17.12.2012 | WAZ

TUSEM verliert erneut wegen zu hoher Fehler-Quote

Handball-Bundesligist TUSEM Essen hat erneut verloren. Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop kassierte mit dem 24:34 auch in Hannover eine deutliche Niederlage. Nach 16 Spieltagen steht nach wie vor nur ein Punkt auf dem Habenkonto der Essener.

Handball-Bundesligist Tusem kassierte mit dem 24:34 auch in Hannover eine deutliche Niederlage. Deutlicher, als es Trainer Christian Prokop schmeckte, auch wenn der 33-Jährige mit seinem Team wie gewohnt als Außenseiter aufs Parkett ging. „Natürlich wollten wir das Spiel längen offen halten.“

Dem Willen folgten vor knapp 9000 Zuschauern aber nur bedingt die erforderlichen Taten. Bis zum 11:8 (24.) blieben die Essener in Schlagweite, danach ließen sie abreißen. „Wir haben uns zu viele technische Fehler sowie Fehlwürfe erlaubt“, nennt Christian Prokop den Grund, warum die Ergebnisschere in der Folgezeit auseinanderging. Der Tusem-Rückraum mit Fabian Böhm, Niclas Pieczkowski und Hannes Lindt oder David Breuer hatte es gegen die offensive Hannoveraner Abwehr allerdings auch sehr schwer. Mit der eigenen Defensive konnte Christian Prokop zufriedener sein. „Kampf und Aggressivität stimmten, auch wenn das Tempospiel nach vorne erst in der zweiten Halbzeit mutiger wurde“, so Prokop.

Tusem Essen muss sich wieder neu motivieren

In diese zweite Halbzeit gingen die Niedersachsen mit einem beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung, der bis Mitte des zweiten Durchgangs erstmals auf zehn Treffer anwuchs (25:15). Vier Essener Treffer in Serie machten den Blick auf die Anzeigetafel zwischenzeitlich noch einmal etwas erträglicher aus Tusem-Sicht. Am Ende waren es – dank der Klasse der Hannoveraner Johannsen, Mocsai oder Lehnhoff – wieder zehn Treffer Unterschied.

Eine deftige Packung. „Wir müssen uns immer wieder neu motivieren, obwohl das für Sportler bei Erfolgen am leichtesten ist“, sagt Christian Prokop. Die zweite Halbzeit in Hannover sei da eine gute Motivationsbasis. „Sie wird daher in der Video-Vorbereitung auf den nächsten Gegner großen Raum einnehmen.“ Der nächste (Heimspiel-)Gegner heißt am Mittwoch TBV Lemgo. Ganz ohne Eindrücke von den Lemgoern wollte aber Christian Prokop nichts ins Spiel gehen und schaute sich am Sonntag die 29:35-Niederlage der Ostwestfalen gegen Hamburg live an.