TUSEM bezwingt Tabellenführer Minden
18.05.12
Der TUSEM hat durch eine konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung über 60 Minuten konnte Tabellenführer GWD Minden am Ende mit 29:25 (13:11) in die Schranken verwiesen werden und der zweite Tabellenplatz gesichert werden. Das Team von Maik Handschke bleibt damit das heimstärkste Team in Liga 2, die meisten Treffer hatte am Ende einmal mehr Ole Rahmel (12/1) erzielt. Auch für die Gäste traf erwartungsgemäß Dalibor Doder (7) am häufigsten.

Es wurde herzlich vor dem Beginn der Partie. Während der TUSEM mit seinen Fans Evars Klesniks zu seinem 32. Geburtstag am heutigen Tage gratulierte, ließ es sich der ehemalige Essener in Diensten von GWD Minden nicht nehmen dem Klub persönlich zum Aufstieg zu gratulieren und einen Blumenstrauß zu überreichen. Beide Mannschaften führen nach einer langen Spielzeit die Tabelle der eingleisigen 2. Liga an, am vergangenen Wochenende hatte GWD durch den Derbysieg über Emsdetten und die Essener Niederlage in Neuhausen die Meisterschaft bereits fixiert.

Die Ostwestfalen erwischten auch mit den ersten beiden Toren den besseren Start, weil der TUSEM früh mit einem Kempatrick den fast 3.000 Zuschauern in der Arena „Am Hallo“ vor allem attraktiven Handball mit Spaß präsentieren wollte. Erst nachdem Sören Südmeier und Aleksandar Svitlica getroffen hatten, sollten die Margarethenhöher dank eines starken Jan Kulhanek und zwei Distanztreffern von Lindt und Prokopec ins Spiel finden und durch zwei Kontertreffer von Rahmel mit 4:2 (6.) die Kontrolle zu übernehmen.

Es war eine Partie, die mit offenem Visier geführt wurde. Die Abwehrreihen bekamen nur selten Zugriff auf die Offensivreihen, die von Dalibor Doder und Philipp Pöter klug angeleitet wurden. Auch dank Keeper Anders Persson gelang den Gästen zwischenzeitlich der 8:8-Ausgleichstreffer (15.), doch der TUSEM konnte auch dank der immer wieder gelungenen Anspiele auf Andre Kropp eine knappe Führung behaupten und mit einem 13:11 in die Pause gehen.

Diesen Vorsprung sollte das Handschke-Team auch zu Beginn des zweiten Durchgangs behaupten. Minden versuchte weiterhin mit einer robusten Abwehrarbeit die jüngste Mannschaft der 2. Liga zu beeindrucken, doch die spielte abgeklärt ihren Stiefel runter. Absetzen konnte sich der TUSEM jedoch nicht, nach dem zwischenzeitlichen 17:14 kämpften sich die Ostwestfalen postwendend zum 18:17-Anschlusstreffer und nur dank einer spektakulären Doppelparade (Siebenmeter zzgl. Nachwurf) von Kulhanek gegen Gerrit Bartsch konnte der Ausgleich verhindert werden.

Mit der Einwechslung von Julius Kühn konnte Maik Handschke noch einmal ein Ass aus dem Ärmel ziehen, Ulf Schefvert probierte dort mit dem Wechsel im Tor zu Konstantin Madert noch einmal eine Gegenreaktion und versuchte auch mit der kurzen Deckung gegen Philipp Pöter den Spielaufbau zu stören. Dass der TUSEM auch in der Folgezeit wieder einen knappen Vorsprung behaupten konnte, hatte man aber auch Abwehrchef Paul Trodler zu verdanken, der mehrmals mit großem Aufwand die Bälle in der Deckung eroberte und so den 4:0-Lauf zum 26:21 (53.) ermöglichte.

Ulf Schefvert war zur Auszeit gezwungen und die La Ola schwappte eine Minute lang durch das Rund. Evars Klesniks konnte die rund sechsminütige Torflaute der Gäste beenden, doch Hannes Lindt stellte prompt den alten Abstand wieder her. In Gefahr geriet der Heimerfolg nicht mehr, am Ende setzten sich die Margarethenhöher verdient mit 29:25. Minutenlange folgten nach dem Abpfiff Stehende Ovationen, die dann von der traditionellen Humba abgelöst wurden.

TUSEM ESSEN – GWD MINDEN 29:25 (13:11)

TUSEM: Kulhanek, Bliß
Keller, Kühn 3, Pöter 2, Trodler, Pieczkowski 2, Seidel, Lindt 5, Handschke 1, Rahmel 12, Ciupinski, Prokopec 2, Kropp 2

Minden: Persson, Madert
Andersson, Oevermann, Bartsch 3, Steinert, Südmeier 4, Torbrügge, Tesch 2, Svitlica 5/2, Doder 7, Klesniks 4

Strafminuten: 6/8
Siebenmeter: 1/3 ; 2/3
Zuschauer: 3.000
Schiedsrichter: Moles/Pittner