04.03.2017 | WAZ

Tusem muss zur besten Heimmannschaft der Liga


Essener sind am Samstag beim Tabellenvierten Rimpar Wölfe der Außenseiter.

Essener sind am Samstag beim Tabellenvierten Rimpar Wölfe der Außenseiter.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ war die Hymne zur Handball-Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland. die Gastgeber nahmen sich diese Liedzeile zu Herzen und durften am Ende den Titel bejubeln. Und dieses Motto könnte auch für den Zweitligisten Tusem Essen vor der schweren Auswärtsaufgabe bei den Rimpar Wölfen zutreffen. An diesem Samstag (20 Uhr, S.Oliver-Arena) fährt die Mannschaft von Trainer Stephan Krebietke nach Würzburg zur besten Heimmanschaft der Liga. Wenn die Essener dem Tabellenvierten nicht jetzt ein Bein stellen können, wann dann?

Erfolgreiche Wochen

Die vergangenen Wochen verliefen aus Sicht des Tusem absolut nach Plan. Aus den vergangenen vier Spielen sprangen acht Punkte heraus, weshalb das Team von der Margarethenhöhe die Abstiegsplätze vorerst verlassen hat. Allerdings geht es in der unteren Tabellenregion sehr eng zu, weshalb jeder weitere Zähler in der Endabrechnung wichtig sein kann und wohl auch wird. „Wir können gegen Rimpar befreit aufspielen und haben absolut nichts zu verlieren“, sagt Trainer Krebietke. Die Wölfe sieht er in der Favoritenrolle, seine Mannschaft als Außenseiter: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass uns die Rolle des Underdogs liegt.“

Dennoch wird an diesem Samstag vieles für den Underdog laufen müssen, um aus Würzburg etwas Zählbares mit nach Essen zu nehmen. Rimpar spielt eine starke Saison, was sie vor allem ihren Heimspielen zu verdanken haben. Zehn der zwölf Begegnungen auf dem heimischen Boden gingen an die Wölfe, nur einmal standen sie als Verlierer da. Ein Erfolgserlebnis für den Tusem käme also überraschend. „Die Liga ist für Überraschungen bekannt und wir hätten nichts dagegen, wenn wir am Samstag eine weitere hinzufügen“, gibt sich Stephan Krebietke optimistisch.

Alle Spieler sind fit

Seine Zuversicht beruht nicht nur auf den letzten Ligaspielen, sondern auch auf seinem prall gefüllten Kader. Bei den Wölfen kann der Trainer wieder auf alle Spieler zurückgreifen, was zuletzt in den Partien für frischen Wind gesorgt hat. „Meine Mannschaft ist gut drauf. Wir hauen uns über 60 Minuten voll rein und bieten Rimpar einen großen Kampf“, ist sich Krebietke sicher. Problematisch dürfte es allerdings werden, wenn der Gegner das Gleiche vorhat.