05.10.2017 | WAZ

Tusem Essen überrascht in Coburg mit einer starken Leistung


Im Pfeifkonzert von Coburg feierten die Handballer vom Tusem Essen nahezu euphorisch. Zufriedene und glückliche Gesichter bei den Gästen.

Im Pfeifkonzert von Coburg feierten die Handballer vom Tusem Essen ihre Leistung nahezu euphorisch. Während die Heim-Fans Unmut gegenüber ihrer Mannschaft äußerten, blickte man auf Seiten der Gäste in viele zufriedene und glückliche Gesichter. Das Auswärtsspiel des Tusem beim Aufstiegskandidaten HSC Coburg hatte ein positives Ende für die Mannschaft von der Margarethenhöhe, denn sie sicherte sich dank einer starken Leistung ein 25:25-Unentschieden. Womit vor der Partie nicht jeder gerechnet hatte.

Aufstiegsfavorit hatte Mühe mit selbstbewusstem Gegner

Der Rückenwind, den Tusem-Trainer Jaron Siewert nach dem ersten Saisonsieg gegen den HC Elbflorenz (27:22) mit nach Coburg nehmen wollte, war förmlich zu spüren. Und er gefiel den Hausherren absolut nicht, denn von Beginn an zeigten sich die Essener selbstbewusst und mutig. Gegen den Favoriten, der im Sommer aus der Bundesliga abgestiegen war, agierten die Gäste aus dem Ruhrgebiet auf Augenhöhe. Die Anfangsführung der Essener von 3:0 ging in Ordnung, hielt allerdings nicht sonderlich lange. Denn der HSC meldete sich dann doch in der Partie an und holte auf. Der Tusem erlaubte sie sich vor der Pause eine schwache Phase, in der kaum ein Abschluss im Ziel landete. So schien die Partie zu kippen, denn Coburg setzte sich auf drei Tore ab.

„Aber die Jungs haben sich super zurückgekämpft, sich den Arsch aufgerissen und immer an den Erfolg geglaubt“, freute sich Siewert. Seine Spieler gaben nicht auf, bissen sich fest und waren ein unangenehmer Gegner für die Oberfranken. Tom Skroblien, Richard Wöss und Dennis Szczesny brachten den Tusem in der Schlussphase sogar wieder in Führung. Das wäre die ganz dicke Überraschung gewesen, und die schien bis zur 58. Minute bei einer 25:23-Führung realistisch. Die knapp 2400 Zuschauer in der Huk-Coburg Arena wurden plötzlich still und trauten ihren Augen nicht. Mit einer sehr offensiven Deckung gelang es den Hausherren aber doch noch, wichtige Bälle abzufangen und durch Stefan Lex auszugleichen. Damit retteten die Gastgeber einen Punkt, der aufgrund einer schwachen Leistung eher schmeichelhaft war.

Nicht nervös geworden und einen kühlen Kopf bewahrt

„Wir sind sehr, sehr glücklich mit dem Punkt“, freute sich wiederum Tusem-Trainer Jaron Siewert nach der Schlusssirene. Seine Mannschaft stellte eine kompakte Abwehr und bereitete den Coburgern damit einige Probleme. „Wichtig war aber auch, dass wir in der Schlussphase nicht nervös geworden sind und einen kühlen Kopf bewahrt haben. Großes Kompliment an die Mannschaft.“

Nach dem ersten Saisonsieg gegen den HC Elbflorenz tat das Remis beim Aufstiegskandidaten offensichtlich richtig gut. „Das waren schon ein paar ganz gute Tage“, hielt Jaron Siewert fest.