24.04.2017 | WAZ

Lübbecke für Tusem in Halbzeit zwei zu stark


Diesmal blieb das Wunder aus. Der Tusem Essen konnte das überraschende 31:26 aus dem Hinspiel gegen den Zweitliga-Tabellenführer TuS Nettelstedt-Lübbecke nicht wiederholen, stattdessen setzte es im Rückrundenduell eine 23:28-Niederlage.

Diesmal blieb das Wunder aus. Der Tusem Essen konnte das überraschende 31:26 aus dem Hinspiel gegen den Zweitliga-Tabellenführer TuS Nettelstedt-Lübbecke nicht wiederholen, stattdessen setzte es im Rückrundenduell eine 23:28-Niederlage.

Nach dem umkämpften und wichtigen Heimsieg am Freitag gegen die HSG Nordhorn-Lingen fehlte der Mannschaft von der Margarethenhöhe am Sonntag im zweiten Durchgang die Frische, um dem großen Favoriten doch noch Punkte abknöpfen zu können. Der Aufstiegskandidat war letztendlich zu abgezockt.

Gerade einmal 44 Stunden lagen zwischen dem Abpfiff in der Sporthalle Am Hallo und dem Anpfiff in der Merkur-Arena zu Lübbecke. Der hart erarbeitete und viel umjubelte Sieg gegen Nordhorn-Lingen brachte dem Tusem Selbstvertrauen, kostete aber Kraft. Dennoch hoffte das Team von Trainer Krebietke auf etwas Zählbares im Abstiegskampf, denn jeder Punkt kann helfen.

Und seine Jungs begannen gut, boten den Ostwestfalen die Stirn. Mit einer stabilen Abwehr und der nötigen Konsequenz im Abschluss gestaltete der Tusem auch das Ergebnis offen, Lübbecke hingegen ließ noch die letzte Genauigkeit vermissen. Aber der Tabellenführer steigerte sich von Minute zu Minute, erspielte sich somit eine Führung. Weil die Essener in der Folge das eine und das andere Tor verpassten, zog Lübbecke vor der Pause davon. Durch Tore vom starken Jens Bechtloff wuchs der Vorsprung schon recht komfortabel an, denn in dieser Phase bestraften er und seine Kollegen jeden Fehler. Der Tusem kämpfte sich noch einmal heran, was für eine Grundlage sorgte, auf die er in Halbzeit zwei aufbauen konnte.
Gastgeber legte nach

Allerdings gaben weiterhin die Hausherren den Ton in der gut gefüllten Merkur-Arena an und zeigten, warum sie sehr wahrscheinlich im Sommer den Weg in die Bundesliga antreten werden: Schnelle Spielzüge, genaue Pässe und immer das Auge für den freigelaufenen Mitspieler. Lübbecke spielte gut. Es  war daher nicht einfach für die Gäste aus dem Ruhrgebiet, die sich dennoch wehren wollten. Oftmals konnte der Tusem die Abschlüsse der Gastgeber hinauszögern, aber irgendeine Lücke fanden sie immer. Und egal, wer vor dem Essener Tor auftauchte, die Bälle landeten meist im Netz. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte immer wieder Lübbeckes Torwart Nikola Blazicko seine Hände oder Füße im Spiel. Mit insgesamt 14 Paraden war Blazicko Garant dafür, dass seine Mannschaft am Ende die Nase vorn hatte. Dabei zeigte auch der Tusem viele gute Ansätze.

Trotz der Niederlage bleiben die Essener über den Abstiegsplätzen und können nun wieder Kraft für die kommenden Aufgaben tanken. Am Freitag (19.30 Uhr, Am Hallo) geht es gegen den direkten Konkurrenten HSG Konstanz, um ganz wertvolle Punkte auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt.