28.04.2017 | WAZ

Tusem will Konstanz zeigen


Nach seiner Verletzung hat sich Dennis Szczesny beim Tusem eindrucksvoll zurückgemeldet. Auch heute gegen Konstanz ist er gefragt.

Nach seiner Verletzung hat sich Dennis Szczesny beim Tusem eindrucksvoll zurückgemeldet. Auch heute gegen Konstanz ist er gefragt.

Es ist erst wenige Monate her, da humpelte Dennis Szczesny (23) auf Krücken durch die Katakomben in der Sporthalle am Hallo. Der Rückraumspieler des Tusem wirkte geknickt, eine Oberschenkel-Prellung plus Knorpelschaden verdammten ihn zum Zuschauen. Mal wieder, denn Szczesny musste bereits einige verletzungsbedingte Rückschläge hinnehmen. Doch das Kämpferherz aus Dinslaken ließ sich den Spaß am Sport nicht verderben und gab alles für sein Comeback. Nach vielen Stunden, Tagen und Wochen des Trainings ist der 110-Kilo-Mann nun wieder zurück und hat sich schnell zu einer wichtigen Stütze in der Mannschaft entwickelt.

Sogar vorzeitiges Karriereende drohte

Sein Siegeswillen, die Körperlichkeit und das Spielverständnis tun dem Tusem im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga sichtlich gut. Auch im so wichtigen Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten HSG Konstanz an diesem Freitag (Anwurf 19.30 Uhr, Am Hallo) hofft die Mannschaft von der Margarethenhöhe auf Szczesnys Stärken.

„Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, es war wie ein Schlag ins Gesicht“, erinnert sich der Spieler an die Diagnose der Ärzte, die ein vorzeitiges Karriereende zunächst nicht ausschließen konnten. Doch all das ist passé, seinem Knie und dem Oberschenkel geht es wieder gut: „Ich spüre nichts mehr“, sagt er. So kann der wuchtige Rückraumspieler unbesorgt in die Spiele gehen, einen Gedanken an seine Verletzungen verschwendet er so gut wie nie. „Ich habe nur darauf gewartet, dass ich wieder anfangen kann. Seitdem ich vier Jahre alt bin, träume ich davon, in der Ersten oder Zweiten Liga zu spielen“, betont Szczesny.

Jetzt ist er wieder da, hat in den letzten Wochen gemeinsam mit seinen Kollegen gute Leistungen gezeigt. „Es ist geil, wieder zu spielen, vor allem in der eigenen Halle.“ Und genau da geht es an diesem Freitag gegen die HSG Konstanz zur Sache. Aufsteiger, Abstiegskandidat, direkter Kontrahent.

Ein Endspiel von vielen

„Es ist das erste Endspiel von vielen“, sagt Szczesny und blickt voraus: „Es wird ein kampfbetontes Spiel. Mit Sicherheit nicht schön, weil beide Mannschaften die Punkte brauchen. Aber unser Teamgefüge stimmt, wir trainieren hart und machen viele Dinge besser als in der Hinrunde. Wir wissen, dass wir guten Handball spielen können.“

Der Tusem steht einen Punkt vor den Abstiegsrängen, hat aber im Vergleich zu anderen Konkurrenten einen Vorteil: Er hat alles in der eigenen Hand. Mit einem Sieg gegen Konstanz könnte sich die Lage weiter verbessern. Das weiß auch Dennis Szczesny: „Wir wollen uns Luft verschaffen. Das ist auch gut für den Kopf.“ Er hat sich zurückgekämpft, um der Mannschaft zu helfen. Sein Plan geht offensichtlich auf.