07.12.2012 | WAZ

TUSEM will gegen die Löwen wachsam sein

„Sie war von viel Arbeit geprägt“, antwortet Christian Prokop (33), Trainer des Handball-Bundesligisten Tusem, auf die Frage nach der ablaufenden Woche, die sportlich am Freitagabend in dem Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen münden wird (19.45 Uhr, Sportpark am Hallo).

Gearbeitet wurde vor allen Dingen an der Abwehr und dem schnellen Umschalten aufs Tempospiel. Das sei – beim 33:33 in Wetzlar schon besser gewesen – „aber die Aggressivität in der Abwehr war nicht von Beginn an da. In der ersten Halbzeit sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“. Gegen die Rhein-Neckar Löwen müsse man von Anfang an wach sein.

Erst der THW Kiel beendete die Siegesserie der Löwen

Auf ihren bisher torgefährlichsten Angreifer, Nationalmannschafts-Linksaußen Uwe Gensheimer, müssen die Badener wegen einer Achillessehnenverletzung längere Zeit verzichten, doch der Rest des Kaders bürgt weiterhin für eine hohe Qualität – allein schon der Rückraum mit Alexander Petersson (rechts) und Kim Ekdahl Du Rietz (links). „Die Löwen haben eine der besten Mannschaften in Deutschland“, lobt auch Christian Prokop. Eine der besten, denn der THW Kiel beendete die Siegesserie der Löwen zuletzt mit einem 28:17-Sieg in Mannheim. Eine Kieler Demonstration der Stärke, dessen Ausmaß im Vorfeld nur die wenigsten erwartet hatten. „Essen ist ein Charaktertest für uns“, sagt Löwen-Rechtsaußen Patrick Groetzki. Niemand wisse, was die Löwen für ein Gesicht zeigen würden nach einer Niederlage.

Mit einem Ex-Essener (Oliver Roggisch) wird es auf dem gelben Hallenboden am Hallo ein Wiedersehen geben, mit einem anderen nicht: Matthias Gerlich. Der 2,04 Meter große Rückraumspieler kam zu dieser Saison vom TV Hüttenberg zu den Löwen, gehört laut Thorsten Storm aber momentan nicht zu den „ersten 14“ der Mannheimer. „Matthias Gerlich ist leider noch nicht angekommen“, so der Löwen-Manager am Montag in einem Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung.

Auf die Unterstützung der Zuschauer können Christian Prokop und seine Mannschaft weiter bauen. Laut Tusem sind an der Abendkasse nur noch wenige Stehplatzkarten für den Vergleich mit dem Tabellenzweiten erhältlich.

Dietmar Mauer