24.02.2017 | WAZ

Tusem erwartet eine Wundertüte

Die Zweitliga-Handballer von Tusem Essen haben zuletzt im Abstiegskampf gepunktet. Aus dem Schneider sind sie deshalb aber noch lange nicht.

Passend zum Karnevals-Wochenende wird die Stimmung bei den Handballern vom Tusem Essen immer besser. Die ersten drei Begegnungen der Rückrunde in der 2. Bundesliga verliefen erfolgreich, immerhin blieb die Mannschaft von der Margarethenhöhe ungeschlagen und verließ somit die Abstiegsplätze. Nun kommt mit dem Tabellenvorletzten TV Neuhausen die nächste Chance, um weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Tusem-Trainer Stephan Krebietke weiß noch nicht so recht, was ihn an diesem Freitag erwartet (19.30 Uhr, Am Hallo).

Gast aus Neuhausen ist nur schwer einzuschätzen

„Neuhausen war in den vergangenen Wochen eine Wundertüte“, versucht der Trainer den kommenden Gegner zu beschreiben. Sowohl was die Ergebnisse angeht, als auch die Mannschaft des TVN an sich. Zuletzt spielten die Baden-Württemberger zweimal 28:28-Unentschieden (gegen Rostock und Saarlouis), ehe eine knappe 32:33-Niederlage gegen die TSG Friesenheim folgte. Bemerkenswert war zudem die Tatsache, dass der abstiegsbedrohte Klub von der Erms starke personelle Probleme hatte. Sogar Trainer Alexander Stevic (35) musste noch einmal die Hallenschuhe schnüren und aushelfen. Immerhin gelangen dem Coach drei Tore gegen Saarlouis. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Srdjan Predragovic, der noch in der vergangenen Saison für den Tusem auf Torejagd ging.

„Wir sind gespannt, was auf uns zukommt. Es wird mit Sicherheit eine anspruchsvolle Aufgabe“, meint Krebietke. Seine Mannschaft ist der Favorit in diesem Spiel, in den vergangenen Wochen ist das Selbstvertrauen beim Tusem gewachsen. „Allgemein spürt man, dass wir ganz gut drauf sind und wir wissen mittlerweile, was wir können. Das Bewusstsein für die Situation ist da.“

Essener haben in der Schlussphase Nerven bewahrt

Die Essener zeigten zuletzt im Heimspiel gegen Emsdetten in der Schlussphase Nervenstärke und die nötige Ruhe. Charaktereigenschaften, die in dieser Saison wahrlich nicht als selbstverständlich erachtet werden konnten. Die drei Punkte am Doppelspieltag sorgten für zufriedene Gesichter, dennoch trat Stephan Krebietke nach der Partie auf die Bremse: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Es liegen noch viele Spiele vor uns.“ Eines davon ist das Duell mit dem TV Neuhausen. „Die Jungs sind heiß und wissen worum es geht“, gibt sich der Tusem-Trainer optimistisch. Allerdings droht der Ausfall seines Kapitäns Michael Hegemann, der mit einer Verhärtung im Leistenbereich zu kämpfen hat.

Dafür hoffen Trainer und Spieler auf eine erneut große Unterstützung der Fans, die laut Krebietke zuletzt maßgeblichen Anteil am Erfolg des Tusem hatten: „Die Stimmung war zuletzt unglaublich gut. Das lässt die Jungs emotionaler werden und das hat uns gut getan. Wir freuen uns, dass wir das Spiel gegen Neuhausen zuhause haben.“

Kinder bis 16 haben freien Eintritt

Diesmal werden wohl auch viele junge Zuschauer dabei sein, denn Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren zahlen keinen Eintritt. Beste Voraussetzungen also für ein weiteres erfolgreiches Heimspiel, doch ganz so einfach wird es für die Essener nicht. Denn auch der TV Neuhausen benötigt die Punkte. „Es wird ein Kampf. Wir müssen aggressiv und mit Leidenschaft verteidigen, es wird wahrscheinlich nicht unbedingt ein Leckerbissen“, ahnt Stephan Krebietke. Es muss auch nicht immer gut schmecken, manchmal reicht es auch, einfach nur satt zu werden.