSG Konstanz. Starker Angriff bügelt schwächelnde Abwehr aus.

Munteres Scheibenschießen in der Sporthalle „Am Hallo“ in Stoppenberg: Der Tusem Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga ein Schützenfest gefeiert und den direkten Konkurrenten HSG Konstanz mit 38:34 (19:18) zurück zum Bodensee geschickt. Allerdings wäre die schwache Abwehrleistung in der ersten Halbzeit kurz nach der Pause fast bestraft worden.

Die Baden-Württemberger reisten mit dem Teambus der Friedrichshafener Volleyballer in das Ruhrgebiet. Und wo Volleyball draufstand, war in der Anfangsphase auch Volleyball drin: Ohne Gegnerkontakt versuchte die HSG zu verteidigen, was der Tusem effektiv ausnutzte. Die ersten acht Angriffe waren allesamt erfolgreich, es war also ein munterer Beginn. Aber auch die Gäste kamen dann in der richtigen Sportart an und prompt wurde es für die Essener schwieriger. Die Angriffe liefen plötzlich nicht mehr von alleine und in der eigenen Abwehr wirkte der Tusem ungeordnet. Einige Missverständnisse sorgten für große Lücken, die vor allem Paul Kaletsch immer wieder besetzte und verwertete. „Wir haben uns gefragt, wo unsere Abwehr in der ersten Halbzeit war“, zeigte sich Trainer Stephan Krebietke nach der Partie verwundert. Und auch in der zweiten Halbzeit dauerte es, bis seine Jungs Kaletsch und das Spiel so richtig in den Griff bekamen.

Konstanz kam zwar besser aus der Kabine, doch eine kurze Schwächephase wurde von den Essenern bestraft. Immer wieder war es Richard Wöss, der für den Tusem traf, mit insgesamt zehn Treffern war der Rechtsaußen der Schützenkönig bei den Hausherren. Aber auch Michael Hegemann oder Jonas Ellwanger steuerten wichtige Tore bei. Mit großen Schritten ging es auf die letzte Geraden, die Stimmung im Zielbereich der Partie war erstligareif. Letztendlich konnte sich der Tusem auf seinen Angriff verlassen und den so wichtigen Heimsieg über die Zeit bringen.

„Es war ein hartes Stück Arbeit“, gestand Wöss nach der Partie. „Das Spiel war unheimlich wichtig für uns und wenn wir auch die nächsten Spiele so angehen, dann sieht es bald schon ganz gut aus.“ Im Abstiegskampf hat der Tusem vorgelegt und kann an diesem Wochenende auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. „Es war eine unserer besten Angriffsleistungen in dieser Saison. Die Stimmung in der Halle war extrem wichtig für uns und hat geholfen“, freute sich Trainer Krebietke. Gute Laune also auf dem Stoppenberger Schützenfest.