Der TUSEM Essen hat sein Heimspiel am 18. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga gegen den HC Erlangen verloren. Am Ende setzte sich der Aufstiegskandidat mit 29:21 (14:12) gegen die Essener durch.

„Wir hatten einen ähnlichen Matchplan wie im Spiel gegen Minden“, erklärt Essens Georg Pöhle, doch diesmal reichte es nicht zu einem Punktgewinn. Zu abgezockt und vor dem Tor eiskalt präsentierte sich der HC Erlangen. Doch der TUSEM konnte immerhin in der ersten Halbzeit gut mithalten. „Es waren viele Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Zudem fehlte uns auch in einigen Situationen das Wurfglück“, so Pöhle.

Zu Beginn der Partie ließen es beide Mannschaften etwas ruhiger angehen, zumindest was die Torausbeute betrifft. Nach dem 1:1 in der 5. Spielminute, stand es fünf Minuten später 2:2. Erst dann nahm die Partie an Fahrt auf und der TUSEM konnte mit 4:3 in Führung gehen. Der bis dahin treffsichere Lasse Seidel musste in der 15. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Nachwuchstalent Noah Beyer. „Lasse ist umgeknickt. Wir wissen noch nicht genau, was er hat“, berichtete TUSEM-Trainer Stephan Krebietke nach dem Spiel. Seidels Einsatz beim Auswärtsspiel beim TV Neuhausen am Sonntag ist noch fraglich. 

Bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nachdem zunächst die Gäste mit 6:5 (17.) in Führung gegangen waren und Krebietke die erste Auszeit nahm, drehten die Essener das Ergebnis zu ihren Gunsten auf 8:7 (20.). Doch die ambitionierten Gäste schlugen zurück und führten plötzlich mit 11:9 (24.). Bis zur Pause konnte der HC Erlangen diesen Vorsprung halten, mit einem 12:14 aus Essener Sicht ging es in die Kabinen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs musste der TUSEM ohne Georg Pöhle auskommen, der kurz vor der Halbzeitsirene eine Zeitstrafe kassierte. Der HCE wusste seine Überzahl zu nutzen und traf binnen 60 Sekunden gleich zweimal. So lagen die Gastgeber mit 12:16 (31.) hinten. Eine starke Deckung und Entschlossenheit im Angriff ließen den Vorsprung sogar auf 18:13 (37.) anwachsen. Krebietke nahm die nächste Auszeit und das hatte Wirkung: Seine Mannschaft kam immerhin auf 16:19 (40.) heran. Doch es folgte eine regelrechte Torflaute bei den Hausherren. Knapp zehn Minuten lang blieb der TUSEM ohne eigenes Tor und musste zusehen, wie die Gäste auf 22:16 (45.) davonzogen. Der Ex-Essener Ole Rahmel (5 Tore), Martin Stranovsky (6) und Kreisläufer Jonas Thümmler (5), sowie Nicolai Theilinger (6) wirbelten die Essener Deckung oftmals durcheinander und waren immer gefährlich. Auf der anderen Seite stand eine gute Abwehr, durch die der TUSEM nur selten hindurch kam. Kreisläufer Justin Mürköster war immerhin fünfmal erfolgreich und damit gemeinsam mit Rechtsaußen Srdjan Predragovic bester TUSEM-Schütze, doch am Ende reichte es nicht zu mehr. Somit leuchtete auf der neuen Anzeigetafel in der Sporthalle „Am Hallo“ ein Endstand von 21:29.

„Wir haben vernünftig begonnen und haben einige Tore nach schnellen Angriffen gemacht. Doch in unseren stehenden Angriffen hat uns Erlangen immer wieder die Grenzen aufgezeigt, sie haben sehr defensiv gestanden und gut verteidigt. Aus unserem Rückraum kam zu wenig Torgefahr und hinten raus hatten wir nicht mehr die nötige Stabilität“, erklärt Stephan Krebiekte. „Die Niederlage ist für uns kein Beinbruch. Wir haben gegen eine Super-Mannschaft verloren.“

Schon am Sonntag Auswärtsspiel in Neuhausen

Schon am Sonntag (6.12., 17 Uhr, Hofbühlhalle) geht es in der Liga weiter. Dann steht das Auswärtsspiel beim TV Neuhausen auf dem Programm. Und der TUSEM ist gewarnt: Zwar haben die Schwaben am Freitagabend ebenfalls verloren (26:31 bei Eintracht Hagen), doch zuvor holte der TVN sechs Siege in Serie. „Die Halle ist klein und uns erwartet eine hitzige Atmosphäre. Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber natürlich hoffen wir, dass wir in Neuhausen etwas holen können“, so Krebietke.

 

TUSEM Essen - HC Erlangen 21:29 (12:14)

TUSEM: Bliß, Donderis Vegas; Beyer (1), Ellwanger (3), Schlüter, Hegemann (1), Hahn (1), Predragovic (5), L. Seidel (3), Tovornik, Ridder, Trodler, Mürköster (5), Pöhle (2).

Erlangen: Huhnstock, Stochl; Theilinger (6), J. Link (2), Herbst, Nienhaus, Hess, Bissel, Rahmel (5), Stranovsky (6), Rivesjö (2), N. Link (4), Thümmler (4).

Siebenmeter: 4/5 - 4/4. Zeitstrafen: 3 - 4.

Schiedsrichter: Kern/Kuschel.

Zuschauer: 1722.

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