02.10.2017 | WAZ

Zweitligist Tusem Essen atmet nach erstem Saisonsieg auf


27:22-Erfolg gegen den HC Elbflorenz Dresden, unter anderem dank starker Leistungen von Torwart Sebastian Bliß und Kapitän Jonas Ellwanger.

Umarmungen der Erleichterung und viel gute Laune in der Sporthalle am Hallo in Stoppenberg. Die Handballer vom Tusem haben in der 2. Bundesliga im sechsten Versuch den ersten und lang ersehnten Sieg eingefahren. Gegen den Aufsteiger HC Elbflorenz aus Dresden setzte sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert verdient mit 27:22 (12:12) durch und durfte somit zum ersten Mal etwas durchatmen.

Trainer Siewert überglücklich

„Ich bin überglücklich, dass es endlich geklappt hat“, freute sich Siewert nach der Partie. Für den Trainer war es der erste Pflichtspielsieg mit dem Tusem, der sich von Beginn an in die Partie kämpfte. Dank einer kompakten 6:0-Abwehr und einem stark aufgelegten Torhüter Sebastian Bliß, der mit seinen Paraden insgesamt 15 Gegentore verhinderte, erspielten sich die Essener eine Führung. Geduldig wurden die Angriffe zu Ende gespielt, meist vollendet vom wurfgewaltigen Dennis Szczesny. Dann aber schwächelte der Tusem wieder, verfiel in alte Muster: Technische Fehler und ungenaue Abschlüsse – futsch war die Geduld und dann auch der Vorsprung. „Dann war die Knappheit plötzlich wieder zu spüren“, erinnerte sich Trainer Siewert nach der Partie.

Aber seine Jungs wussten im zweiten Durchgang nachzulegen. Nach offenem und umkämpftem Schlagabtausch zu Beginn zeigte sich der Tusem willensstärker. Allen voran: Jonas Ellwanger. Der Kapitän nahm das Ruder in die Hand und steuerte seine Mannschaft auf Kurs. Seine Durchschlagskraft konnte von den Sachsen nicht aufgehalten werden und so peitschte der 23-Jährige seine Mannschaft voran. Gepaart mit einer guten Abwehrarbeit, bei der vor allem Carsten Ridder ein ums andere Mal ordentlich zupackte, kam der Tusem von Minute zu Minute dem ersten Sieg näher.

Skroblien sorgt für die Entscheidung

Ganz ohne Spannung können es die Essener aber nicht und so holte der HC Elbflorenz noch einmal auf. Dann war es an der Zeit für Tom Skroblien: Gleich zweimal schaltete der Linksaußen blitzschnell und war binnen weniger Sekunden doppelt erfolgreich. Skroblien ballte die Fäuste und die Fans schrien sich in diesem Moment den ganzen Frust der ersten fünf Ligaspiele aus dem Bauch. Denn fünf Minuten vor Schluss war das die Entscheidung.

„Der Sieg war auch in der Höhe verdient“, musste Gäste-Trainer Christian Pohler gestehen, der in den entscheidenden Phasen zu viele Fehler seiner Mannschaft mit ansehen musste. Sein Gegenüber Jaron Siewert pustete dagegen durch und freute sich einfach: „Die Jungs haben sich endlich belohnt für ihre Leistungen. Das steht über allem.“ Die ersten Punkte der neuen Saison sind eingetütet und die gute Laune ist beim Tusem zurück.