13.10.2017 | WAZ

Tusem will gegen Hildesheim eine offene Rechnung begleichen


Es steht ein ungemein wichtiges Heimspiel für die Handballer von Tusem Essen an. In der 2. Bundesliga geht es an diesem Freitag nicht nur gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, sondern auch darum, konstanter in den Leistungen zu werden und die Rechnung aus dem DHB-Pokal zu begleichen. Kurzum: Gegen Eintracht Hildesheim (19.30 Uhr, Am Hallo) steht der Tusem in der Pflicht.

Die Niedersachsen haben den Essenern in dieser Saison den allerersten Dämpfer verpasst. Im August fuhr die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert motiviert und selbstbewusst nach Hannover zur ersten Runde des DHB-Pokals – und das erste Pflichtspiel endete prompt mit einer Niederlage. „Das Ausscheiden ist natürlich sehr bitter und tut weh“, sagte Siewert nach seinem ersten Pflichtspiel mit dem Tusem. Was folgte waren fünf Niederlagen in der Liga.

Konstante Leistung erforderlich

Umso wichtiger wird es also sein, Hildesheim nicht erneut davonziehen zu lassen. Ein Aus im DHB-Pokal ist schnell vergessen, doch eine Heimniederlage in der Liga gegen einen direkten Konkurrenten kann am Saisonende noch richtig schmerzhaft werden. „Nach der sehr bitteren Niederlage in Dessau wollen wir jetzt natürlich die Punkte am Hallo behalten“, gibt der Trainer die Marschroute vor. Dafür bedarf es allerdings einer deutlich konstanteren Leistung, als in Dessau. Zwei Mal schwächelte der Tusem dort für einige Minuten, was der Gegner zu nutzen wusste. Zu viele Abspielfehler und ungenaue Abschlüsse raubten ihnen letztendlich die Hoffnung auf einen Sieg, da nutzte selbst der Drei-Tore-Vorsprung zehn Minuten vor dem Ende nichts. Auch Hildesheim dürfte auf diese Chancen lauern.

Gäste haben eine starke Rückraum-Kreis-Achse

Wesentlich besser ergeht es den Niedersachsen allerdings nicht: Bislang konnte die Mannschaft um den erfahrenen Rückraumspieler Savvas Savvas lediglich zwei Siege einfahren, zwei Mal gegen die Konkurrenz aus der Abstiegszone. Der Aufsteiger sucht, genauso wie der Tusem, noch nach der Konstanz. Seit bereits fünf Partien wartet Hildesheim auf einen Erfolg. Dennoch herrscht im Lager der Essener Vorsicht. „Die Eintracht hat eine sehr starke Rückraum-Kreis-Achse, die wir kontrollieren und stören müssen. In Savvas Savvas haben sie einen extrem gefährlichen Schützen, der aus jeder Position treffen kann“, weiß Jaron Siewert, der dennoch klarmacht: „Es muss unser Anspruch sein, dass man gegen einen direkten Konkurrenten zu Hause gewinnt.“

Die knappe 30:31-Niederlage zuletzt beim Dessau-Roßlauer HV hat nach dem zwischenzeitlichen Hoch die Stimmung auf der Margarethenhöhe etwas gedrückt. Dennoch war der Tusem-Trainer auch mit dem Auftritt in Sachsen-Anhalt nicht unzufrieden, vor allem die kämpferische Leistung mache ihm Mut. „Die Jungs haben alles reingehauen“, sagte der 23-Jährige. Das und noch mehr wird gegen Hildesheim ebenfalls von Nöten sein, um das ärgerliche Aus im DHB-Pokal vergessen zu machen und wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.