21.08.2017 | WAZ

Zu nervös und hektisch: Tusem scheitert erneut in Runde eins


Enttäuschende 24:21-Niederlage gegen Eintracht Hildesheim im Halbfinale. Der TBV Lemgo gewinnt das Erstrunden-Final-Four-Turnier.

Hängende Köpfe und fragende Blicke bei den Handballern vom Tusem. Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Jaron Siewert setzte es im DHB-Pokal eine enttäuschende 21:24-Niederlage gegen Eintracht Hildesheim, weshalb der Traum vom Endspiel dieses Erstrunden-Final-Fours schnell erledigt war.

„Das ist natürlich sehr bitter und tut weh. Vor allem deshalb, weil wir zu keiner Zeit so richtig in das Spiel gefunden haben, das wir uns vorgenommen hatten“, ärgerte sich der Trainer. Bereits die Anfangsphase der Partie beim zukünftigen Ligakonkurrenten war schwach. Satte elf Minuten dauerte es, bis der Tusem zu seinem ersten Treffer kam – da stand es bereits 5:0 für die Eintracht, und die Essener verwarfen zwei Siebenmeter. „Ich finde es schwierig, eine Niederlage nur an Statistiken festzumachen. Aber wenn wir weniger als die Hälfte unserer Chancen nutzen und dazu 14 technische Fehler machen, dann brauchen wir uns über nichts anderes mehr zu unterhalten. Insgesamt blieb ein Großteil des Kaders unter seinen Möglichkeiten“, stellte Siewert fest.

Justin Müller und Tom Skroblien überzeugen

Nach dem Fehlstart steigerte sich seine Mannschaft immerhin etwas und führte sogar im zweiten Durchgang mit 17:15, was an den gut aufspielenden Justin Müller und Tom Skroblien lag. Auch Moritz Mangold im Tor wusste zu überzeugen, doch der Rest des Teams bedankte sich dafür nicht. Denn die Führung glitt erneut aus der Hand. „Wir waren zu hektisch und zu nervös“, sagte Siewert, „und wir hatten nicht die nötige Routine und Abgeklärtheit.“ Zudem musste Müller mit Verdacht auf Bänderverletzung runter.

Letztendlich kamen die Essener nicht mehr zurück, und Hildesheim zog verdient in das Endspiel gegen Erstligist TBV Lemgo ein. Nach einer 26:37-Niederlage war dort dann aber Endstation.

Der Tusem, der im vergangenen Jahr auch schon im Halbfinale der ersten Runde scheiterte (24:26 gegen die SG Langenfeld), nahm eine gut gefüllte Mängelliste aus Hildesheim mit: Effektivität, Aggressivität und Konzentration dürften auf dem Papier stehen. Mängel, die bis zum Ligastart am nächsten Wochenende behoben sein müssen, denn dann wartet der Bundesliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten. Immerhin: Auch die Balinger schieden in der ersten Runde aus (28:41 gegen die Rhein-Neckar Löwen), was dann aber doch nur ein schwacher Trost für den Tusem sein dürfte.