24.11.2017 | WAZ

Tusem will gegen Eisenach an der Siegesserie weiterschmieden


Vier Siege in Serie haben den Handball-Zweitligisten Tusem nicht genügsam werden lassen. Am Freitag soll gegen Eisenach der fünfte Erfolg her.

Die „Ruhrpottschmiede“ – wie sich Handball-Zweitligist Tusem Essen nennt – öffnet wieder ihre Türen. An diesem Freitag empfängt die Mannschaft von der Margarethenhöhe den ThSV Eisenach in der Sporthalle „Am Hallo“ (19.30 Uhr). Und eigentlich könnte man meinen, dass vier Siege in Serie Grund genug sind, um mit der aktuellen Situation zufrieden zu sein. Der Tusem will aber mehr und schmiedet weiterhin an seinem glühenden Eisen.

Unsicherheit weicht Selbstbewusstsein

„Wir sind gut beraten, wenn wir keine Zufriedenheit aufkommen lassen und weiterhin hart an unserem Spiel arbeiten“, betont Trainer Jaron Siewert. Potenzial gibt es noch in vielen Bereichen, wobei es mittlerweile schon besser abgerufen wird, als zu Saisonbeginn. Vor allem die Unsicherheit aus den ersten Partien scheint vergessen und weicht nun dem Selbstbewusstsein. Technische Fehler sind bereits reduziert, die Wurfquote im Angriff verbessert und in der Abwehr stehen die Essener auch besser.

Besser heißt allerdings noch längst nicht perfekt. Denn beim Sieg in Aue (29:27) hätte man die zwischenzeitlich klare Führung souveräner über die Zeit bringen können. Letztendlich war aber auch diese Leistung in Ordnung, zumal am Ende zwei wichtige Punkte heraussprangen. Gegen einen direkten Konkurrenten, gegen den Abstieg.

Carsten Ridder muss verletzt pausieren

Der nächste Mitbewerber um einen Platz im sicheren Bereich der Tabelle wartet schon. Der ThSV Eisenach kommt als Viertletzter nach Essen und darf sich eigentlich keine Niederlage erlauben. Tusem-Trainer Siewert plant aber anders: „Eisenach ist der nächste direkte Konkurrent, welchen wir auf Abstand halten wollen.“ Punkt. Die Marschroute für das Heimspiel ist also klar.

Allerdings muss Siewert auf einen Stabilisator verzichten: Carsten Ridder kugelte sich beim Spiel in Aue den Zeigefinger aus und muss deswegen ein Spiel pausieren. Zudem stehen auch die beiden verletzten Christoph Reißky (Schienbeinbruch) und Luca Witzke (Bänderriss) weiterhin nicht zur Verfügung. Einfacher macht das die Ausgangslage nicht, dennoch geht der Tusem favorisiert in das Duell mit den Wartburgstädtern.
Eisenach kommt mit Gerlich und Mürköster

Dabei treffen die Essener auf zwei bekannte Gesichter. Denn sowohl Matthias Gerlich als auch Justin Mürköster trugen einst das rote Tusem-Trikot. Gerlich in der Zeit von 2009 bis 2011, Mürköster bis zum Sommer dieses Jahres. Während der junge Kreisläufer in dieser Saison bislang auf 22 Treffer kam, konnte Rückraumspieler Gerlich schon 77 Mal einnetzen. „Es erwartet uns ein wurfgewaltiger Rückraum“, hält Jaron Siewert fest. Doch zuletzt wusste er seine Spieler gut auf die Gegner einzustellen – und vor allem: Sie haben es umgesetzt.

Einer von ihnen ist Jonas Ellwanger. Der Kapitän freut sich auf die Begegnung mit Eisenach und hat das Ziel fest im Blick: „Die Siegesserie tut uns allen gut und wir sind heiß, den Lauf noch möglichst lange auszubauen.“ Heiß ist ein gutes Stichwort. Denn so lange das Eisen glüht, sollte man es schmieden -- und es hat ja lange genug gedauert, bis es die richtige Temperatur erreicht hatte.